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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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63 Prozent mehr Besucher als 2012: Mit mutigen Ausstellungen auch zu gesellschaftspolitischen Themen hat sich das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe 2013 profiliert. Rückblicke und Ausblicke vermittelte das Haus jetzt auf seiner Jahrespressekonferenz

Über die eigene Sammlung hinaus



Zahlen und Fakten, die sich sehen lassen können: 251.000 Besucher im Jahr 2013 und somit 63 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein ausgewogenes Ergebnis im 30 Millionen Euro schweren Jahresetat. Womöglich sogar ein kleiner Überschuss, der jetzt in Ausstellungsprojekte fließen kann. Und das Prädikat „Ausstellung des Jahres 2013“ des Deutschen Kunstkritikerverbandes für die Schau „Kairo. Offene Stadt“, die sich mit der Flut digitaler Bilder nach dem Sturz des Mubarak-Regimes beschäftigte. Auf seiner Jahrespressekonferenz konnte das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) ausschließlich positive News vermelden. Direktorin Sabine Schulze führt den Erfolg ihres Hauses unter anderem auf die Strategie zurück, in insgesamt 16 Ausstellungen eben nicht nur die Connaisseure von Porzellan, Silber oder Design zu bedienen, sondern gezielt auch gesellschaftskritische Themen aufzugreifen: „Wir haben mit dem Ausstellungsprogramm das ausgereizt, was ein Museum für Kunst und Gewerbe überhaupt leisten kann.“


Mit mutigen Themensetzungen, die weit über die eigenen Sammlungsbestände hinausweisen, hat sich das Haus im Wettbewerb mit anderen Museen für angewandte Kunst in den letzten Jahren tatsächlich eine einzigartige Stellung erarbeitet. Allein die Ausstellung „Endstation Meer“, die sich dem Problem des Plastikmülls in den Weltmeeren stellte, verbuchte über 70.000 Besucher. Die besonders an ein jüngeres Publikum gerichtete Trickfilm-Schau „Pixar. 25 Years of Animation“ lockte sogar 82.000 Besucher an.

Derart ermutigt, bietet das MKG auch 2014 wieder eine vielfältige Mischung mit Ausstellungen zu Fotografie, Mode, historischen Musikinstrumenten und politischer Propaganda. Los geht es Anfang Februar mit der Schau „Die Zukunft fotografieren“ (7.2. bis 11.5.2014). Fünf deutsche und fünf russische Fotokünstler, darunter Beate Gütschow und Ricarda Roggan, erkunden darin utopische und dystopische Orte, stellen neue Technologien auf den Prüfstand und entlarven den fragilen Wahrheitsgehalt gesellschaftlicher Zukunftsversprechen.

Einer der Höhepunkte des Ausstellungsjahres folgt dann Ende Februar mit der Ausstellung „Mythos Chanel“ (28.2. bis 18.5.2014), die sich in drei Kapiteln der wohl stilprägendsten Modeschöpferin des 20. Jahrhunderts widmet. Zu sehen sind nicht nur 75 Originalentwürfe von Coco Chanel, darunter Kleider für Marlene Dietrich, sondern auch Filmdokumente, Modemagazine und Schmuck. Im Fokus steht aber auch die Wirkungsgeschichte des „Kleinen Schwarzen“ von Karl Lagerfeld bis zu H&M.

Den 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs beleuchtet das MKG unter dem Aspekt der mit dem Kriegsgeschehen einhergehenden Medienschlacht. Die mit über 400 Exponaten groß angelegte Schau „Krieg und Propaganda 14/18“ (20.6. bis 2.11.2014) führt Plakate, patriotische Kitschobjekte, Kriegsspielzeug, aber auch Bild- und Tondokumente aus allen beteiligten Ländern zusammen. Nach der Sommerpause greift dann die Fotografie- und Videoausstellung „Fette Beute. Reichtum zeigen“ (10.10.2014 bis 11.1.2015) wieder einen unübersehbaren gesellschaftlichen Trend kritisch auf. Untersucht wird die immer schamlosere Zurschaustellung von Statussymbolen auf sogenannten Millionärsmessen, bei Sport-Events oder in TV-Formaten wie „Die Geissens“. Historisch abgerundet wird die Schau allerdings auch mit Aufnahmen so berühmter Fotografen wie Edward Steichen oder Lisette Model.

Eine zweite Säule in der Ausstellungspolitik des MKG bilden auch 2014 aus der Sammlung heraus entwickelte Projekte. Musik- und Instrumentenliebhaber kommen etwa in der überwiegend aus der reichhaltigen Instrumentensammlung bestückten Ausstellung „Aus der Seele muss man spielen... – Klangwelt und Instrumentenbau zur Zeit C.P.E. Bachs“ (7.3. bis 30.12.2014) auf ihre Kosten. Johann Sebastian Bachs zweitältester Sohn gilt als führende Persönlichkeit für die Herausbildung eines bürgerlichen Musiklebens in Hamburg. Einblicke in das spätestens seit dem Fall Gurlitt hochbrisante Thema NS-Raubkunst vermittelt die als Work-in-Progress angelegte Schau „Provenienzforschung am Museum für Kunst und Gewerbe“ (ab 19.9.2014 für zunächst zwei Jahre), in der anhand von Objekten, Archivalien und historischen Auktionskatalogen auch dunkle Episoden der eigenen Ankaufsgeschichte transparent gemacht werden sollen.

Schließlich eröffnet das MKG Mitte November seine dann vollkommen neu konzipierte und erheblich erweiterte Sammlung islamischer Kunst, die zweitgrößte in Deutschland. Das Haus schließt sich damit einer Tendenz an, die zuletzt auch am Pariser Louvre, dem New Yorker Metropolitan Museum und dem Londoner Victoria & Albert Museum zu beobachten war: In Zeiten einer zunehmenden muslimischen Bevölkerung und eines auch aufgrund der weltpolitischen Entwicklung generell erstarkten Interesses an islamischer Kultur tragen dem auch die großen Museen der westlichen Welt Rechnung. Das Publikum darf also ab Ende 2014 gespannt sein auf eine überbordende Fülle wertvoller Schriftzeugnisse, Keramik, Teppiche, Alltags- und Luxusobjekte aus der gesamten arabischen Welt.

Kontakt:

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Steintorplatz

DE-20099 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428134 880

Telefax:+49 (040) 428134 999

E-Mail: service@mkg-hamburg



19.01.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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