Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 29.06.2019 Auktion 273 '30. Glasauktion in Zwiesel'

© Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

Anzeige

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Ketterer wartet in München mit einem umfangreichen Programm an moderner und zeitgenössischer Kunst auf, konnte zudem noch eine Privatsammlung an Land zeihen und tut sich mit junger Kunst hervor

Abstrakt in allen Facetten



Wassily Kandinsky, Gewebe, 1923

Wassily Kandinsky, Gewebe, 1923

Diese Arbeitsleistung war wieder einmal gewaltig: Sechs mächtige Katalogbände hat das Münchner Auktionshaus Ketterer für seine kommende Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst vorgelegt und darin mehr als siebenhundert Einzelwerke oder Ensembles erfasst. Aufgeteilt sind sie in je zwei Abteilungen klassischer Moderne und „Nach 1945“ sowie einer Sitzung mit ganz junger Kunst und einer weiteren mit Einlieferungen aus einer geschlossenen Privatsammlung. Gut verteilt sind auch die Hauptstücke dieser millionenschweren Kunstbörse. Bei den Älteren etwa findet sich Wassily Kandinskys Tuschfederaquarell geometrischer Farbflächen in einem „Gewebe“ von 1923 mit 200.000 bis 300.000 Euro recht weit oben, während bei den Jüngeren Günther Ueckers genagelte „Hommage à Fontana I“ von 1962, die wie eine zarte Mondlandschaft wirkt, etwa in demselben Schätzpreisrahmen hängt.


Die klassische Moderne

Bei den Klassikern des früheren 20. Jahrhunderts stehen am 6. Juni wie gewohnt vor allem deutsche Expressionisten im Mittelpunkt. Gabriele Münter, stets einer der wichtigsten Stammgäste in der Joseph-Wild-Straße, ist auch diesmal wieder mit zwei kostbaren Leinwänden vertreten: der 1910 datierten abendlichen „Berglandschaft mit Haus“ mit großen, scharf in Schwarz konturierten Farbflächen (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR) und einer helleren und damit freundlicheren „Landschaft mit gelbem Haus“ und seitlich stehendem Radler von 1916 (Taxe 180.000 bis 240.000 EUR). Ebenfalls dem Münchner Kreis lässt sich August Mackes „Frühlingslandschaft in Tegernsee“ von 1910 zuordnen. Die locker gruppierten Häuser im Vordergrund, der von rechts wie ein Ornament ins Bild sich drängende Baum und das langsame Verblauen der fernen Berge mit einigen bunten Farbeinsprengseln erwecken beim Betrachter ebenfalls das Gefühl von Heiterkeit und Unbeschwertheit (Taxe 180.000 bis 250.000 EUR).

Diesen Meisterwerken stehen die Arbeiten der Dresdner Expressionisten nicht nach – im Gegenteil: Mit einer doppelseitig bemalten Leinwand Hermann Max Pechsteins hat Ketterer hier sogar ein besonderes Schmankerl zu bieten. Vorne hat der „Brücke“-Künstler einige Boote am Dangaster Priel abkonterfeit, die Rückseite ist mit Kühen in einer weiten Flusslandschaf bemalt. Stilistisch sind beide Bilder sehr ähnlich und datieren in das Jahr 1910 (Taxe 600.000 bis 800.000 EUR). Rund acht Jahre später, gegen Ende des Ersten Weltkriegs, schuf Pechstein das Damenbildnis „Die chinesische Jacke“. Bei dem leicht melancholisch blickenden Modell handelt es sich um seine erste Frau Charlotte Kaprolat. Der Berliner Bankier und Kunstsammler Carl Steinbart war der erste Besitzer des farbenprächtigen Ölbildes (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR). Gedämpfter ist die Palette bei Otto Muellers „Selbstbildnis mit Rückenakt“, und auch die Stimmung verharrt in einer gewissen dumpfen Schwermut. Die unbekleidete Dame ist wohl Elfriede Timm, Muellers dritte Ehefrau (Taxe 300.000 bis 400.000 EUR). In Emil Noldes Aquarell „Bauernhof unter Gewitterwolken“ um 1935 ist der Himmel nicht grau, sondern dramatisch rot-violett (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR).

