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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Sächsische Kunst bei Schmidt in Dresden gefragt

Kecke Fische



Klassiker der sächsischen Moderne und Gegenwart gehörten zu denjenigen Künstlern, die am 14. September die höchsten Geldbeträge in die Kasse des Dresdner Auktionshauses Schmidt spülten. Wilhelm Lachnit beispielsweise erzielte mit seinem farbintensiven „Stillleben mit Eule“ aus der Mitte der 1950er Jahre 14.000 Euro, nur 2.000 Euro unterhalb der Erwartungen. Den gleichen Preis schaffte Siegfried Klotz’ neoimpressionistische Ansicht von Schlossturm, Hofkirche und Augustusbrücke in Dresden aus dem Jahr 1998. Hier hatten 7.000 Euro auf dem Etikett gestanden. Auch für die spätimpressionistischen Landschaften Otto Altenkirchs, der vor allem für seine plastischen Wolkenformationen bekannt wurde, konnte sich eine Reihe von Interessenten erwärmen. Zwei dieser Landschaften im pastosen Farbauftrag von 1908 und 1923 landeten mit 4.000 Euro und 5.500 Euro jeweils etwa im Rahmen der Erwartungen.


Besonders erfreulich verlief auf der 37sten Kunstauktion, die sich mit einer Zuschlagsquote von knapp 52 Prozent verabschiedete, die Versteigerung zweier Stillleben Albert Wigands. Sein kleines Bild „Fische“, die 1967 munter über den grünen Rahmen hinausdrängen, verdoppelte seinen Wert auf 3.200 Euro, das einige Jahre ältere „Stillleben mit Fisch und Zitrusfrüchten“ steigerte sich sogar von 2.400 Euro auf 10.000 Euro. Bernhard Kretzschmar riskierte wohl ebenfalls im mittleren 20sten Jahrhundert einen Blick über Felder und rauchende Schornsteine auf die sächsische Hauptstadt, was die Bieter mit 4.000 Euro honorierten (Taxe 4.500 EUR). Aus den 1960er Jahren hatte Wilhelm Rudolph eine unaufgeregte „Spätsommerliche Landschaft bei Dresden“ zu bieten, die bei 2.000 Euro einen Abnehmer fand (Taxe 2.400 EUR). Das Lokalkolorit lockte die Kunden auch zu dem günstig angesetzten, atmosphärischen Blick vom Neustädter Ufer auf die Dresdner Altstadt von Ludwig Muhrmann. Für das ebenfalls impressionistisch aufgefasste Gemälde spendierten sie 1.300 Euro (Taxe 1.200 EUR). Mit einer dann stillen traurigen Straßensilhouette von 1970 trat der 1930 in Chemnitz geborene Werner Wittig hinzu und erzielte damit 1.700 (Taxe 1.200 EUR).

Ein norwegischer Fjord Hans Andreas Dahls, den gedankenverloren eine Mutter mit ihrem Kind im Sommersonnenlicht betrachtet, für 7.000 Euro (Taxe 7.200 EUR), eine pastos aufgetragene Vorkriegsansicht von „Elbflorenz“ mit dominanter Hofkirche aus der Hand Ernst Kolbes für 4.200 Euro (Taxe 1.700 EUR), und Karl Kröners „Frühling im Paradies“, der 1947/48 mit der blühenden Weinlage in Radebeul von neuem Aufbruch kündet, für 3.200 Euro konnte Schmidt ebenfalls auf der Habenseite verbuchen (Taxe 2.400 EUR). 3.400 Euro gab es für Pol Cassels expressionistische „Katze auf Blau“ von 1926 (Taxe 3.200 EUR), 2.800 Euro für Curt Querners 1947 in französischer Kriegsgefangenschaft entstandenes Portrait des Schriftstellers Otto Ernst Kuderer (Taxe 3.200 EUR). Für 2.200 Euro und 1.400 Euro gingen zwei kraftvoll in Corinth-Manier auf die Malpappe gebannte Blumenstillleben von Helmut Schmidt-Kirstein aus den späten 1960er Jahren über die Bühne (Taxen 1.200 und 950 EUR).

