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Isa Genzken in der Kunsthalle Wien

The only female fool



Als das New Yorker Museum of Modern Art im vergangenen Jahr eine große Personale mit Arbeiten der Künstlerin Isa Genzken zeigte, wurde die Schau von einem Video begleitet, in dem zu Beginn Passanten gefragt wurden, was sie mit deren Namen verbinden. Das Resümee war unisono: Kopfschütteln und Bedauern, denn keine der Befragten hatte jemals von der deutschen Künstlerin gehört. Der Vorspann war klug gewählt, entspricht er doch genau Genzkens eigensinniger Arbeitsweise, das künstlerische Anliegen mit einer Unterbietung von Ansprüchen zu demonstrieren. Nichtsdestotrotz oder eben darum lauten die Begriffe, mit denen Genzkens Werk beschrieben wird: „Spektakulär“, „facettenreich“, „schwierig“, „sperrig“ und „unzugänglich“. Ihre Arbeiten müssten „aussehen, als wären sie vom Himmel gefallen“, äußerte sich die Künstlerin selbst über ihre Werke.


Für Nicolaus Schafhausen, den Direktor der Kunsthalle in Wien, ist Isa Genzken eine der unangepasstesten Künstlerinnen der Gegenwart überhaupt. Eine lange Freundschaft verbindet ihn mit der 1948 in Bad Oldesloe geborenen und heute in Berlin lebenden Künstlerin, mit der er gemeinsam 2000 die Schau „Urlaub“ im Frankfurter Kunstverein ausrichtete. 2007 entschied er sich als Kurator des deutschen Pavillons bei der Biennale von Venedig für Isa Genzken als Repräsentantin im deutschen Pavillon.

Seit 2012 ist Schafhausen Direktor der Wiener Kunsthalle. In diesem Sommer widmet er Isa Genzken eine große Personale. Als „The only female fool“ bezeichnet sich die Künstlerin im selbst gewählten Ausstellungstitel. Anders als in der vom Museum of Modern Art veranstalteten Schau, die Genzkens Werk chronologisch vorstellte, konzentriert sich die Wiener Ausstellung auf nur einen Aspekt ihres Schaffens: Das Urbane, das Alltägliche, die bebaute Umwelt, die unseren Alltag prägt. Zu den frühesten Arbeiten, die in Wien zu sehen sind, zählen die „Ellipsoide“ und „Hyperbolos“ aus lackiertem Holz, die Genzken in den frühen 1970er Jahren anfertigte. Die perfekt konvergierenden Parallelen der farbigen Holzskulpturen ruhen nur an einem beziehungsweise zwei Punkten auf dem Boden und strukturieren den sie umgebenden Raum. Glatt geschliffen und glänzend lackiert, verfügen sie über eine außergewöhnliche Präsenz. Schwerpunkt und Auflagestelle geraten in ein Spannungsverhältnis, das von den geschwungenen Linien der Skulpturen aufgenommen wird.

Material und Maßstab bleiben für Isa Genzken entscheidende Größen. Für ihre ebenfalls in Wien präsentierten Werkserien „Strandhäuser“ von 2000, „Soziale Fassaden“ von 2002, „Stelen“ von 2002/03 und „New Buildings for Berlin“ von 2014 beklebte Genzken Modelle, Säulen und Bildobjekte mit Spiegelfolien, Plastikbahnen und Zeitungscollagen, orientierte sich an utopischen Raumkonzepten ebenso wie am Minimalismus amerikanischer Nachkriegskunst und arbeitete wiederholt mit dem Begriff der Reflexion. Die mehrheitlich spiegelnden Materialen der „Sozialen Fassaden“ beispielsweise suggerieren, dass man sich in ihnen sehen kann, verzerren jedoch das Bild. Ähnlich den Fassaden moderner Architekturen, die vom Innenraum aus einen Blick nach draußen erlauben, den Blick ins Innere jedoch verwehren, sind sie einladend und abweisend zugleich.

Den aus billigen Materialien gefertigten, gleichwohl ästhetischen Objekten steht die improvisierte, aus Planen, Sperrholz und bunten Plastikfolien zusammengebastelte Installation „Poverty“ gegenüber, für die Genzken Perücken unter schäbigen Wolldecken arrangiert und damit schlafende Obdachlose und das ganz andere Leben der Großstädte thematisiert. Die Künstlerin „scheint Städte intuitiv als Orte von Wundern zu begreifen, als Orte von Komplexität, Furcht und Hoffung“, schreibt Joshua Decter in der die Ausstellung begleitenden Publikation.

Ein besonderes Augenmerk der Ausstellung gilt Genzkens Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und der Bewunderung, die sie bestimmten künstlerischen Positionen entgegenbringt. Arbeiten von Dan Graham, Gordon Matta-Clark, Jasper Johns, Gerhard Richter, Lawrence Weiner und die gemeinsam mit Wolfgang Tillmans konzipierte Installation „Science Fiction/Hier und jetzt zufrieden sein“ sind dialogisch inszeniert, während ein gängiger Song von Michael Jackson durch die große Halle weht. In dieser Männerriege inszeniert sich Isa Genzken als eine unter der ganz Großen – und als: „The only female fool“.

Die Ausstellung „I’m Isa Genzken – The only female fool“ ist noch bis zum 7. September zu sehen. Die Kunsthalle Wien hat täglich von 10 bis 19 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro bzw. 2 Euro.

Kontakt:

Kunsthalle Wien

Museumsplatz 1

AT-1070 Wien

Telefon:+43 (01) 521 891 201

Telefax:+43 (01) 521 891 217

E-Mail: office@kunsthallewien.at



24.08.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jacqueline Rugo

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Veranstaltung vom:


28.05.2014, I’m Isa Genzken, The Only Female Fool

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Kunsthalle Wien

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Kaiserring für Isa Genzken

Bericht:


Kaiserring an Isa Genzken

Künstler:

Isa Genzken










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