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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Scherben bringen Glück. Das Sprichwort gilt wohl überall außer in der Glasstadt Zwiesel, wo am Wochenende die Glasauktion des Heilbronner Auktionshauses Jürgen Fischer stattfindet. Zu ersteigern gibt es dort rund 680 Preziosen aller Art, außerdem warten die Veranstalter mit einem Wettbewerb internationaler Glaskünstler auf

Eine gläserne Reise vom Orient bis Murano



Deckelpokal mit dem Wappen Friedrich Wilhelms von Westphalen, Lauenstein, wohl 1763

Deckelpokal mit dem Wappen Friedrich Wilhelms von Westphalen, Lauenstein, wohl 1763

Jedes Jahr finden im Auktionshaus Jürgen Fischer drei Versteigerungen von europäischem Glas und Studioglas statt, davon eine in der im Bayerischen Wald gelegenen und für ihre traditionelle Glasbläserkunst bekannten Stadt Zwiesel. Seit dem 15. Jahrhundert ist die Region fest verbunden mit der Glasproduktion, die ihr ein hohes Ansehen einbrachte. Regelmäßig finden dort Messen und Glasausstellungen statt, die „1. Deutsche Glasstraße“ führt dort hindurch, und es gibt sogar eine Glaskönigin. Daher hat sich das Heilbronner Familienunternehmen für seine insgesamt 231. Auktion wiederum den Ort Zwiesel gewählt.


Den Anfang macht ein Wettbewerb anlässlich der 25. Auktion in Zwiesel mit 25 internationalen Glaskünstlern. Die ausgefallenen Stücke zeigen eine vielfältige Palette der aktuellen Glaskunst mit einem Wert von jeweils 600 Euro. Sie sind während der Vorbesichtigung ausgestellt und können von allen Besuchern bewertet werden. Die drei Objekte mit den meisten Stimmen werden zu Beginn der Auktion prämiert und unter allen Teilnehmern der Abstimmung verlost. Die anderen 22 Kunstobjekte werden im Rahmen der Auktion versteigert. Diese bietet dem passionierten Sammler ein breites Spektrum vom alten Formglas über Glas des Jugendstil und Art Déco bis hin zum modernen Studioglas bedeutender Künstler.

Die ältesten Glasfunde der Geschichte stammen aus Mesopotamien, und auch die Ägypter verarbeiteten Glas seit etwa 1450 v. Chr. zu Gefäßen. Die ältesten Stücke dieser Auktion sind grünstichige Hohlgläser aus dem vorderen Orient, datiert auf das 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr. Das Konvolut aus sechs bei Ausgrabungen gefundenen Fläschchen liegt bei 250 bis 350 Euro. Rund 100 Jahre jünger wird ein rheinischer Faltenbecher geschätzt. Er wirkt mit seinen kreuzförmigen Rippen und dem gestauchten Stand wie ein Trinkgefäß der Futuristen, ist jedoch ein Bodenfund aus dem 3. oder 4. Jahrhundert (Taxe 800 bis 900 EUR). Das Auktionshaus zählt diese Exponate zu den sogenannten Formgläsern, hüttenfertigem Glas, das unmittelbar am Ofen vollendet und nicht durch Schliff oder Malerei dekoriert oder nachbehandelt wurde. Einzig das Können des Glasbläsers entschied über Qualität und Gelingen.

Aus dem deutschen Mittelalter stammt ein blaugrüner, längsoptisch geblasener Kuttrolf für 1.500 bis 1.800 Euro. Diese Art von Scherzglas ist eine mit einer unüblichen Saug-Blas-Technik hergestellte Flasche, deren Besonderheit darin liegt, dass sie einen zwiebelförmigen Bauch, einen aus zwei Röhren bestehenden geraden Hals und dazu eine schalenförmige Ausgussöffnung besitzt, was das Trinken oder Ausschenken absichtlich erschwert. Die erste Erwähnung des Kuttrolfs in Deutschland ist 1220 im Epos „Willehalm“ Wolfram von Eschenbachs belegt. Besonders ist auch ein olivgrüner Krautstrunk, ein Glasbecher des 15. Jahrhunderts mit hochgestochenem Boden und zwei Reihen mit je sechs aufgeschmolzenen Nuppen auf der leicht gebauchten Wandung. Er war ein alltägliches Gebrauchstrinkgefäß im Mittelalter, eine frühe Form des Waldglases und damit ein Vorläufer des Römers, dessen Herstellung in Deutschland und in den Niederlanden verbreitet war (Taxe 1.500 bis 1.800 EUR). Ein seltenes Formglasexemplar ist die Tazza für 1.500 bis 2.000 Euro aus hellolivfarbenem Glas à la Façon de Venise, ein Renaissance-Glas im venezianischen Stil, das im 16. und 17. Jahrhundert in Spanien produziert wurde.

