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Hans Salentin im Museum Morsbroich

Noch bis Ende August macht das Museum Morsbroich in Leverkusen auf einen weitgehend vergessenen Künstler der deutschen Nachkriegsavantgarde aufmerksam. Den 2009 in Köln verstorbenen Hans Salentin rechnet Fritz Emslander, Kurator der Ausstellung und Leiter der Grafischen Sammlung, zu den wichtigsten Bildhauern nach 1945. Mit über 100 Exponaten, Collagen und Zeichnungen, Reliefs und Plastiken, Fotoleinwänden und Materialbildern, gibt die Ausstellung einen Überblick über Salentins Schaffen seit den frühen 1960er Jahren und schlägt einen Bogen von seinen Frühwerken im Umkreis des Informel und seinen Skulpturen der 1960er Jahre über die Auseinandersetzung mit Mensch und Technik in seinen Bildcollagen der 1970er bis 1990er Jahre bis zu den collagierten Werbebildern, die den späten Salentin in die Nähe der Pop Art rücken.

Geboren 1925 in Düren, gehörte Hans Salentin schon während seiner Studienzeit an der Düsseldorfer Kunstakademie von 1950 bis 1954 zu den progressiven Vertretern der sich formierenden rheinischen Kunstszene. Mit Heinz Mack und Otto Piene gründete er die Düsseldorfer Gruppe ZERO, entschied sich jedoch ab 1962/63 für einen eigenen Weg: In Reliefs und Skulpturen aus Maschinenteilen vom Altmetallhändler entwarf er Fahrzeuge, Astronauten und utopisch wirkende Maschinen. Parallel dazu entstand ein umfangreiches Werk von Papier- und Leinwandarbeiten, die wie sein bildhauerisches Schaffen auf den Prinzipien von Collage und Montage beruhen. Dabei überführte Salentin das objet trouvé zum objet corrigé. So experimentierte er mit Reliefs aus Dachziegeln und Zinkblechen, montierte ebenfalls in den 1960er Jahren Skulpturen aus Aluminiumgussteilen und startete in den 1970er Jahre mit seinen Fotomontagen und Bildcollagen, deren verfremdete Gegenständlichkeit in eine (zukünftige) Welt der Technik weist und zugleich die Utopien seiner Zeit reflektiert. Mit seinem „Mondkarren“, einem futuristischen Fahrzeug, und weiteren an Science-Fiction erinnernden Objekten wurde Salentin 1977 zur Documenta nach Kassel eingeladen.

Die Ausstellung „Hans Salentin – Collagen mit Papier und Metall“ ist bis zum 25. August zu sehen. Das Museum Morsbroich hat täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5,50 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Museum Morsbroich
Gustav-Heinemann-Straße 80
D-51377 Leverkusen

Telefon: +49 (0)214 – 855 560
Telefax: +49 (0)214 – 855 56 44

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


03.03.2013, Hans Salentin. Collagen mit Papier und Metall

Bei:


Schloss Morsbroich, Städtisches Museum Leverkusen

Künstler:

Hans Salentin








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