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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Das Prinzip Wiederholung: Der Hamburger Kunstverein zeigt neue Arbeiten von Natalie Czech und Nathan Hylden. Ebenfalls zu Gast: Das Modelabel Herr von Eden

Mach’s noch einmal, Sam



Mode, Gedichte, Fotografie und serielle Malerei. Im Hamburger Kunstverein sind zur Zeit zwei Einzelausstellungen zu sehen, die sich formal mit dem Stilmittel der Wiederholung auseinandersetzen. Die Berlinerin Natalie Czech, Jahrgang 1976, zeigt konzeptuelle Fotografie an der Schnittstelle zur konkreten Poesie, und unter dem Titel „Meanwhile“ ist die erste institutionelle Einzelausstellung des 1978 geborenen Malers Nathan Hylden aus Los Angeles zu sehen. Im Foyer des Kunstvereins erhalten die Besucher zudem einen Einblick in die Kollektionen und Werbekampagnen des kultigen, zuletzt aber wegen Insolvenz in die Schlagzeilen geratenen Hamburger Modelabels Herr von Eden.


Natalie Czech stellt unter dem Titel „I cannot repeat what I hear“ zwei neue Serien vor, die literarische Prinzipien zum Ausgangspunkt nehmen. In „Poems by Repetition“ nimmt sie Bezug auf einen Text der amerikanischen Dichterin Gertrude Stein (1874-1946) über das Phänomen der Wiederholung. Czech wählt Kurzgedichte aus, die sie dann in ihrer Fotografie visualisiert. Fotografisches Ausgangsmaterial können Magazinseiten sein, ein Lehrbuch für Tanzschritte, der E-Book-Reader Kindle, Plattencover mit Kultcharakter oder Motive aus der jüngeren Kunstgeschichte, die sich ins kollektive Bildgedächtnis eingeprägt haben. Czech markiert einzelne Wörter und Buchstaben in den abfotografierten Vorlagen, so dass ausgewählte Kurzgedichte, etwa von Allen Ginsberg, im fremden Text sichtbar werden.

Aus der Kombination zunächst disparater Elemente des allgemeinen kulturellen Gedächtnisses entstehen so überraschend neue Sinnzusammenhänge. Der Betrachter kann in den die glatte Perfektion der Werbeästhetik ironisierenden Fotografien Czechs Hinweise auf frühe Filme von Yoko Ono und John Lennon, die erste kommerziell erfolgreiche Single von Pink Floyd oder die legendäre Serie „Men in the Cities“ des US-Künstlers Robert Longo aus den 1980er Jahren erkennen. In ihrer zweiten Serie „Voyelles“ bezieht sich Natalie Czech auf ein Sonnet des französischen Dichters Arthur Rimbaud aus dem Jahr 1871. Sie bat zehn renommierte Autoren, einen fiktiven Brief zu schreiben, der sich mit der synästhetischen Wahrnehmung auseinandersetzt.

Nathan Hylden, der in Frankfurt und Los Angeles studiert hat, nimmt sein Studio als Ausgangspunkt für seine Ausstellung „Meanwhile“. Zu sehen sind die im Laufe eines Tages durch den Raum wandernden Schattenrisse von Möbeln und Gegenständen in seinem Atelier, die Hylden fotografiert und per Siebdruck auf zehn gleich große Aluminiumplatten überträgt. Danach bearbeitet er diese mit Acrylfarbe. Durch die strenge Hängung betont Hylden den seriellen und filmischen Charakter seiner Arbeit. Aus einer weiteren Serie präsentiert Hylden jeweils zwei abstrakte Motive nach einem dialogischen Prinzip. Eine positive und eine negative Variante hängen sich gegenüber. Große Teile des Ausstellungsraums lässt er einfach leer.

„Ich wollte den Raum hier so offen wie möglich lassen und die Präsenz der Architektur betonen“, sagt er. Nathan Hylden steht in der Tradition konzeptueller kalifornischer Malerei der 1970er und 1980er Jahre, die er weiter entwickelt und neu auslotet, indem er mit Varianten, Wiederholungen und kleinen Veränderungen spielt. In Verbindung mit der ebenfalls sehr durchdachten Bildstrategie von Natalie Czech ergibt das eine ziemlich coole, aber umso sehenswertere Sommerausstellung.

Die Ausstellung „Natalie Czech: I cannot repeat what I hear“ ist bis zum 1. September, „Nathan Hylden: Meanwhile“ bis zu 15. September zu sehen. Der Kunstverein in Hamburg hat täglich außer montags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro. Für Mitglieder, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er kostenlos. Der Katalog ist in Vorbereitung.

Kontakt:

Kunstverein in Hamburg

Klosterwall 23

DE-20095 Hamburg

Telefax:+49 (040) 32 21 59

Telefon:+49 (040) 33 83 44

E-Mail: hamburg@kunstverein.de



10.08.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Künstler:

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Natalie Czech










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