Es folgt die Sektion des barocken Schnittglases, welches sich in Deutschland Ende des 17. Jahrhunderts entwickelte und bei dem kunstvolle Motive und individuelle Bildszenen in das Glas geritzt wurden. Auf der zylindrischen Wandung eines graustichigen Passglases mit breitem Fuß für 2.500 bis 3.500 Euro sind sechs umlaufende, gekerbte Passfäden mit Rankenwerk aus gefiederten Blättern aufgelegt. Ein fränkischer Hohlbalusterpokal um 1700 mit hohem Schaft hat auf der leicht geweiteten Kuppa das Spiegelmonogramm „JVSV“ eingeschnitten, umrandet von in Rosen endenden Palmwedeln und bekrönt von einem gekreuzten Palm- und Lorbeerzweig (Taxe 1.500 bis 1.800 EUR). Auf der Wandung einer Kugelbauchflasche aus Nürnberg um 1710 sind in zwei floralen Kartuschen zwei Szenen aus dem Leben Amors abgebildet, seitlich jeweils Vogeldarstellungen und Blumenvasen mit Rankwerk. Selbst der schlanke Röhrenhals ist übersät mit spiralartig geschnittenen Lorbeerzweigen (Taxe 2.000 bis 2.500 EUR). Ein Becher aus Nordböhmen von 1835 mit einer Bodenunterseite aus strahlenförmigem Kerbschliff zeigt vier hochgeschliffene Ovalmedaillons mit den Allegorien für Liebe, Glück, Freude und Zeit (Taxe 1.200 bis 1.500 EUR).

Prachtvoll und gut erhalten präsentieren sich die Highlights dieser Sektion. Ein großer Deckelpokal mit den Allegorien der vier um 1730 bekannten Kontinente aus der Glashütte zu Altmünden, der Hofglashütte der Landgrafen zu Hessen-Kassel, mit floralem Schnitt von Johann Franz Trümper gehört dazu, ebenso ein Pokal mit Meeresgöttern in feinem Tiefschnitt aus Potsdam um 1730 (Taxe je 2.000 bis 2.500 EUR) und der reich verzierte, sächsische Wappenpokal wohl von dem Glasschneider Anton Wilhelm Mäuerl für 3.000 bis 4.000 Euro mit dem Spiegelmonogramm „CDVB“, der Miniaturlandschaften mit Reiterkämpfen und Jagddarstellungen trägt. Angeboten wird auch der wabenfacettierte Lauensteiner Deckelpokal mit vergoldetem Lippen- und Deckelrand des Hildesheimer und Paderborner Fürstbischofs Friedrich Wilhelm von Westphalen mit seinem Wappen (Taxe 3.500 bis 4.500 EUR). Ein farbloser, flächenfüllend mit Schäl-, Walzen- und Kerbschliff verzierter Deckelpokal aus Nordböhmen mit einer Löwenjagdszene dürfte für 3.000 bis 3.500 Euro das Sammlerherz erfreuen. Die Sektion schließt mit einer Henkelkaraffe von 1890 in schon jugendstiligem Hoch- und Tiefschnitt samt Blumen, Schmetterlingen und Silbermontierung am zylindrischen Hals. Das viktorianische „Rock Crystal“-Glas stammt wohl aus der englischen Glasmanufaktur Stevens and Williams, die seit 1776 im mittelenglischen Stourbridge ansässig war (Taxe 1.400 bis 1.800 EUR).

Milchglas ist eine Glasart, die lichtdurchlässig, aber undurchsichtig ist. Dadurch wirkt das opake Glas weiß und trübe. Ein wunderbares Beispiel stellt die Prunkschale aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dar, die für 1.800 bis 2.200 Euro angeboten wird. Die aus Böhmen oder Frankreich stammende Schale besteht aus hellblau eingefärbtem Milchglas mit polychrom gemalten Vogeldarstellungen mit Goldkontur auf einer vergoldeten Metallmontierung mit zwei seitlichen Reliefhenkeln auf vier Löwenfüßen in der Art chinesischer Torwächter.

