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Am 28.01.2021 Auktion 73: Alte und Moderne Kunst. Illustrierte Bücher. Autographen

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Nautiluspokal / Franz von  Stuck

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Frontales Bildnis I.B. 1988 / Max Uhlig

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Holzvogel 1990 / Doris Ziegler

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Farbradierung \

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Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel

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Ohne Titel, 2015 / Heinz Mack

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Sommerauktion bei Jeschke und Van Vliet

Am Samstag kommen wieder Bücher, Fotografie, Kunst und Antiquitäten im Berliner Auktionshaus Jeschke und Van Vliet unter den Hammer. Neben dekorativer Druckgrafik, Autografen und Faksimiles bietet die Auktion auch Gemälde des 17. bis 19. Jahrhunderts sowie Arbeiten zeitgenössischer Künstler an. Die Preisspanne ist trotz reichhaltigem Angebot überschaubar. So bildet Anto Cartes Ölgemälde „Musiker“ aus dem Jahr 1920 das Glanzlicht der Versteigerung. Seine durchkonstruierte Personenkonstellation dreier Musiker mit Cello, Geige und Akkordeon, die in eine melancholisch-theatralischen Inszenierung gebunden sind, setzt das Auktionshaus bei einem für Carte zaghaften Preis von 9.000 Euro an.

Weit mutiger sind dagegen die 7.500 Euro für den „Ziegenhirten am Waldrand“ von Johann Beckmann. Das Ölgemälde des Hamburgers aus dem 19. Jahrhundert ist in gewohnt hoher Qualität gearbeitet. Die mächtigen Bäume geben den Blick auf ein in Sonne getauchtes Seeufer frei, von dem sich gerade eine Mutter mit ihrem Kind wegbewegt hin zu dem titelgebenden Hirten, der am Waldrand ein Plätzchen zur Rast aufgesucht hat. Bedauerlicherweise sind dem Gemälde jedoch teilweise spätere Übermalungen sowie Farbabplatzungen und Kratzspuren eigen, was seiner Makellosigkeit einiges abtut. Knalliger kommen da schon die „Pinien bei Faucon“ von Max Uhlig daher. Der 1937 in Dresden geborene Künstler ließ sich hier von der peitschenden Aufgewecktheit eines Jackson Pollock inspirieren und warf knallige Farbschraffuren aktionsreich auf die querformatige Leinwand. Im Anschluss ließ er tiefes Schwarz auf die bunte Explosion nieder. Das Pinselstrich-Chaos könnte 5.200 Euro einbringen.

Im Gegensatz dazu gestaltete der Niederländer Albert Carel Willink seine abstrakte Komposition zart und ruhig. Der mit Aquarell, Pastellkreide und Kohle bemalte Karton aus dem Jahr 1919 bildet das Hintergrundmotiv seines circa zeitgleich entstandenen Ölgemäldes „Zwei Freunde“. Ein zart verwischter Bogen ergibt das zentrale Motiv, hinterfangen von abstrakten Strukturen in Rot, Orange und Blau-Grau (Taxe 3.000 EUR). Giulio Paolinis Collagendrucke leben von ihrer Vielschichtigkeit. Das rätselhaft und geheimnisvoll anmutende Mappenwerk „Comtemplator Enim“ von 1991 enthält neben den sieben Offsetdrucken drei doppelseitige Textblätter in italienischer und englischer Sprache, formuliert vom Künstler selbst (Taxe 2.400 EUR). Gut vertreten ist mit acht Arbeiten wieder Carl Christoph Hartig, darunter das Gemälde „Mein Bruder Gottfried“ im Pelzbesetzten Mantel von 1914 (Taxe 1.000 EUR) oder die symbolistische Studie „Tanzende Elfen gegen die Abendsonne“ von 1908 (Taxe 650 EUR). Aus der Sammlung mit Grafik und Künstlerbüchern von Thomas Günther ragt die Gemeinschaftsarbeit „Rhapsodie in Midtown“ von Durs Grünbein und Ralf Kerbach von 2009 bei 2.000 Euro heraus.

Die Auktion „Wertvolle Bücher, Photographie, Kunst und Antiquitäten“ findet am 12. Juli um 14 Uhr in den neuen Räumlichkeiten von Jeschke und Van Vliet in Berlin statt. Die Vorbesichtigung ist noch bis 11. Juli von 11 bis 19 Uhr oder nach Vereinbarung möglich. Der Internet-Katalog listet die Objekte unter www.jvv-berlin.de.

Jeschke und Van Vliet
Lehrter Straße 57
D-10557 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 22 66 77 00
Telefax: +49 (0)30 – 22 66 77 01 99


Infos: www.jvv-berlin.de

Quelle: Kunstmarkt.com/Claudia Rauth

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