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Ornament und Poesie: Die Hamburger Kunsthalle untersucht den Stellenwert der Arabeske in der bildenden Kunst und Literatur der deutschen Romantik

Metamorphosen der Wirklichkeit



Carl Julius Milde, Weiblicher Akt in einer Ranke, um 1834

Carl Julius Milde, Weiblicher Akt in einer Ranke, um 1834

Der frühromantische Kulturphilosoph Friedrich Schlegel (1772-1829) bezeichnete die Arabeske als „älteste und ursprüngliche Form der menschlichen Fantasie“. Das künstlerisch gestaltete Rankenornament erlebte seine Blütezeit in der deutschen Romantik. Die Ausstellung „Verwandlung der Welt. Die romantische Arabeske“ in der Hamburger Kunsthalle untersucht jetzt die Herkunft, Entfaltung und Anwendung der mitunter hochkomplexen Gestaltungsform in der bildenden Kunst, der Literatur und der Gebrauchskunst. Zu sehen sind rund 150 Zeichnungen, Kupferstiche, Gemälde, Radierungen, Aquarelle und weitere exemplarische Werke aus dem 18. und 19. Jahrhundert.


Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Frankfurter Goethe-Museum – Freies Deutsches Hochstift und wurde für Hamburg von Kurator Jonas Beyer neu aufbreitet. Kunsthallendirektor Hubertus Gaßner sieht in dem ursprünglich aus dem arabischen Raum stammenden dekorativen Strukturprinzip, dem auch Goethe nach anfänglicher Skepsis einen Aufsatz widmete, einen kosmologischen Weltentwurf: „Die romantische Arabeske steht für Wandlung, Umwandlung und die Metamorphose von Seinsbereichen.“ Florale Ranken, ineinander verschlungene Linienmuster, kindliche Putten, die sich sanft die Hände reichen, Märchenfiguren und antike Wesen in klassischen Posen: Die Ausprägungen der Arabeske als Gestaltungsprinzip sind vielfältig und erreichten in der Zeit der Romantik sowohl in der bildenden Kunst als auch in einer verschlungenen Erzählmustern und selbstreferenziellen Betrachtungen huldigenden Literatur ihren Höhepunkt.

Einen zentralen Raum in der Hamburger Schau nimmt daher auch der Mitbegründer der deutschen Romantik, Philipp Otto Runge (1777-1810), ein, der in regem Gedankenaustausch mit dem Dichter Clemens Brentano (1778-1842) stand. Runges 1804/05 entstandenes Gemälde „Die Lehrstunde der Nachtigall“ zeigt im ovalen Zentrum das antike „Amor und Psyche“-Motiv in einer Fantasielandschaft. Um den narrativen Bildfokus hat der Romantiker einen mit arabesken Figuren und Blumenranken angefüllten, reliefartigen Rahmen in Brauntönen gemalt, der das Binnenbild überhöht, kommentiert und einschließt. Dieses Gestaltungsprinzip der dominanten Umrahmung einer Text- oder Bilderzählung ist charakteristisch für die Zeit der Romantik. Die Ausstellung präsentiert ebenfalls zahlreiche Beispiele für die Verwendung des arabesken Stilprinzps bei der Gestaltung von Märchen- und Gedichtbänden, aber auch kunstgewerblichen Gegenständen wie Lampenschirmen oder Entwürfen für Spiegeleinfassungen mit Schneewittchenmotiv oder Beispielen von Gebrauchsgrafik wie etwa Einladungskarten für Künstlerfeste, gestaltet vom Berliner Maler Adolph von Menzel (1815-1905).

„Die Arabeske wird zum allumfassenden Prinzip der Bildinterpretation“, erläutert Kurator Jonas Beyer den Stellenwert der Arabeske in ihrer Blütezeit. Die kunsthistorisch fundiert erarbeitete Ausstellung zeichnet anhand von zehn Künstlerräumen die Entwicklung der Arabeske von einem eher dekorativen Moment bis hin zu einem autonomen, zeitweise alle Lebensbereiche umfassenden Gestaltungsprinzip nach. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verliert die übrigens weitgehend auf den deutschen Kulturraum beschränkte Arabeske dann ihre Kraft als profundes Medium der künstlerischen Reflexion und findet sich am Ende fast nur noch als illustratives Motiv für Märchen, Lieder und Gedichte wieder.

Die Ausstellung „Verwandlung der Welt. Die romantische Arabeske“ läuft vom 21. März bis zum 15. Juni. Die Hamburger Kunsthalle hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Der 432seitige Katalog ist im Michael Imhof Verlag erschienen und kostet in der Kunsthalle 35 Euro, im Buchhandel 49,95 Euro.

Kontakt:

Hamburger Kunsthalle

Glockengiesserwall

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428 131 200

Telefax:+49 (040) 428 543 409



23.03.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


21.03.2014, Verwandlung der Welt. Die romantische Arabeske

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Hamburger Kunsthalle

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