Ein Lithyalinbecher aus den Buquoyschen Glashütten in Silberberg mit Veredelungen des Glasmalers Friedrich Egermann um 1830 wird auf 1.500 bis 1.700 Euro geschätzt. Es handelt sich um ein achtfach facettiertes, blaugrünes Glas mit senfgelb gebeizter Wandung, Blumen- und Golddekor. Ebenfalls von Egermann, der zu den wichtigsten Persönlichkeiten der böhmischen Glasindustrie zählt, stammt ein kleiner Becher aus farblosem Glas mit acht bernsteinfarben lasierten, hochgeschliffenen Knopfmedaillons und Weinranken (Taxe 1.500 bis 1.600 EUR). Die Gräflich Harrachsche Glasfabrik im böhmischen Neuwelt legte um 1840 ein goldrubin unterfangenes Postament mit Walzen-, Schäl- und Kerbschliffverzierung und einer Christusdarstellung im Pastenbildnis auf (Taxe 1.200 bis 1.400 EUR). Ein besonders überbordendes Exemplar der Sektion Farbglas aus Nordböhmen ist eine Zuckerdose aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auf einem vergoldeten, reliefierten Metallsockel mit Muschelwerk, Perlgehängen, Akanthusblättern und Rollwerk erhebt sich kobaltblau überfangenes Glas mit Rillen und Schleifen (Taxe 1.200 bis 1.500 EUR). Ein Pokal von Franz Anton Pelikan aus bernsteinfarben gebeiztem Glas von 1835 sticht mit dem umlaufenden, fein geschnittenen Dekor einer Treibjagd zu Pferde mit vierzehn Jagdhunden heraus (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR). Dieses Thema behandelt zudem ein hoher kobaltblauer Fußbecher, den wohl Franz Paul Zach umlaufend im sogenannten Lithophanie-Schnitt bearbeitet hat (Taxe 2.000 bis 2.500 EUR).

Die Industrialisierung der Glaserzeugung setzte schrittweise im 19. Jahrhundert ein, zunächst nur durch die Automatisierung einzelner Verfahrensabschnitte. Das Glas des Historismus konnte so schneller und in größerer Stückzahl produziert werden. Zugleich versuchte man, alte Gestaltungsmuster und Formen nachzuahmen. Besonders ins Auge sticht aus dieser Zeit ein großer Ringhumpen aus antikisierend grünem Glas. Auf der gebauchten Wandung sind 40 Ösennuppen mit eingehängten kordelartigen Metallringen angebracht, auf dem gewölbten Deckel mit türmchenförmigem Hohlknauf zusätzlich acht Nuppen mit eingehängten Ringen. Auf dem Boden ist das Firmensignet der Rheinischen Glashütten-Actien-Gesellschaft Köln-Ehrenfeld zu finden (Taxe 900 bis 1.000 EUR).

Reich bestückt ist die Auktion mit Artefakten des Jugendstil und des Art Déco. Beiden Stilrichtungen ist das Streben nach der Eleganz der Form, der Kostbarkeit der Materialien und der Kraft der Farben gemein. Von Emile Gallé präsentiert Fischer zum Beispiel eine große Vase aus opalweiß und leuchtend grün überfangenem Glas mit einem geätzten und mit polychromen Reliefemail ausgeführten Frauenschuhdekor von 1900 (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR) oder eine Stangenvase aus grünem Glas mit eisenroten Einsprenkelungen, zwei plastisch aufgeschmolzenen Nuppen und Blüten sowie Blättern des Bienen-Ragwurz von 1895/96 (Taxe 2.700 bis 3.000 EUR). Eine Vase mit rubinroter Bandeinschmelzung und blasslila Enziandekor der Verrerie d’Art de Lorraine von Burgun, Schverer & Co aus dem Jahr 1895 ist für 2.500 bis 3.000 Euro zu erwerben.

Von den Daum Frères, die ab 1891 in Nancy begannen, Kunstgläser nach dem Vorbild Gallés herzustellen, hält der Katalog einige hochwertig verzierte Stücke bereit. Ein Beispiel dafür ist eine im Inneren partiell violett unterfangene Vase mit umlaufend geätztem und in Poliergold bemaltem Mohn- und Schmetterlingsdekor von 1895 (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR). Erst später entwickelte Antonin Daum eigene technische Verfahren und konnte mit ihrer Hilfe ganze Landschaftsbilder aus buntem Glaspulver zwischen den Überfangschichten eines Glases festhalten. Von besonderem Reiz ist eine Vase mit orange- und rosafarbenen Pulvereinschmelzungen mit geätztem Mohnblüten-, Knospen- und Blattwerkdekor von 1906 (Taxe 2.000 bis 2.500 EUR) sowie eine Tischlampe mit geschwungener, vergoldeter Metallmontierung aus farblosem Glas mit fleckiger Pulvereinschmelzung in Violett und Gelb mit reliefiertem Dahliendekor von 1914 (Taxe 1.400 bis 1.600 EUR).

