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Selten zu sehen: Das vielfältige und formal elegante druckgrafische Werk des britischen Konzept- und Land Art-Künstlers Richard Long wird jetzt erstmals komplett in der Hamburger Kunsthalle gezeigt

Weit mehr als Steinhaufen und Trampelpfade



Zu Fuß unterwegs war er fast überall auf der Welt. In der Antarktis, den Weiten Argentiniens oder der Mongolei, in Neuseeland, Australien oder Südafrika, und immer wieder in den oft kargen Landschaften seiner britischen Heimat. Der Künstler Richard Long erwandert Landschaften, die sich durch ihre ursprüngliche Unberührtheit und das Fehlen von Straßen, Wegen und sonstigen Spuren der Zivilisation auszeichnen. In oft tage- und wochenlangen Fußmärschen begibt er sich ganz unmittelbar in die Natur. Mal bereitet er sich akribisch anhand von detailliertem Kartenmaterial vor. In anderen Fällen überlässt er die Route den Launen der Natur, etwa indem er versucht, dem Lauf einer Wolke zu folgen. Konzeptuelle Strenge trifft in seinem Werk auf Intuition und Naturverbundenheit.


Bekannt geworden ist Long für seine Bodenskulpturen aus aufgesammelten Steinen oder aus Treibholz, die er im Ausstellungsraum zu großformatigen Kreisen oder Rechtecken arrangiert. Spuren dieser Art hinterlässt er aber auch als temporäre Werke in den besuchten Landschaften. Richard Long geht dabei sehr sensibel vor. Seine Land Art-Installationen sind oft ephemer und werden lediglich durch Fotografien, die der Künstler vor Ort anfertigt, für die Nachwelt erhalten. So auch seine frühe, heute als ein Meilenstein der Konzeptkunst geltende Arbeit „A Line Made by Walking“ von 1967, ein gerade verlaufender Trampelpfad, den Long durch beharrliches Auf- und Abgehen auf einer englischen Wiese hinterließ. Der 1945 im südwestenglischen Bristol geborene Künstler gehört damit zu den weltweit wichtigsten Vertretern der Land Art.

Die Hamburger Kunsthalle widmet sich jetzt einem lange Zeit übersehenen Werkaspekt. Mit der Schau „Richard Long – Prints 1970-2013“ präsentiert sie die weltweit erste Ausstellung, die Longs komplettes druckgrafisches Werk umfasst. Insgesamt 50, oft aus zahlreichen Blättern bestehende druckgrafische Arbeiten des Künstlers sind in der von Brigitte Kölle kuratierten Schau nach der Station im Museum Kurhaus Kleve zu sehen. Die skulpturale Arbeit „Mountain Circle, Frankfurt“ von 1991, ein weißer Kreis aus Kalksteinen, ergänzt die Schau.

Das Medium Druckgrafik gehört zwar nicht zu den primären Ausdrucksformen Longs. Häufig schuf er seine Arbeiten auf Papier als Editionen oder Jahresgaben, um Ausstellungshäuser, kleinere Galerien oder Hilfskampagnen für Afrika zu unterstützen. Dennoch überrascht Long den Betrachter durch die perfekte Beherrschung der unterschiedlichsten Drucktechniken. Ob klassische Radierungen, Sieb- oder Offsetdrucke nach eigenen Fotografien, Monotypien, reine Textarbeiten, Hand- oder Fußabdrücke mit dem Schlamm des Nils oder des Flusses Avon, der seine Heimatstadt durchfließt: Richard Long beweist auch als Druckgrafiker, dass er es versteht, konzeptuelle, performative und experimentelle Elemente, gepaart mit Respekt für die Natur und den Planeten, in Arbeiten von großer Suggestivität und formaler Eleganz umzusetzen.

Die Ausstellung „Richard Long – Prints 1970-2013“ ist bis zum 20. Oktober zu sehen. Die Hamburger Kunsthalle hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Der Katalog ist im Verlag der Buchhandlung Walther König erschienen und kostet 24,50 Euro.

Kontakt:

Hamburger Kunsthalle

Glockengiesserwall

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428 131 200

Telefax:+49 (040) 428 543 409



28.07.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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