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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Wieder Walde an der Spitze in der Auktion bei Hassfurther in Wien

Die Engelsschaukel



Ein Alter Meister hat sich wieder unter die modernen und zeitgenössischen Künstler gemischt, die der Wiener Auktionator Wolfdietrich Hassfurther in seiner 59. Versteigerung unter die Leute zu bringen sich anschickt. Der „Meister des Albrechtsaltares zu Klosterneuburg“ wird ein Künstler notnamenmäßig genannt, dem in der Zeit um 1440 das älteste heute noch erhaltene Bildnis einer Bürgerin in der altdeutschen Malerei zugeschrieben wird. Bei der jungen Frau mit dem großen weißen Kopfschleier soll es sich um eine Dame aus Wien handeln. Schon große Kunsthistoriker wie Alfred Stange haben sich mit der kleinen, nur rund zwanzig mal zehn Zentimeter messenden Holztafel befasst. Bei Hassfurther war sie allerdings auch schon einmal im Angebot, nämlich im Jahr 2010 für 150.000 bis 250.000 Euro. Nun hat der Versteigerer den Schätzpreis auf 100.000 bis 150.000 Euro gesenkt.


Die schönsten und kostbarsten Preziosen stammen am 12. Mai ansonsten einmal mehr von Alfons Walde. Drei für Walde-Verhältnisse mittelformatige Gemälde in Öl auf Karton kann Hassfurther von dem Tiroler Meister anbieten: Die „Häuser im Gebirge“ von 1922 für 50.000 bis 100.000 Euro und ein laut aktuellem Gutachten um 1930 gemaltes „Gehöft mit Wildem Kaiser“ für 120.000 bis 240.000 Euro sowie der vor schneebedeckter, sonnenbeschienener Bergkulisse platzierte Kopf eines „Tiroler Holzknechts“ aus etwa der gleichen Zeit wiederum für 50.000 bis 100.000 Euro. In allen drei Bildern türmen sich die für Walde typischen Schneemassen in der Tiroler Bergwelt mit ihren kantig gezeichneten Menschen. Auf Walde folgt dann stets der fast gleichaltrige Oskar Mulley, der wieder mit drei Berghöfen vor geradezu heroisch aufsteigenden Felsmassiven für Schätzpreise zwischen 10.000 und 25.000 Euro vertreten ist. Die Berge gehörten auch zu den bevorzugten Motiven des gebürtigen Engländers und Wahlbayern Edward Theodore Compton. In einem seiner späten Jahre 1912 widmete er sich mit minutiösem Pinselstrich und fast romantischem Zugriff den Zillertaler Alpen mit Großem Möseler, Schwarzsee und einer der Hornspitzen (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR).

Als Ansichtenmaler, wenngleich in anderem Bereich, genießt bis heute Rudolf von Alt höchstes Ansehen. Von ihm stammen zwei wunderbare feine Aquarelle: ein Blick auf das frühere Burgtheater am Michaelerplatz neben der Hofburg aus dem Jahr 1880 für 50.000 bis 70.000 Euro und eine Ansicht der mächtig aufragenden Vierungskuppel des Petersdomes in Rom mit zahlreichem Volk für 20.000 bis 40.000 Euro. Aus dem früheren 19. Jahrhundert hat Hassfurther diesmal Arbeiten auf Papier zu bieten. Hier trifft etwa Thomas Enders Aquarell eines weit ausladenden Gebirgssees (Taxe 1.500 bis 2.500 EUR) auf Josef von Führichs Zeichnung „Engelsschaukel“. Fein säuberlich ausgeführt hat der führende Vertreter der österreichischen Nazarener hier den Garten der Schreinerei Josefs mit einem Balkenstapel, über dem ein langes Brett liegt. An einem Ende tummelt sich eine ganze Engelsschar, die es nicht vermag, den kleinen unbekümmerten Jesusknaben am anderen Ende der Bohle in die Höhe zu hieven (Taxe 3.000 bis 6.000 EUR).

Das gleiche Motiv verbindet zwei Bilder Oskar Laskes und Carl Molls. Beide hielten den Alten Naschmarkt in Wien mit der Karlskirche im Hintergrund fest, letzterer Künstler 1893 in impressionstischen Formen (Taxe 25.000 bis 50.000 EUR), Laske dagegen 1906 in einer fast naiv anmutenden Plakativität (Taxe 10.000 bis 20.000 EUR). Molls Kollegin Tina Blau steuert das in Erdfarben gehaltene Querformat mit einem Bauerndorf aus der Puszta bei (Taxe 5.000 bis 10.000 EUR). Der Wiener Secessionist Josef Engelhart ist für seine eindrücklichen Menschenschilderungen bekannt. 1905 legte er mit Bleistift und Kohle einen alten Juden nieder, der in den Straßen einer Stadt beim Harfespielen sein Auskommen verdingen muss (Taxe 1.000 bis 2.000 EUR).