Unter den zahlreichen Stücken der Firma Lötz Witwe aus Klostermühle ist eine Bodenvase von 1903 aus hellgrünem Glas zu nennen, das von oben nach unten verlaufend rotbraun unterfangen und rippenoptisch geblasen ist. Gefasst ist sie mit einer zweihenkligen, unten konisch verbreiterten Messingmontierung mit je zwei blattförmigen, den Öffnungsrand umschließenden Enden (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR). Ebenfalls im Angebot sind die grüne Vase „Creta Phänomen“ mit silbergelben Tupfenreihen und Herzbordüre, die 1900 von Franz Hofstötter für die Pariser Weltausstellung entworfen wurde (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR), und eine dunkelviolett irisierte Henkelvase von 1901, die wegen ihres ungewöhnlichen Kontrast mit den silbergelben Auflagen für ein zu Experimentierzwecken erzeugtes Einzelstück oder einen Prototyp gehalten wird (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR). Hans Bolek erdachte sich 1916 für Lötz Witwe eine Vase aus farblosem Glas mit milchig weißem Opalumfang im Inneren und schwarzem Dekor aus stilisierten tränenden Herzen (Taxe 2.500 bis 2.800 EUR).

Vertreter der Stängelgläser sind zum Beispiel ein Weinglas mit grünem Fuß und einer mit Poliergold gerahmten Kuppa mit eingeschmolzenen, violetten Auflagen nach einem Entwurf von Koloman Moser um 1900 (Taxe 400 bis 500 EUR), ein Exemplar von Meyr’s Neffe aus Adolf bei Winterberg mit partiell gelb gebeiztem Glas und sechsfach facettiertem Schaft (Taxe 600 bis 800 EUR) oder eine anmutige Sektschale mit schlankem Schaft und einer flachen Kuppa samt goldkonturierter Transparentemailbemalung in Form einer stilisierten, leuchtend orangefarbenen Blüte von Fritz Heckert (Taxe 300 bis 350 EUR). Moderner mutet da Peter Behrens mit seinem kräftigen geformten Weinglas aus rotem Schaft und farbloser, weit geöffneter Kuppa von 1900/01 an (Taxe 300 bis 400 EUR).

Die Schwerpunkte beim Glas nach 1930 und der zeitgenössischen Studioglasbewegung liegen bei Murano, aber auch tschechische und deutsche Künstler sind vertreten wie das Künstlerpaar Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtová. Von Letzteren stammt ein Glasobjekt, das gegen die ausschließliche Funktionalität von Gegenständen den reinen Dekorationscharakter setzt. „Der Kuss (Kopf mit zwei Gesichtern)“ ist aus rotbraunem Glas gefertigt, das sie zwischen 1958 und 1960 formgeschmolzen, geschliffen und poliert haben, bis daraus ein polygonales Meisterwerk wurde. Mit der richtigen Beleuchtung lässt es von Innen heraus zwei sich küssende Gesichter entgegenstrahlen. Die Schätzung von 3.000 bis 3.500 Euro ist recht günstig; denn Fischer hat andere Exemplare dieser Glasskulptur schon zwischen 9.000 und 24.000 Euro verkauft. Libenskys und Brychtovás „Space II“ ist mit taxierten 11.000 bis 13.000 Euro das teuerste Los der Auktion. Der 1992 geschaffene Kubus mit quadratischer Öffnung ist aus rauchgrauem Glas geformt und geschmolzen, geschliffen, poliert und säuremattiert. Sein rotviolettes Pendant kam bei Fischer 2008 schon einmal auf 23.000 Euro. Von Libensky allein stammt eine Vase aus dem Jahr 1948, auf der er in Konturenzeichnung mit transparenten Emailfarben einige Figuren, darunter einen Reiter, gemalt hat (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR).

Für Venini in Murano entwarf Fulvio Bianconi 1950 die konisch geformte Vase „Pezzato“, hier angeboten in der Farbvariante „Asia“ aus hellvioletten, aquamarinfarbenen und dunkelgrauen Feldern für 3.000 bis 4.000 Euro. Das Paar Lampenfüße „Parabolico“ von Ercole Barovier mit eingeschmolzenen Linien- und Bandglasstäben in Violett, Weißopal und Raugrau brachten Barovier & Toso 1957 auf den Markt (Taxe 4.000 bis 4.500 EUR). 1962 folgte bei Arte Vetreria Muranese die kürbisförmige Vase „Transennati“ von Anzolo Fuga mit aufgeschmolzenen gelben Bändern und blauen Murrinen für 5.500 bis 7.000 Euro. Wie eine expressionistische Blumenwiese wirkt die Vase „Kiku“ der Fratelli Toso von 1960. Aus langen, farbigen Glasstangen werden Scheiben geschnitten. Im Querschnitt offenbaren diese sogenannten Murrine ein kunstvolles Muster aus verschiedenfarbigem Glas, das hier auf den farblosen Unterbau eingeschmolzen wurde und den Blütenteppich aus Grün, Gelb und Rosé bildet (Taxe 3.300 bis 3.800 EUR).

