Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 04.06.2020 115. Auktion: Gemälde Alter und Neuerer Meister. Portraitminiaturen

© Galerie Bassenge Berlin

Anzeige

Am Badestrand / Otto Pippel

Am Badestrand / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Kentaur, 1891/93 / Franz von  Stuck

Kentaur, 1891/93 / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Stehender Mädchenakt vor Rot, 1954 / Karl Hofer

Stehender Mädchenakt vor Rot, 1954 / Karl Hofer
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Portraits

Aktuellzum Archiv:Künstler-Portrait

Interview mit Stephen Shore - Teil 1

„Uncommon Places“ in Düsseldorf



Stephen Shore in der Galerie Conrads, Düsseldorf

Quelle: Geoffrey D. Forrest

Stephen Shore in der Galerie Conrads, Düsseldorf

Anläßlich der Ausstellungseröffnung“Uncommon Places” von Stephen Shore in der Galerie Conrads in Düsseldorf unterhielt sich Georg Nägle mit dem amerikanischen Fotokünstler.



GN: Sie fingen im frühen Alter von 6 Jahren mit dem Fotografieren an. Haben Sie sich Ihre fotografischen Fähigkeiten selbst beigebracht?

SHORE: Zum größten Teil - einmal habe ich an einem 10 Tage- Workshop von Minor White teilgenommen, aber sonst habe ich es mir selbst beigebracht.

GN: In den frühen Tagen Ihrer Karriere arbeiteten Sie für Andy Warhol´s Factory. Wie hat Sie das beeinflusst, welche neuen Aspekte hat es Ihrer Arbeit gegeben?

SHORE: Nun, Fotographie hatte zur damaligen Zeit in New York nicht diese Stellung, die sie heute genießt. Die Fotografieszene war eine altmodische Szene, man könnte sagen, wie eine Ansammlung von „Fotografiervereinen“. Das umgab mich damals.Trotzdem bekam ich auf anderem Wege sehr gute Inspirationen: Eigentlich kann ich mich wirklich glücklich schätzen, dass ich von einem Nachbarn zu meinem 10. Geburtstag das Buch „American Photographs“ geschenkt bekam. Das war eine sehr gute Sache, denn die Kultur der künstlerischen Fotografie war damals eben sehr schwach entwickelt. Dann, mit Beginn der Zeit bei Warhol, schärfte sich mein Bewusstsein zusehends für die Interessen und Inhalte, die zeitgenössische Künstler New Yorks beschäftigte. Als ich zur Factory kam, waren meine Fotografien dokumentarisch, und meine Arbeit für Warhol hatte einen „journalistischen“ Stil. Als ich die „Factory“ verließ, schloss ich damit ab, und die Arbeiten wurden - wie man es hier in der aktuellen Ausstellung auch gut sehen kann - sequentiell. Gegen Ende der 60er begann ich mich immer mehr für Künstler zu interessieren, die Fotografie zum Zwecke der Dokumentation ihrer konzeptionellen Arbeiten nutzten.

GN: Welche anderen Künstler dieser Zeit würden Sie als Einflüsse nennen?

SHORE: Nach Warhol waren das Künstler wie Peter Hutchinson, Richard Long, Ed Ruscha. Vor der Begegnung mit Warhol würde ich sagen Walker Evans und Eugene Atget - und auch Vermeer.

GN: Welche Fotografen der heutigen Zeit finden Sie beeindruckend?

SHORE: Ich bin zögerlich, welche zu nennen, denn ich müsste befürchten, einige nicht zu erwähnen. Es gibt eine ganze Menge sehr guter Fotografen. In Amerika gibt es zwar nichts, dass man mit der „Kunstakademie“ [Düsseldorf, Red.] hier vergleichen könnte, aber ich denke, daß Yale eine Menge guter Fotografen hervorbringt. Erst kürzlich hat dort z.B. Justine Kurland Ihren Abschluss gemacht. Ihre Arbeiten haben mich tief beeindruckt. Von der etwas älteren Yale-Generation würde ich als ein gutes Beispiel die Künstlerin An-My Lê nennen.

GN: Welche Schaffensphase würden Sie als die wichtigste in Ihrer Laufbahn als Fotograf sehen?

SHORE: Ich habe mich seit langem mit der Fotografie auseinandergesetzt, und immer haben sich dabei meine Interessen verändert. Ich bin nicht daran interessiert mich zu wiederholen. Deshalb versuche ich auch immer wieder etwas Neues. Ich bin der Meinung, dass jede der Phasen jeweils ganz eigene Qualitäten hat. Meine Arbeiten der letzten 15 Jahre bringen mehr von dem Wissen rüber, wie Fotografie visuell funktioniert, anders als in den Arbeiten „American Surfaces und Uncommon Places“. Diese früheren Arbeiten allerdings haben eine jugendliche Energie und drücken eine neue Sichtweise aus, die in den neueren Arbeiten so nicht mehr enthalten ist. Deshalb hat jede Phase Ihre Qualitäten, die immer zu meinem jeweiligen Stand der Entwicklung passen.

weiter zu Teil 2



20.04.2001

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Georg Nägle

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Bericht:


American Surfaces

Bericht:


„Uncommon Places“ in Düsseldorf

Bericht:


Kulturpreis der DGPh an Stephen Shore

Bericht:


Die visuelle Kraft des Banalen

Variabilder:

Stephen Shore in der Galerie Conrads, Düsseldorf
Stephen Shore in der Galerie Conrads, Düsseldorf

Künstler:

Stephen Shore










Copyright © '99-'2020
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce