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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Die zeitgenössische Kunst erzielt bei Sotheby’s in London gute, aber keine herausragenden Ergebnisse

Eifrau, nicht schubladierbar



Oliver Barker versteigert Gerhard Richters „Wand“

Oliver Barker versteigert Gerhard Richters „Wand“

Rund anderthalb Jahrzehnte lang bewahrte Gerhard Richter sein großformatiges Ölgemälde „Wand“ aus dem Jahr 1994 in seiner eigenen Sammlung auf. Erst 2010 gab er das Bild mit einer in Rot und Blau schimmernden Farbfläche an die japanische Galerie Wako Works of Art ab, nachdem es schon zuvor den fernen Osten in Form von Ausstellungen mehrfach bereist hatte. Die Galerie trennte sich nun über das Londoner Auktionshaus Sotheby’s wieder von der Werknummer 806. 15,5 Millionen Pfund wurden dafür erlöst, was ungefähr der Schätzung der Experten entsprach. Damit bestätigte die „Wand“ ihre Favoritenposition in der Abendversteigerung am 12. Februar, die mit knapp 88 Millionen Pfund brutto ein eher durchschnittliches Ergebnis einfuhr, das allerdings im Rahmen der Erwartungen lag. Einen zweistelligen Millionenpreis schaffte ansonsten nur noch Cy Twombly mit seiner zweieinhalb Meter breiten Leinwand „Untitled (Rome)“ von 1964 bei 10,8 Millionen Pfund. Das allerdings bedeutete immerhin einen neuen Auktionsrekord für ein Gemälde des Meisters. Erwartet hatte Sotheby’s für die überwiegend graue, nur hie und da mit wirbelnden Farbklecksen bedeckte Leinwand 5 bis 7 Millionen Pfund.


Klassiker beherrschten auch sonst das Programm, etwa die englische Schule mit Lucian Freuds „Head of a Green Sofa“ von 1960/61, hinter dem sich Lady Belinda Lambton verbirgt, für 2,6 Millionen Pfund (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen GBP) oder Frank Auerbachs neoexpressionistisches, pastos aufgetragenes Landschaftsbild „Morning – Mornington Place“ von 1971/72 für 1,55 Millionen Pfund (Taxe 600.000 bis 800.000 GBP). Für die italienische Liga stand Alberto Burris löchrig gebranntes Materialbild „Rosso Plastica“ von 1963 für 3,2 Millionen Pfund (Taxe 2 bis 3 Millionen GBP). Taxgerechte 1,85 Millionen Pfund verbuchte Lucio Fontanas weißes, fünfmal vertikal geschlitztes „Concetto Spaziale, Attese“ von 1965. Kazuo Shiraga steuerte sein spätes Gemälde „Kosha“ von 1992 mit wilden gelb-schwarzen Farbbahnen bei und durfte sich über 1,05 Millionen Pfund freuen (Taxe 900.000 bis 1,2 Millionen GBP). Der Minimalismus wurde in Form von Donald Judds galvanisiertem Stahlwulst von 1975 mit 800.000 Pfund honoriert (Taxe 500.000 bis 700.000 GBP), die Konzeptkunst mit Roman Opalkas Sisyphosarbeit einer Zahlenreihe aus seinem Projekt „1965/1- unendlich“, diesmal der Ausschnitt von 2.389.630 bis 2.409.346, bei 410.000 Pfund (Taxe 300.000 bis 400.000 GBP).

Die amerikanische Pop Art ging mit vier Andy Warhols an den Start, die allesamt, davon zwei zu Millionenpreisen, weitervermittelt werden konnten. Für einen roten, im Gesicht gelblich leuchtendenden „Mao“ aus dem Jahr 1973 hatte sogar schon ein unwiderrufliches Vorgebot vorgelegen, er schaffte am Ende gute 6,7 Millionen Pfund (Taxe 5,5 bis 7,5 Millionen GBP). Etwas enttäuschend dagegen die 1,8 Millionen Pfund für Roy Lichtensteins vielleicht doch etwas gefälliges, leichtes „Interior with Painting of Trees“ aus seinem letzten Lebensjahr 1997 (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen GBP). Auch zwei Arbeiten Jean-Michel Basquiats landeten nur in der Nähe der unteren Schätzung: sein „Tenor“ mit schwarzen Tiersilhouetten von 1985 bei 3,8 Millionen Pfund (Taxe 3,8 bis 4,8 Millionen GBP) und die zwei Figuren in „Water-Worshipper“ von 1984 bei 2,15 Millionen Pfund (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen GBP). Dafür legte seine titelose Papierarbeit von 1981 mit ebenfalls fratzenhaften Gesichtern und einer Häuserfront auf schwarzem Grund auf 1,45 Millionen Pfund zu (Taxe 700.000 bis 900.000 GBP). Für seine mit Schießpulver gestaltete Schriftzeichnung „Cherry“ von 1967 sahnte Ed Ruscha 140.000 Pfund ab (Taxe 70.000 bis 100.000 GBP), während seine violetten Worte „Several Flames“ auf rotem Grund bei 250.000 bis 350.000 Pfund nicht beachtet wurden.

Gerhard Richter kam noch einmal mit einem rot-silbrig schimmernden Abstrakten Bild aus dem Jahr 1997 mit der Werknummer 845-7 bei 3,5 Millionen Pfund zum Zuge (Taxe 2 bis 3 Millionen GBP). Sein Landsmann Martin Kippenberger war mit der frechen, surrealistisch anmutenden „Eifrau, die man nicht schubladieren kann“ von 1996 vertreten, die bei 1,55 Millionen Pfund etwa die Mitte der Schätzung traf. Sigmar Polkes verspielte, in formalstilistisch verschiedenen Bildebenen sich abspielende Vision „Rokoko“ von 1994 steigerte sich von 1 bis 1,5 Millionen Pfund auf 2,2 Millionen Pfund. Während Thomas Struths Fotoarbeit von Dürers bekanntem Selbstportrait aus der Alten Pinakothek in München die obere Schätzung von 400.000 Pfund erreichte, kam Anselm Kiefer mit seiner historisch konnotierten materialreichen Leinwand „Laßt tausend Blumen blühen“ von 1998 nicht zum Zug (Taxe 600.000 bis 800.000 GBP).

Für den jüngsten Künstler ebnete Sotheby’s den Weg zu einer möglicherweise rasant aufwärts gehenden Karriere: Der gerade einmal 24jährige Lucien Smith belegte mit seiner schwarz besprenkelten Leinwand „Two Sides of the Same Coin“ aus dem Jahr 2012 die erste Position der 57 Losnummern und am Ende mit 185.000 Pfund einen der höchsten Auktionsränge für die jüngste Generation der internationalen Künstler (Taxe 40.000 bis 60.000 GBP). Damit übertraf Smith sogar den Abendauktion nicht unerfahrenen New Yorker Dan Colen, der mit seinem bunten Konfetti-Bild „The Space between her Belly Button and her Breast“ von 2010 nicht über 130.000 Pfund hinauskam (Taxe 150.000 bis 200.000 GBP).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Sotheby’s London

34-35 New Bond Street

GB-W1AsAA London

Telefax:+44 (020) 72 93 59 24

Telefon:+44 (020) 72 93 51 84



23.02.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


12.02.2014, Contemporary Art Evening Auction

Bei:


Sotheby's

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Vom Schöpfer lang gehütet

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Oliver Barker versteigert Gerhard Richters „Wand“
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