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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Gleich und doch verschieden: Die Hamburger Kunsthalle zeigt in der Galerie der Gegenwart die Schau „Serial Attitudes – Wiederholung als Methode seit den 1960ern“

Das Gesetz der Serie



Die 1960er Jahre in Amerika waren geprägt vom Aufkommen anonymer Vorstadtsiedlungen mit stereotypen Einfamilienhäusern. Der Triumphzug der Fertighausindustrie und der Baumärkte machte es möglich. Gleichzeitig begann der Siegeszug von Fast Food- oder Tiefkühlmenüs. Alles glich plötzlich irgendwie einander, baute aufeinander auf oder kam als kleine Variante des Immergleichen daher. Die Fließbandnormierung nahezu aller Lebensbereiche hatte sich durchgesetzt. Kein Wunder, dass dieses formalästhetische Alltagsumfeld sich irgendwann auch auf die Kunstproduktion dieser Zeit auswirken würde. „Serial Attitudes – Wiederholung als Methode seit den 1960ern“ lautet der Titel einer Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle, die diesem Phänomen nachspürt.


Brigitte Kölle, die Kuratorin der Schau, zeigt jedoch nicht Andy Warhols berühmte „Brillo-Boxen“ oder andere Pop Art-Werke. Sie konzentriert sich ganz überwiegend auf Vertreter der Konzeptkunst und Minimal Art. Ausgehend von einem Aufsatz des amerikanischen Künstlers Mel Bochner aus dem Jahr 1967, in welchem dieser klarstellte „Serielle Ordnung ist eine Methode, kein Stil“, versammelt die Schau auf einer kompletten Ausstellungsetage der Galerie der Gegenwart Arbeiten von rund 20 amerikanischen und europäischen Künstlern, darunter Donald Judd, Sol LeWitt, On Kawara, Bernd und Hilla Becher, Gerhard Richter oder Hanne Darboven. Fast allen Arbeiten gemeinsam sind die Wiederholung gleicher oder ähnlicher Motive, das formale Durchdeklinieren von Varianten und Möglichkeiten und das bewusste Vermeiden einer manuellen Spur des ausführenden Künstlers. Mit dem Geniekult des abstrakten Expressionismus der Nachkriegszeit hatten diese Künstler endgültig gebrochen.

Donald Judd, der wichtigste amerikanische Vertreter der Minimal Art, etwa ist mit einer großformatigen Bodenarbeit aus 21 quadratischen Eisen-Objekten vertreten. Alle bestehen aus einem Rahmen und einer Stahlplatte. Obwohl die Dimensionen der Boxen identisch sind, ist jede doch etwas anders und insofern ein Unikat. Von dem Düsseldorfer Fotografen-Ehepaar Bernd und Hilla Becher, die sich in ihrer dokumentarischen Praxis auf die Typologie von Industriebauten spezialisiert hatten, ist die frühe Serie „Gutehoffnungshütte“ aus dem Jahr 1963 mit 48 noch selbst gerahmten Aufnahmen zu sehen.

On Kawara nimmt mit „Date Paintings“ und Postkarten teil, Hanne Darboven mit großformatigen Zeichnungen auf Millimeterpapier und Sol LeWitt sowohl mit der aus weißen Gitterstrukturen bestehenden Arbeit „Cube Structure“ von 1972 als auch mit einer Wandzeichnung. Mit ihren abgezirkelten Linien, den meist industriellen Materialien und der Veranschaulichung klarer Ordnungsprinzipien passt die Schau hervorragend in die von Oswald Mathias Ungers errichtete Galerie der Gegenwart.

Die Ausstellung „Serial Attitudes – Wiederholung als Methode seit den 1960ern“ ist noch bis zum 25. Mai zu sehen. Die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20:30 Uhr, am Gründonnerstag und Ostermontag von 10 bis 18 Uhr sowie am 1. Mai von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Kontakt:

Hamburger Kunsthalle

Glockengiesserwall

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428 131 200

Telefax:+49 (040) 428 543 409



21.04.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


01.11.2013, Serial Attitudes - Wiederholung als Methode seit den 1960ern

Bei:


Hamburger Kunsthalle










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