Als Druckgrafiker betätigte sich Ernst Ludwig Kirchner 1907 in Form seines leicht rötlich getönten Holzschnitts „Maler und Modell – Dichter und Weib“. Hinter dem männlichen Protagonisten verbirgt sich vermutlich ein Freund aus Jugendtagen namens Hans Frisch (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Als Ikonen der expressionistischen Grafik können zudem Erich Heckels kantiger Farbholzschnitt „Männerbildnis“ von 1919 im seltenen zweiten Zustand (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR) und Max Beckmanns Kaltnadelradierung „Selbstbildnis mit steifem Hut“ und fragender Miene von 1921 gelten (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Auch zwei Frauen mischen im Hauptkatalog zur Klassischen Moderne mit: Dorothea Maetzel-Johannsen mit ihrer expressionistischen Natursehnsucht „Junge Frau mit Katze“ um 1919 (Taxe 14.000 bis 18.000 EUR) und Dörte Clara Wolff, die sich Dodo nannte, mit der charakteristischen Gouache „Ein leidenschaftlicher Jüngling“ aus dem Berliner Gesellschaftsleben der 1920er Jahre (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR). Ein noch stärkeres sozialkritisches Anliegen formuliert Otto Dix 1922 in seiner aquarellierten Zeichnung „Hamburger Kneipe“, in der es bei den unteren Gesellschaftsschichten sexuell schon mal zur Sache geht (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR).

Für den Impressionismus ist Max Slevogt mit einem gewichtigen Werk dabei: Sein rasch mit kraftvollen Pinselstrichen festgehaltener Blick in den „Kreuzgang des Augustinerklosters in Landau II“ mit den Efeuranken um die gotischen Maßwerkfenster von 1912 aus einer baden-württembergischen Privatsammlung soll 90.000 bis 120.000 Euro kosten. Ihn unterstützen Max Liebermann mit dem monochrom braunen Selbstbildnis im Anzug vor der Staffelei von 1923 (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR) und Leo Putz mit dem Kinderdoppelportrait „Lisl und Buberl“ von 1920 in häuslicher Geborgenheit (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Auf der Schwelle zur frühen Moderne steht Wladimir Bechtejeffs „Stiergefecht“. Die Auflösung der Formen in einem pointillistischen Meer aus Farben ist hier schon sehr weit gediehen (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Das Bauhaus vertritt Oskar Schlemmers weiblicher „Kopf nach links“ aus dem Jahr 1928, für den Künstler unverwechselbar durch die stilisierten, gerundeten Formen, die den Mensch hier fast zur Puppe werden lässt (Taxe 150.000 bis 250.000 EUR).

In die Nachkriegszeit vermitteln vor allem Alterswerke bedeutender Franzosen wie Marc Chagalls freudvolle Mischtechnik „Le Peintre dans son atelier“ von 1976 für 100.000 bis 150.000 Euro. Kaum mehr als ein Dutzend Tuschpinselstriche benötigte 1950 Henri Matisse für die Modellierung eines „Tête de jeune fille“. Dennoch soll das halbmeterhohe Blatt stolze 280.000 bis 340.000 Euro kosten. Die Farbradierung „Framboisier à Fruit rouge“, ein Blatt aus Poiteaus „Pomologie françias“ von 1846, hat Salvador Dalí 1969 mit Aquarell und Gouache in ein fantastisches Mischwesen aus Pflanze und Mensch verwandelt (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Als Surrealistin ist zudem die in Buenos Aires geborene und in Paris lebende Leonor Fini zugegen, die auch in ihrem Zweipersonenstück „Jeu de Dames – Pari de Zobeïde“ von 1975 subtil einen Dialog zwischen Dominanz und Unterwerfung entwickelt (Taxe 70.000 bis 90.000 EUR).

Die Kunst nach 1945

Vor allem Sammler abstrakter Kunst können sich auf die Abteilung der Kunst nach 1945 freuen. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben und Formen: informell mit Emil Schumachers schrundiger „Boléra“ in Erdfarbenen von 1957 (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR) oder Fred Thielers großem, auf Samt collagiertem und gemaltem Triptychon in Blau-Rot von 1964 (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR), poetisch mit Willi Baumeisters schwarz dominiertem und doch nicht depressiv wirkendem „Mo“ von 1954 (Taxe 300.000 bis 400.000 EUR), fantastisch mit Friedensreich Hundertwassers kreisenden Farbkringeln unter dem Titel „Das Ding das sich zwischen dem Winter und dem Abend befindet“ von 1957 (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR) oder konkret mit Imi Knoebels „Grace Kelly V-2“ von 1990 für 40.000 bis 60.000 Euro. Lucio Fontana reichte eine dunkelgraue Leinwand mit zwei scheinbar unmotiviert hineingeschlitzten Schnitten für eine künstlerische Aussage. 500.000 bis 600.000 Euro müssen es allerdings in der heutigen Bezahlung für dieses 1959 entstandene „Concetto Spaziala, Attese“ sein.

