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Eberhard Havekost in der Duisburger Küppersmühle

Ein angewinkeltes entblößtes Frauenbein stört den Blick auf karibische Gewässer und stellt eine einst erhabene, nun zum überfüllten Resort-Beach mutierte Naturerfahrung vor. Das Bein gewinnt eine widerstandfähige Realität durch die pastos aufgetragene Spur pfirsichfarbener Reflexe entlang seiner Konturen. „Ich bin daran interessiert, die Strukturen auseinander zu ziehen und neu zusammen zu bringen. Dass die Bilder, die entstehen, etwas gegen die Entmaterialisierung des Blicks unternehmen“, so kommentiert Eberhard Havekost seine Ölgemälde, von denen rund einhundert zur Zeit im Museum Küppersmühle in Duisburg unter der Überschrift „Titel“ zu sehen sind.

Der Maler geht mit der ihm eigenen Methode Dingen auf den Grund: Er zerlegt und manipuliert am Computer Alltagsmotive und Wahrnehmungen aus seinem visuellen Umfeld von Gebäuden über Gesichter bis hin zu Naturalien. Der Grad der Veränderung hält sich in Grenzen. Meist werden die Sujets verzerrt, Farbtöne abgewandelt, spezielle Ausschnitte gewählt. Diese bearbeiteten Aufnahmen dienen dann als fotografische Erinnerungsstützen bei der Umsetzung in traditioneller Ölmalerei in der letzten Bearbeitungsphase. Durch diesen Abstand erhalten die Bilder ihre Unabhängigkeit von den Vorlagen und ihre Eigenständigkeit.

Eberhard Havekost wendet sich von der Realität ab, konsumiert neu. Er entrückt eher unspektakuläre Momente, gleichsam flüchtige anonyme Zwischenwelten aus der gewöhnlichen Sichtweise. Dies provoziert zum Nachdenken über Veränderungen, die die Digitalisierung der optischen Sphäre bewirkt. Dabei oszillieren seine unscharfen Schichtungen zwischen Figurativem und Abstraktion. In den letzten Jahren hat dieses Pendeln an Radikalität zugenommen, denn nach Meinung Havekosts scheint es heutzutage nicht mehr wichtig, zwischen Wahrheit und Reproduktion, abstrakt und gegenständlich zu unterscheiden. Havekost betreibt die Malerei nicht nur von der Tradition her, sondern aus der Bildwelt heraus, als autonomes, kritisches Statement im allgemeinen Bilderstrom. Auf die Reihungen seiner ikonografischen Konstanten spielt auch die Namensgebung der Ausstellung „Titel“ an.

Eberhard Havekost wurde 1967 in Dresden geboren. In den 1990er Jahren studierte er an der dortigen Hochschule für Bildende Künste. Seit 2010 hat er eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf inne. Die Werkschau ist Bestandteil der Reihe „Akademos“, die renommierte Professoren dieser Akademie vorstellt. Der Schwerpunkt liegt auf Arbeiten aus den letzten fünf Jahren; zwanzig, teils serielle Bilder sind im Vorfeld der Ausstellung entstanden.

Die Ausstellung „Titel. Eberhard Havekost – Akademos“ ist noch bis zum 20. Oktober zu sehen. Das Museum Küppersmühle hat mittwochs von 14 bis 18 Uhr, donnerstags bis sonntags sowie feiertags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4,50 Euro; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre ist er kostenlos. Zur Ausstellung ist ein von Havekost selbst produziertes Künstlerbuch erschienen, das an der Museumskasse 28,50 Euro kostet.

Museum Küppersmühle
Philosophenweg 55
D-47051 Duisburg

Telefon: +49 (0)203 – 30 19 48 11
Telefax: +49 (0)203 – 30 19 48 21

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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