Zu nennen ist ferner Elisabeth Ahnerts farbenfrohe Stickerei „Vogelflug über Gartenbeeten“ aus den 1960er Jahren für taxgerechte 2.600 Euro. Später machte sich die 1885 in Chemnitz geborene Künstlerin noch mit den wohl ebenfalls aus ihrem späten Schaffen stammenden Papiercollagen eines nächtlichen „Städtchens“ mit goldenem Mond und einer ebenfalls formvereinfachten „Stillleben mit Blumenvase“ bemerkbar, die mit 1.300 Euro und 950 Euro recht erfreulich abschlossen (Taxen 700 und 800 EUR). Hermann Glöckner reüssierte mit so unterschiedlichen Arbeiten wie dem noch eben gegenständlichen „Glatzkopf nach rechts, im schwarzen Rahmen“ von 1956 bei 3.000 Euro (Taxe 1.600 EUR) und der dann geometrisch-abstrakten, stark hochformatigen „Faltung von vier schwarz-weißen Rechtecken vertikal“ aus dem Jahr 1957 bei 5.500 Euro (Taxe 4.000 EUR). Im dreistelligen Bereich konnte Johannes Sack, Mitglied der Novembergruppe, mit seinen farbintensiven Pastellen aus den 1920er Jahren punkten, wie dem durch die Baumstämme rhythmisierten „Strandwald“, der auf 280 Euro zulegte (Taxe 120 EUR).

Teuerstes Kunstwerk des Tages wurde allerdings eine wohl eher umstrittene Schöpfung: Johannes Beutner hatte sein großformatiges Ölbild „Ernterast“ dreier teils nackter Damen beim Bade 1940/41 ganz dem Ideal nationalsozialistischen Kunstanschauung entsprechend gestaltet, was damals mit seiner Präsentation in der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst in München belohnt wurde. In jüngster Zeit werden Werke dieser Epoche wieder verstärkt in den Blick genommen und gelegentlich auch auf dem Markt gehandelt. Für den österreichischen Einlieferer sprangen jetzt immerhin 20.000 Euro dabei heraus (Taxe 24.000 EUR). 3.800 Euro schaffte Harald Metzkes’ traditionalistisch und surrealistisch wirkendes „Krokett“ mit einer Personengruppe beim Spiel im freien aus dem Jahr 1999 (Taxe 4.500 EUR). Werner Tübkes rotes Aquarellkreidenblatt „Bürgerkrieg etc.“, gezeichnet 1978 als Vorstudie für das berühmte Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen, wechselte bei 5.000 Euro den Besitzer (Taxe 4.800 EUR).

Keinen Abnehmer bei Schmidt fanden die beiden Hauptwerke des 19ten Jahrhunderts: Johan Christian Dahls romantische „Morgenstimmung bei Pillnitz“ von circa 1830 scheiterte an 60.000 Euro, Adolf Wichmanns historistisches „Gastmahl bei Rembrandt“ von etwa 1866 an 18.000 Euro. So konnte sich hier Robert Hermann Sterls zwischen Symbolismus und Impressionismus changierender „Reiter am Waldrand“ aus dem Jahr 1899 bei 7.000 Euro an die Spitze setzen (Taxe 8.000 EUR). Dahinter rangierte bei 4.000 Euro ein jugendstiliges Damenportrait Hans Ungers aus dem Jahr 1897 (Taxe 3.200 EUR), das freilich noch von einem Bildnis der Tochter des Künstlers mit Kappe und Hermelinkragen in schönem Goldrahmen aus dem Jahr 1907 für 4.800 Euro übertroffen wurde (Taxe 3.000 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Schmidt Kunstauktionen Dresden

Bautzner Straße 99

DE-01099 Dresden

Telefon:+49 (0351) 81 19 87 87

Telefax:+49 (0351) 81 19 87 88

E-Mail: mail@schmidt-auktionen.de



29.09.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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