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Kunst und Erster Weltkrieg: Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal erinnert in einer materialreichen Ausstellung an die erste Großkatastrophe des 20. Jahrhunderts

Verschleppt ins Menschenschlachthaus



Georges-Edouard Darcy, Ein Friedhof bei Verdun, 14. Mai 1917

Georges-Edouard Darcy, Ein Friedhof bei Verdun, 14. Mai 1917

Welche Auswirkungen hatte der Erste Weltkrieg auf das künstlerische Schaffen? Wie verarbeiteten Maler die Katastrophen und die erschütternden Geschehnisse? Eine Reihe von Ausstellungsprojekten widmet sich zur Zeit diesen Fragestellungen, genau einhundert Jahre nach Beginn dieses ersten weltweiten Infernos, das auf stetig weniger Beachtung stößt. Unter dem Titel „Menschenschlachthaus“ versammelt eine groß angelegte Ausstellung im Wuppertaler Von der Heydt-Museum rund 350 Exponate von 122 Künstlern. Im Fokus stehen die bildenden Künste. Sie finden Ergänzung von dokumentarischen Filmausschnitten, Fotografien und weiteren Belegen dieses menschenverachtenden Kriegs.


Alleinstellungsmerkmal der Schau in Wuppertal ist die präzise Beschränkung auf den Krieg zwischen Deutschland und Frankreich. Dies wird fast ausschließlich mit Werken aus den Beständen des Von der Heydt-Museums und des Musée des Beaux-Arts in Reims bewerkstelligt, wo die Präsentation im Anschluss zu sehen sein wird. Beide Partner haben eine Bildungsschau reinster Form kreiert, die geschichtliche Begebenheiten und Abläufe in engster Verknüpfung zu Auswirkungen in den bildenden Künsten fundiert vermittelt. Zwei Komponenten stehen dabei im Vordergrund: Das Dokumentierende und der Appell an die Gefühle in der Form atmosphärisch aufgeladener Bilder und Filme.

Die zwölf Kapitel leiten ein mit der Vorstellung der zum Krieg führenden Umstände und deren Akteure. Von den unbeschwerten Vorkriegsjahren über die in der Kunst schon erkennbaren Vorahnungen entführen emphatische Motive direkt in die Schützengräben des Geschehens. Reims mit der für das französische Nationalbewusstsein bedeutenden Kathedrale, die 1914 zuerst bombardiert wurde, bildet ein eigenes Kapitel. Gustave Fraipont hielt bewegend den Brand der Kathedrale fest. Die Gasmasken bewehrte „Sturmtruppe“ aus Otto Dix’ Zyklus „Der Krieg“ mit 50 Radierungen erinnert ebenso beschwörend an den ersten Einsatz von Giftgas und damit von Massenvernichtungsmitteln im ersten richtigen Vernichtungskrieg wie der voll Qualen siechende Verwundete von Gert Heinrich Wollheim. Das Leid in den Schützengräben der Frontlinie haben auf französischer Seite zudem Maurice Denis, Jean Galtier-Boissière oder René-Georges Gautier künstlerisch zu bannen versucht.

Max Beckmanns „Selbstbildnis als Krankenpfleger“ von 1915 oder Otto Dix’ „Selbstbildnis als Soldat“ sowie Oskar Kokoschkas Selbstporträt von 1917 führen das Leiden der Künstler an der Front vor Augen. Von George Grosz arrangierte Kriegskrüppel oder der perspektivisch geschickt in Szene gesetzte Soldatenfriedhof von Félix Vallotton leiten zu den Folgen des Krieges mit der Revolution in Deutschland und Veränderungen in Europa über. Als Mahnung recken sich die unzähligen schwarzen stillen Kreuze auf Georges-Edouard Darcys zart aquarellierter Zeichnung „Ein Friedhof bei Verdun“ seit 1917 empor. Noch 1930 malte Heinrich Hoerle das „Denkmal der unbekannten Prothesen“ im sozialkritischen, auf geometrischen Grundformen reduzierten Stil der „Kölner Progressiven“. Zeitgleich arrangierte Fernand Léger „Drei Musikanten“ in dem ihm eigenen Duktus. Doch das Lächeln ist allen Figuren vergangen.

Die Ausstellung „Menschenschlachthaus. Der Erste Weltkrieg in der französischen und deutschen Kunst“ ist bis zum 27. Juli zu besichtigen. Das Von der Heydt-Museum hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Geschlossen bleibt das Haus am 1. Mai. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Der umfangreiche Ausstellungskatalog kostet 25 Euro.

Kontakt:

Von der Heydt-Museum

Turmhof 8

DE-42103 Wuppertal

Telefon:+49 (0202) 56 36 23 1

Telefax:+49 (0202) 56 38 09 1

E-Mail: von-der-heydt-museum@stadt.wuppertal.de

www.menschenschlachthaus-ausstellung.de



27.04.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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08.04.2014, MenschenSchlachthaus - Der Erste Weltkrieg in der französischen und deutschen Kunst

Bei:


Von der Heydt-Museum

Bericht:


Ran an die Waffen!

Bericht:


Von der Heydt-Museum ausgezeichnet

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Georges-Edouard Darcy, Ein Friedhof bei Verdun, 14. Mai 1917
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René-Georges Gautier, Soldaten im Schützengraben
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Jean Galtier-Boissière, Explosion einer Granate
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Maurice Denis, Die 155-Feldhaubitze im Wald von Coucy, 1917/18
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Émile Auguste Wéry, Zu Ehren von Kardinal Luçon, 1920
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René-Georges Gautier, Soldaten im Schützengraben

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Jean Galtier-Boissière, Explosion einer Granate

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Maurice Denis, Die 155-Feldhaubitze im Wald von Coucy, 1917/18

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Émile Auguste Wéry, Zu Ehren von Kardinal Luçon, 1920

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Félix Vallotton, Soldatenfriedhof von Châlons-sur-Marne, 1917

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Robert Antral, Gas!

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Gustave Fraipont, Brand der Kathedrale von Reims

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Heinrich Hoerle, Denkmal der unbekannten Prothesen, 1930

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