Die Auktion beginnt am 28. Juni um 10 Uhr in den Kunsträumen am Zwieseler Rathaus. Die Besichtigung ist am Mittwoch von 15 bis 17 Uhr sowie Donnerstag und Freitag von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr möglich. Der Katalog listet die Objekte unter www.auctions-fischer.de.

Kontakt:

Kunstauktionshaus Dr. Jürgen Fischer

Trappensee-Schlösschen

DE-74074 Heilbronn

Telefax:+49 (07131) 15 55 720

Telefon:+49 (07131) 15 55 70

E-Mail: info@auctions-fischer.de



27.06.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Viviane Bogumil

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28.06.2014, 25. Glasauktion in Zwiesel

Bei:


Heilbronner Kunst- und Auktionshaus Dr. Jürgen Fischer

Bericht:


Jagd auf die Treibjagd

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Maigelein, Deutschland, 15. Jahrhundert
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Tischlampe mit Dahlie, Daum Frères, um 1914
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Emile Gallé, Stangenvase mit Bienen-Ragwurz, 1895/96
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Ringhumpen, Rheinische Glashütten-Actien-Gesellschaft, Köln-Ehrenfeld, 1886

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Taxe: 900 - 1.000 EURO

Losnummer: 337

 Glashütte Potsdam, Trichterpokal mit Amor, Daphne und Apollon, Potsdam, um 1690

Glashütte Potsdam, Trichterpokal mit Amor, Daphne und Apollon, Potsdam, um 1690

Taxe: 1.400 - 1.800 EURO

Losnummer: 114

Prunkschale mit Metallmontierung, Böhmen oder Frankreich, 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts

Prunkschale mit Metallmontierung, Böhmen oder Frankreich, 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts

Taxe: 1.800 - 2.200 EURO

Zuschlag: 2.200,- EURO

Losnummer: 183

Henkelkaraffe, wohl Stevens and Williams, um 1890

Henkelkaraffe, wohl Stevens and Williams, um 1890

Taxe: 1.400 - 1.800 EURO

Zuschlag: 1.900,- EURO

Losnummer: 171

Zuckerdose mit Metallmontierung, Neuwelt oder Schreiberhau, 19. Jahrhundert

Zuckerdose mit Metallmontierung, Neuwelt oder Schreiberhau, 19. Jahrhundert

Taxe: 1.200 - 1.500 EURO

Losnummer: 230

 Glashütte Fritz Heckert, Likörglas, Fritz Heckert, Petersdorf um 1900

Glashütte Fritz Heckert, Likörglas, Fritz Heckert, Petersdorf um 1900

Taxe: 250 - 300 EURO

Losnummer: 597

Emile Gallé, Stangenvase mit Bienen-Ragwurz, 1895/96

Emile Gallé, Stangenvase mit Bienen-Ragwurz, 1895/96

Taxe: 2.700 - 3.000 EURO

Zuschlag: 4.500,- EURO

Losnummer: 340

Friedrich Egermann, Becher mit Gauklern und Insekten, um 1840

Friedrich Egermann, Becher mit Gauklern und Insekten, um 1840

Taxe: 1.000 - 1.200 EURO

Zuschlag: 950,- EURO

Losnummer: 200

Emile Gallé, Vase mit Frauenschuh, 1900

Emile Gallé, Vase mit Frauenschuh, 1900

Taxe: 3.000 - 3.500 EURO

Zuschlag: 5.500,- EURO

Losnummer: 339

Vase mit Paradiesvögeln, Gräflich Harrachsche Glasfabrik, Neuwelt um 1890

Vase mit Paradiesvögeln, Gräflich Harrachsche Glasfabrik, Neuwelt um 1890

Taxe: 600 - 750 EURO

Zuschlag: 550,- EURO

Losnummer: 338

Väschen, Daum Frères, um 1896

Väschen, Daum Frères, um 1896

Taxe: 1.200 - 1.500 EURO

Losnummer: 369

Koloman Moser, Weinglas, um 1900

Koloman Moser, Weinglas, um 1900

Taxe: 400 - 500 EURO

Zuschlag: 350,- EURO

Losnummer: 552




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