Große Augen blicken den Betrachter aus Ernst Wilhelm Nays „Irisch Blau“ von 1964 an, doch figürliche Formen mag man damit ebenfalls nicht verbinden (Taxe 250.000 bis 350.000 EUR). Auch der Engländer Frank Auerbach, der doch immer als Neoexpressionist gilt und vor allem für seine pastos aufgetragenen Stadtlandschaften berühmt ist, beteiligt sich an diesem abstrakten Reigen. Denn wo sich „J.Y.M. in the Studio II“ verbirgt, bleibt angesichts der dicken Farbmasse auf der 1963/64 bemalten Leinwand wohl sein Geheimnis (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR). Nach Amerika weitet sich der Blick mit Sam Francis’ lyrischen Farbausblühungen „Composition SFF 1699“ aus seinem Todesjahr 1994 (Taxe 45.000 bis 65.000 EUR). Ja sogar die Bildhauerei, die ja eigentlich immer etwas figuraler daherkommt als die Malerei, schickt mit Otto Herbert Hajek und seiner bronzenen „Raumschichtung 113“ von 1959 einen großen Repräsentanten der Abstraktion in die Auktion (Taxe 70.000 bis 90.000 EUR). Zylinderförmige Hölzer tummeln sich auf Sérgio de Camargos weiß gefasstem hochformatigem „Relief n° 329“ aus dem Jahr 1970 (Taxe 140.000 bis 180.000 EUR), und Bernar Venet hat 1999 in Eisen vier Kreissegmente zu einem „224,5° Arc x 4“ zusammengestellt (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR).

Natürlich ist auch ZERO wieder mit von der Partie, etwa in Form von Heinz Macks großem, Licht reflektierendem Aluminiumnetz „Erzengel Michael und Gabriel“ von 1972 für 150.000 bis 200.000 Euro. Welcher der unter Zuhilfenahme von Feuer gestalteten Leinwänden Otto Pienes, die meist mit suggestiven Farbpunkten auf monochromem Grund versehen sind, man den Vorzug geben sollte, lässt sich jedenfalls an den Schätzpreisen nicht unmittelbar ablesen, denn die bemessen sich nur nach der Größe zwischen 20.000 und 60.000 Euro. Als frühre Verpackung hat Christo 1973 in seiner Assemblage „Package on sawhorses“ den Gegenstand einfach verschwinden lassen (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Roman Opalka macht in seinen unendlichen Zahlenreihen die Zeit und damit die Vergänglichkeit des Lebens deutlich. Der in Tusche geschriebene Ausschnitt von 4045225 bis 4047928 aus dem Jahr 1965 verlangt 38.000 bis 45.000 Euro.

Ein bisschen Gegenständliches gibt es aber natürlich auch. Allen Jones etwa sorgt für eine peppige Note mit seiner Frauenfigur unter dem Titel „Bra-la-la!“, der er 1974 drei echte Büstenhalter, ein Negligé und eine Plastikfolie an den Kopf hängte (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR). Die Pop Art ist ohnehin gut im grafischen Sektor aufgestellt, darunter mit Andy Warhols früher Offsetlithografie einer quadratischen „Liz“ von 1964 (Taxe 38.000 bis 42.000 EUR) oder Tom Wesselmanns wesenloser Aktdarstellung „Reclining Nude # 23 (Variable Edition)“ von 1989 (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR). Konrad Klaphecks „Party“ von 1991 sieht aus wie eine nicht funktionierende Maschine. Was Bildmotiv und -titel hier miteinander zu tun haben, darf der Betrachter selbst zu ergründen versuchen (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Für sein Buchobjekt „Ragnarök“ von 1989, das sich auf den Weltuntergang in der nordischen Sagenwelt bezieht, hat Anselm Kiefer 26 Fotografien meist abstrakt übermalt (Taxe 125.000 bis 175.000 EUR). Für die figürliche Bildhauerei stehen Stephan Balkenhols grob geschnitzte und farbig gefasste Holzskulptur „Frau mit weißem Kleid“ wohl aus den 1990er Jahren (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR) oder Joana Vasconcelos’ Keramikstierkopf „Ténorio“, den sie 2009 mit rotem Faden dekorativ umhäckelt hat (Taxe 38.000 bis 42.000 EUR).

