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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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In Deutschland noch zu entdecken: Die Hamburger Kunsthalle zeigt in einer Retrospektive das feinsinnige Werk der aus Hamburg stammenden, vor den Nazis nach Südamerika geflohenen Künstlerin Gego

Spiel mit Licht und Schatten



Gertrud Goldschmidt, Gego, während des Aufbaus einer Reticulárea

Gertrud Goldschmidt, Gego, während des Aufbaus einer Reticulárea

Ihr Spitzname Gego, der später ihr Künstlername werden sollte, stammte aus ihrer Kindheit in Hamburg. Zusammen mit ihrer Schwester spielte die jüdische Bankierstochter Gertrud Goldschmidt (1912-1994) mit dieser Abkürzung ihres Namens. Als letztes Mitglied ihrer Familie verließ die ausgebildete Architektin 1939 Nazi-Deutschland. Sie konnte zu Verwandten nach Caracas in Venezuela fliehen. Vorher löste sie noch die elterliche Villa auf und warf die Schlüssel in die Alster. In Südamerika, sie war bereits 41 Jahre alt, begann dann Gegos Karriere als Künstlerin. Die Hamburger Kunsthalle zeigt jetzt unter dem Titel „Line as Object“ die mit rund 120 Arbeiten bestückte, erste große Retrospektive in Deutschland mit vielen fragilen Leihgaben aus großen Museen.


Die Schau zeichnet nach, wie sich die Linie durch Gegos vornehmlich aus Papierarbeiten und Drahtskulpturen bestehendes Werk zieht. Die Südamerikanerin arbeitet mit Licht und Schatten, mit spinnennetzartigen Strukturen und geometrischen Formen, mit transparenten Körpern und Vorhängen aus Drahtelementen und mit der Bewegung im Raum. Damit hat sie ein Werk geschaffen, das auch immer wieder junge zeitgenössische Bildhauer wie etwa den in Berlin lebenden argentinischen Künstler Tomás Saraceno stark beeinflusst hat.

Gego legte bei ihren Arbeiten stets selbst Hand an. In ihrem Atelier formte sie mit der Zange die fragilen „Reticuláreas“ im Raum – schwebende Objekte aus Draht, die dem Betrachter gleichzeitig die Möglichkeit geben, sie anzuschauen und durch sie hindurchzusehen. Für diese netzartig angelegten Rauminstallationen mied Gertrud Goldschmidt den Begriff Skulptur, da er für sie traditionell mit Masse und Volumen verbunden war. Sie setzte dagegen lieber auf größtmögliche Transparenz und Leichtigkeit. Ihre Werke gleichen Strukturen und Zeichnungen im Raum, durch die Besucher wandeln kann und so in die Arbeit integriert wird. Auch in ihren Arbeiten auf Papier, in Druckgrafiken, Künstlerbüchern, Aquarellen und Handzeichnungen wird Gegos besonderes Interesse an der Linie als grundlegendes gestalterisches Element deutlich. Sie selbst hat dies einmal mit dem Satz „Line as object to play with“ ausgedrückt. Neben den skulpturalen Arbeiten zeigt dies die Hamburger Schau anhand von Zeichnungen aus 40 Jahren ihres Schaffens.

Als ausgebildete Architektin – sie studierte an der Technischen Hochschule in Stuttgart bei Paul Bonatz – nutzte Gego ihr Wissen über geometrische Formen, Volumina und Körper im Raum als Grundlage für ihre künstlerischen Untersuchungen. In ihren verschiedenen Werkgruppen, darunter dem „Dibujo sin papel“ (Zeichnung ohne Papier), den kleinformatigen und spielerischen „Bichitos“ (Kleine Viecher) oder den späten „Tejeduras“ (Webereien), strebte sie zu einer immer größer werdenden Freiheit und Autonomie der Linie. In Südamerika wurde die deutschstämmige Künstlerin sehr bekannt. Ihr Werk ist dort in allen wichtigen Sammlungen vertreten. In Deutschland aber ist sie noch zu entdecken. Gertrud Goldschmidt starb 1994 im Alter von 82 Jahren in Venezuela.

Die Ausstellung „Gego – Line as object“ ist bis zum 2. März zu sehen. Die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Der Katalog aus dem Hatje Cantz Verlag kostet 29,90 Euro.

Kontakt:

Hamburger Kunsthalle

Glockengiesserwall

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428 131 200

Telefax:+49 (040) 428 543 409



16.02.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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29.11.2013, Gego - Line as object to play with

Bei:


Hamburger Kunsthalle

Bericht:


Die Linie als Essenz

Variabilder:

Gertrud Goldschmidt – Gego, Reticulárea im Museo de
 Bellas Artes, Caracas, 1969
Gertrud Goldschmidt – Gego, Reticulárea im Museo de Bellas Artes, Caracas, 1969

Variabilder:

Gertrud Goldschmidt – Gego, Sin título, 1980
Gertrud Goldschmidt – Gego, Sin título, 1980

Variabilder:

Gertrud Goldschmidt – Gego, Tejedura 89/13, 1989
Gertrud Goldschmidt – Gego, Tejedura 89/13, 1989

Variabilder:

Gertrud Goldschmidt – Gego, Dibujo sin papel 79/2, 1979
Gertrud Goldschmidt – Gego, Dibujo sin papel 79/2, 1979

Variabilder:

Gertrud Goldschmidt – Gego, Sin título, 1980
Gertrud Goldschmidt – Gego, Sin título, 1980

Variabilder:

Gertrud Goldschmidt – Gego, Esfera N° 5, 1977
Gertrud Goldschmidt – Gego, Esfera N° 5, 1977







Gertrud Goldschmidt – Gego, Reticulárea im Museo de Bellas Artes, Caracas, 1969

Gertrud Goldschmidt – Gego, Reticulárea im Museo de Bellas Artes, Caracas, 1969

Gertrud Goldschmidt – Gego, Sin título, 1980

Gertrud Goldschmidt – Gego, Sin título, 1980

Gertrud Goldschmidt – Gego, Tejedura 89/13, 1989

Gertrud Goldschmidt – Gego, Tejedura 89/13, 1989

Gertrud Goldschmidt – Gego, Dibujo sin papel 79/2, 1979

Gertrud Goldschmidt – Gego, Dibujo sin papel 79/2, 1979

Gertrud Goldschmidt – Gego, Sin título, 1980

Gertrud Goldschmidt – Gego, Sin título, 1980

Gertrud Goldschmidt – Gego, Esfera N° 5, 1977

Gertrud Goldschmidt – Gego, Esfera N° 5, 1977

Gertrud Goldschmidt, Gego, während des Aufbaus einer Reticulárea

Gertrud Goldschmidt, Gego, während des Aufbaus einer Reticulárea

Gertrud Goldschmidt – Gego, Dibujo sin papel 87/3, 1987

Gertrud Goldschmidt – Gego, Dibujo sin papel 87/3, 1987

Reticulárea in der Ausstellung „Gego – Line as object“

Reticulárea in der Ausstellung „Gego – Line as object“




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