Ein alter Bekannter im Auktionswesen ist Herbert Boeckls „Meldereiter“ aus dem Jahr 1916. Das expressionistische Ölbild wurde in den vergangenen Jahren schon zweimal für bis zu 60.000 Euro im Dorotheum angeboten. Hassfurther beschränkt sich bei dem grün gekleideten Soldaten zu Pferde, der jetzt im Gedenkjahr zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs vielleicht mehr Erfolg hat, auf 15.000 bis 25.000 Euro. Mehr als ein Dutzend Losnummern sind für Arbeiten aus dem Nachlass des Wiener Landschaftsmalers und Grafikers Ernst Huber reserviert. Überwiegend handelt es sich dabei um Aquarelle auf teils beachtlichem Großformat, aber auch um die beiden Ölbilder „Allee mit Fuhrwerk“ unter dicht belaubten Bäumen für 3.200 bis 4.500 Euro und „Weiße Häuser in Prodersdorf“ an einem Regentag im Burgenland für 1.800 bis 3.000 Euro. Teuerer wird es wieder mit Albert Birkles Blick auf Linz-Urfahr zur Winterszeit über die Donau hinweg beim Bau der Neuen Nibelungenbrücke von 1939. Hier stehen 15.000 bis 25.000 Euro auf dem Preisschild.

Josef Stoitzners fast fotografisch genau verbildlichter „Herbst in Bramberg“ von 1920 (Taxe 7.000 bis 12.000 EUR) und Sergius Pausers demgegenüber bewusst verwischte Ansicht von Dürnstein aus dem Jahr 1931 erhöhen der Schwerpunkt auf der Landschaftsmalerei (Taxe 15.000 bis 25.000 EUR). Surrealistisch wird es mit Anton Lehmdens Hochformat „Wien“ von 1967. Der Betrachter schaut mit einer Gruppe Vögel aus großer Höhe auf die österreichische Hauptstadt hinab, die sich ganz klein am Erdboden erstreckt. Gerade der „Steffl“ ragt als Nadelspitze daraus hervor (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). An Skulpturen gibt es diesmal lediglich drei stilisierte Holzfiguren der Werkstatt von Karl und Franz Hagenauer, darunter vom jüngeren Franz eine grazile „Tänzerin“ aus den späten 1940er Jahren (Taxe 7.000 bis 14.000 EUR), sowie das gefällige Spätwerk „Verliebtes Mädchen“, von Arno Breker 1978 in Bronze gegossen, für 1.000 bis 2.000 Euro.

Die Auktion beginnt am 12. Mai um 18 Uhr. Die Besichtigung ist bis zum Auktionsbeginn täglich von 10 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 16 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.hassfurther.at.

Kontakt:

Galerie Hassfurther

Hohenstaufengasse 7

AT-1013 Wien

Telefon:+43 (01) 533 41 74

Telefax:+43 (01) 533 41 74 73

E-Mail: hassfurther@aon.at



08.05.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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 Theodore Compton, Blick auf den Schwarzsee mit Hornspitze und Großen Möseler (Zillertal), 1912
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Tina Blau, Dorf in der Puszta

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Taxe: 5.000 - 10.000 EURO

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Edward Theodore Compton, Blick auf den Schwarzsee mit Hornspitze und Großen Möseler (Zillertal), 1912

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Taxe: 10.000 - 20.000 EURO

Zuschlag: 36.000,- EURO

Losnummer: 10

Meister des Albrechtsaltares zu Klosterneuburg, Bildnis einer Wienerin, um 1440

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Taxe: 100.000 - 150.000 EURO

Losnummer: 14

Thomas Ender, Gebirgssee

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Taxe: 1.500 - 2.500 EURO

Losnummer: 31

Rudolf von Alt, Das Innere des Petersdoms

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Taxe: 20.000 - 40.000 EURO

Losnummer: 16

Josef von Führich, Engelsschaukel, 1861

Josef von Führich, Engelsschaukel, 1861

Taxe: 3.000 - 6.000 EURO

Losnummer: 33

Rudolf von Alt, Das alte Burgtheater am Michaelerplatz, 1880

Rudolf von Alt, Das alte Burgtheater am Michaelerplatz, 1880

Taxe: 50.000 - 70.000 EURO

Zuschlag: 70.000,- EURO

Losnummer: 15

Josef Engelhart, Harfenspieler, 1905

Josef Engelhart, Harfenspieler, 1905

Taxe: 1.000 - 2.000 EURO

Zuschlag: 3.200,- EURO

Losnummer: 32




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