Die Jüngsten

Damit wären wir schon beim nächsten Katalog angekommen. Denn auch in der Zusammenstellung mit junger Kunst, mit der sich Ketterer in der deutschen Frühjahrsaison besonders hervortut, hat Joana Vasconcelos ihren Auftritt, diesmal mit einer Schlange von 2013, die von einer biederen rosefarbenen Häkelarbeit umhüllt ist und dadurch aus ihrem ursprünglich bedrohlichen Kontext geholt wird (Taxe 24.000 bis 28.000 EUR). Doch ausschließlich die Gegenwart verkörpern die in der „Zeitgenössischen Kunst“ versammelten Künstler auch wieder nicht. Einige sind sogar schon tot, wie Steven Parrino, von dem eine grausilbern gestrichene Leinwand mit halbkreisförmigem Einschnitt links aus dem Jahr 1990 bereithängt, oder Jack Goldstein, dessen unbetiteltes Hochformat von 1988 wie die unscharfe Fotografie einer Brandstätte aussieht (Taxen je 50.000 bis 70.000 EUR).

Zu beobachten ist bei den Jüngeren eine neue Hinwendung zur Gegenständlichkeit. Dafür stehen Dirk Skrebers zwei Fertighäuser ohne Titel von 1994, in denen gleich etwas Dramatisches stattfinden wird (Taxe 40.000 bis 50.000 EUR), ein etwas ungemütliches „Bad“ von Matthias Weischers aus dem Jahr 2002 (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR) und Jonas Burgerts surreal anmutendes Figurenstück „1 Zyklus Potsdam“ auf einem Großformat von 2006 (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Lisa Ruyter hat einen harmlosen Rummelplatz in „Nashville“ 2000 in ihre Malerei-nach-Zahlen übertragen (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR), während Bjarne Melgaard 2008 kraftstrotzend und grobschlächtig sein „Cockmonster“ auf die Leinwand gebannt hat (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR).

Figurativ bleibt es auch im Skulpturalen, etwa mit den lustigen Schöpfungen Erwin Wurms, so seinem Kunstharzguss „Deleuze Kneeling Down“ samt Strickpullover von 2006 (Taxe 24.000 bis 28.000 EUR), oder der aus geometrischen Grundformen zusammengesetzten und bemalten Holzskulptur „Vogel I“ von Thomas Scheibitz aus dem Jahr 2003 (Taxe 14.000 bis 18.000 EUR). Doch die Jungen können auch abstrakt; dafür stehen Jason Martin mit den monochrom braunen, haarfeinen Farbströmungen in „Afghani“ von 2008 (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR), Fiona Rae mit ihren vibrierenden schwarzweißen Schlieren „Breathe“ von 1997, die von Farbpunkten durchzogen sind (Taxe 14.000 bis 18.000 EUR), oder Terry Haggerty mit seiner Klammerstaffelung „Two fold“ von 2005 (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR). Die teuerste Offerte ist Daniel Richters Leinwand „Scharnier, von gestern zu morgen“ aus dem Jahr 2005, auf der eine menschliche Aktfigur in vor einem tapetenartigen, überwiegend schwarzen Hintergrund regelrecht zu verzischen scheint (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR).

Die Sammlung

Um wen es sich bei der privaten Sammlerin handelt, deren gut zwanzig hochkarätigen Werken Ketterer einen eigenen Katalog widmet, wird nicht verraten. Zugutekommen soll der Erlös jedenfalls einer Wohltätigkeitsstiftung in den USA zur Förderung molekularbiologischer Forschung mit dem Schwerpunkt auf Kinderheilkunde. Den Hauptanteil daran dürfte wohl ein stehendes Mobile des Amerikaners Alexander Calder mit dem Titel „Yellow Crinkly“ von 1963 für 300.000 bis 400.000 Euro stellen. Kleine, aber feine Arbeiten früher Abstraktion sind Kasimir Malewitschs um 1916 in Bleistift gezeichnete „Sensations mélangées“ mit schwebenden Rechtecken, Kreuzen und Dreiecken (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR), Ljubow Popowas Liniengeflecht „Raum-Kraft-Konstruktion“ in Gouache um 1921/22 (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR) und Kurt Schwitters’ ruhige Papiercollage „Mz 386 Hopf (Merzzeichnung)“ von 1922 für 100.000 bis 150.000 Euro. Von Alexej von Jawlensky und Pablo Picasso liegt jeweils eine Papierarbeit bereit, die aus großer Nähe einen Frauenkopf wiedergibt: stilisiert und eckig, aber mit ein wenig Farbe um 1923 bei dem gebürtigen Russen, etwas verschwommen und schwarz bei dem gebürtigen Spanier. Letztere Arbeit ist ein Gelatinesilberabzug nach einem Original von 1936/37 und zeigt Picassos Muse Dora Maar (Taxen zwischen 60.000 und 90.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 6. Juni um 12:30 Uhr mit der Klassischen Moderne und der Privatsammlung, am 7. Juni um 12 Uhr mit der Zeitgenössischen Kunst. Die Besichtigung ist bis zum 4. Juni täglich von 10 bis 18 Uhr, am 5. Juni von 10 bis 15 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Kunstwerke unter www.kettererkunst.de.

Kontakt:

Ketterer Kunst

Joseph-Wild-Straße 18

DE-81829 München

Telefon:+49 (089) 552 440

Telefax:+49 (089) 552 441 66

E-Mail: infomuenchen@kettererkunst.de



04.06.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander/Ulrich Raphael Firsching

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 15

Seiten: 1  •  2

Events (2)Adressen (1)Berichte (1)Kunstwerke (9)Im Verkauf - Events (2)

Veranstaltung vom:


07.06.2014, Nach 1945 - Zeitgenössische Kunst

Veranstaltung vom:


06.06.2014, Klassische Moderne - Eine private Sammlung

Bei:


Ketterer

Bericht:


Kosmisches Mond-Gewebe

Kunstwerk:

Wassily Kandinsky, Gewebe, 1923
Wassily Kandinsky, Gewebe, 1923

Kunstwerk:

Alexej von Jawlensky, Frauenkopf Femina, um 1923
Alexej von Jawlensky, Frauenkopf Femina, um 1923

Kunstwerk:

Kasimir Malewitsch, Sensations mélangées, um 1916
Kasimir Malewitsch, Sensations mélangées, um 1916

Kunstwerk:

Ljubow Popowa, Raum-Kraft Konstruktion, um 1921/22
Ljubow Popowa, Raum-Kraft Konstruktion, um 1921/22

Kunstwerk:

Max Slevogt, Kreuzgang des Augustinerklosters in Landau II, 1912
Max Slevogt, Kreuzgang des Augustinerklosters in Landau II, 1912







Ernst Ludwig Kirchner, Maler und Modell (Dichter und Weib), 1907

Ernst Ludwig Kirchner, Maler und Modell (Dichter und Weib), 1907

Taxe: 100.000 - 150.000 EURO

Losnummer: 313

Otto Mueller, Selbstbildnis mit Rückenakt (im Hintergrund Elfriede Timm), um 1929

Otto Mueller, Selbstbildnis mit Rückenakt (im Hintergrund Elfriede Timm), um 1929

Taxe: 300.000 - 400.000 EURO

Zuschlag: 450.000,- EURO

Losnummer: 326

Max Slevogt, Kreuzgang des Augustinerklosters in Landau II, 1912

Max Slevogt, Kreuzgang des Augustinerklosters in Landau II, 1912

Taxe: 90.000 - 120.000 EURO

Zuschlag: 165.000,- EURO

Losnummer: 304

Ljubow Popowa, Raum-Kraft Konstruktion, um 1921/22

Ljubow Popowa, Raum-Kraft Konstruktion, um 1921/22

Taxe: 25.000 - 35.000 EURO

Zuschlag: 28.000,- EURO

Losnummer: 214

August Macke, Frühlingslandschaft am Tegernsee, 1910

August Macke, Frühlingslandschaft am Tegernsee, 1910

Taxe: 180.000 - 250.000 EURO

Zuschlag: 180.000,- EURO

Losnummer: 318

Dorothea Maetzel-Johannsen, Junge Frau mit Katze, um 1919

Dorothea Maetzel-Johannsen, Junge Frau mit Katze, um 1919

Taxe: 14.000 - 18.000 EURO

Zuschlag: 38.000,- EURO

Losnummer: 339

Alexej von Jawlensky, Frauenkopf Femina, um 1923

Alexej von Jawlensky, Frauenkopf Femina, um 1923

Taxe: 60.000 - 80.000 EURO

Zuschlag: 160.000,- EURO

Losnummer: 204

Kasimir Malewitsch, Sensations mélangées, um 1916

Kasimir Malewitsch, Sensations mélangées, um 1916

Taxe: 40.000 - 60.000 EURO

Zuschlag: 35.000,- EURO

Losnummer: 212




Copyright © '99-'2019
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce