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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Resultate: Alte Kunst und Kunsthandwerk bei Neumeister in München

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Franz von Stuck, Tochter Mary als Spanierin

Franz von Stuck, Tochter Mary als Spanierin

Signifikante Werke bekannter Meister des 19ten und frühen 20sten Jahrhunderts garantierten einige der höchsten Preise auf der vergangenen Versteigerung Alter Kunst bei Neumeister in München. Franz von Stucks Bildnis der Tochter Mary als Spanierin beispielsweise in prachtvollem Neorenaissancerahmen fand erst bei 28.000 Euro einen Abnehmer, geschätzt war es auf 20.000 bis 25.000 Euro. Einen ähnlichen Preissprung auf 31.000 Euro vollführten Alexander Koesters zehn muntere „Enten in Herbststimmung (Entenidyll)“ in unverwechselbarer spätimpressionistischer Pinselführung. Für 29.000 Euro im oberen Bereich der Erwartungen ging Carl Spitzwegs „Mönch bei der Weinprobe“ weg. Der kleine, nicht einmal zwanzig Zentimeter hohe Karton lässt sich seit spätestens 1914 nachweisen, war jedoch womöglich schon fünfzig Jahre vorher auf einer Verkaufsausstellung im Dresdner Kunstverein zu haben.


Da Neumeister im Nachverkauf immer sehr stark ist, konnte sich die nicht gerade berauschende Zuschlagsquote nach Losen von unter 40 Prozent am Auktionstag aktuell auf knapp 57 Prozent steigern. Insgesamt war das Münchner Auktionshaus in seiner klassischen Domäne, der deutschen Malerei des 19ten Jahrhunderts, am ehesten zu Hause. Versteigert werden konnten etwa auch zwei Landschaften Ludwig Sckells, darunter seine unbekümmerten „Fischer am Seeufer“, für 6.800 Euro (Taxe 4.500 bis 5.000 EUR) sowie Julius Seylers quirlig von Booten und Menschen bevölkerter „Hafen von Marseilles“ für 4.000 Euro (Taxe 1.200 bis 1.500 EUR). Ein kleines Gebirgsdorf an einem See im Mondschein, vielleicht Mitte der 1860er Jahre von dem berühmten Münchner Landschafter Heinrich Bürkel in spätromantischer Heiterkeit auf die Leinwand gebannt, konnte seinen Wert auf 14.000 Euro sogar mehr als verdreifachen. Albrecht Adams biedermeierliches Reitergefecht „Schlacht bei Ostrowno“, 1833 gut zwanzig Jahre nach dem Ereignis aus den napoleonischen Kriegen entstanden, schaffte die obere Schätzung von 20.000 Euro.

Unter den Portraits brachte es neben Stucks Bildnis der Tochter Franz Napoleon Heigels Abkonterfaktur Herzog Maximilians von Leuchtenburg, eines Enkels des ersten bayerischen Königs Max I. Joseph, am weitesten. Bereits zum zweiten Mal angeboten, schaffte der in die Ferne blickende junge Mann in Militäruniform bei 8.000 Euro den Absprung (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR). Als Genremaler trat Heinrich Jakob Fried mit seinem humorvollen Werk „Don Quijote und Sancho Panza“ von 1837 erfolgreich bei 9.000 Euro an (Taxe 4.000 bis 4.500 EUR). Ausflüge ins Ausland führten die Kunden des Auktionshauses unter anderem zu Giuseppe Barison mit einer venezianischen Straßenszene an einem Gemüsestand, die sich leicht von 20.000 bis 25.000 Euro auf 27.000 Euro verbesserte. Eugène-Alexis Girardets einen Meter breites Orientpanorama „Bei Biskra – Nomadenlager mit zwei reisenden Europäern“ aus dem Jahr 1879, mit 50.000 bis 55.000 Euro das Hauptlos der Auktion, musste allerdings an den Einlieferer zurückgeschickt werden. Unter den Zeichnungen Neuerer Meister ist eine großformatige aquarellierte Venedig-Impression Alberto Prosdocimis mit der Ansicht zweier Kirchen am Canale della Giudecca für 5.100 Euro zu nennen (Taxe 4.500 bis 5.000 EUR).

Bei den Alten Meistern reüssierten Werke von guter Qualität auch dann, wenn ihre Schöpfer nicht namentlich bekannt waren. Die großformatige Pietà eines Antwerpener Manieristen der Zeit um 1580 etwa erzielte 14.600 Euro (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR), stolze 40.000 Euro waren es sogar für eine Maria lactans der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die stilistisch in die Gegend um Bologna lokalisiert wird. Spätgotik und Frührenaissance reichen sich in dieser Holztafel die Hand (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR). Eine dem Florentiner Francesco Brini zugeschriebene Madonna mit Johannesknaben erreichte mit 13.000 Euro ebenso die Schätzung wie eine barbusige Venus mit zwei Amoretten aus der Werkstatt Pietro Liberis mit 15.000 Euro. Bei 11.000 Euro landete eine hübsche Kupferplatte mit der Verbildlichung des Grundsatzes „Sine Cerere et Baccho friget Venus“ aus der Nachfolge Jan Brueghels d.Ä. (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR).

Die größte Überraschung am 26. Juni hielt das Kunsthandwerk bereit. Ein zunächst unscheinbarer Jugendstil-Standspiegel, den Neumeister nur vage dem berühmten Münchner Designer und Architekten Richard Riemerschmid zugeschrieben hat, erwies sich offenbar als ein Werk des nur wenig jüngeren Kollegen Bernhard Pankok. Bis heute genießt dieser im künstlerischen Umfeld der Zeit um 1900 einen kaum geringeren Ruf als Riemerschmid, so dass sich der Wert des Möbelstücks von 500 bis 600 Euro auf 27.000 Euro rund verfünfzigfachte. Dem hatten die übrigen Objekte wenig entgegenzusetzen, auch wenn eine klassizistische Tabakdose des ausgehenden 18ten Jahrhunderts aus dem deutschsprachigen oder Schweizer Raum mit 5.000 Euro (Taxe 1.800 bis 2.000 EUR) oder mehrere Barock- und Rokokomöbel für bis zu 9.700 Euro ebenfalls über Erwarten gut abschlossen.

Beim Porzellan wechselte eine chinesische Vase aus der Zeit der Qing-Dynastie für 5.500 Euro den Besitzer (Taxe 700 bis 800 EUR). Auf deutscher Seite beeindruckte hier Konrad Hentschels elegante Dame, auf einer Bank sitzend, in einer Ausführung der Meißner Manufaktur aus dem ersten Viertel des 20sten Jahrhunderts für 3.800 Euro (Taxe 1.200 bis 1.500 EUR). Ein zähes Ringen erlebte noch einmal die Skulpturenabteilung, als sich Ernst Julius Hähnels 1847 in Wien gegossenes Bronzerelief einer mythologischen Szene mit Kentaur, Mänade und letztere bedrängendem Satyr von 6.500 bis 7.500 Euro deutlich auf 14.100 Euro hochschraubte. Ein norddeutsches Holzrelief mit der Anbetung der Könige und eine barocke Elfenbeinfigur der trauernden Muttergottes unterm Kreuz konnten mit 5.800 Euro und 6.800 Euro ihren Wert jeweils fast verdoppeln.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

Barer Straße 37

DE-80799 München

Telefax:+49 (089) 23 17 10 55

Telefon:+49 (089) 231 71 00

E-Mail: auctions@neumeister.com



21.07.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Konrad Hentschel, Dame, auf einer Bank sitzend
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Trauernde Maria, Süddeutschland, 17. Jahrhundert
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Schrank, Mitteldeutschland, 18. Jahrhundert

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Taxe: 3.800 - 4.200 EURO

Zuschlag: 8.500,- EURO

Losnummer: 347

Pietro Liberi und Werkstatt, Venus mit zwei Amoretten, 1670

Pietro Liberi und Werkstatt, Venus mit zwei Amoretten, 1670

Taxe: 14.000 - 16.000 EURO

Zuschlag: 15.000,- EURO

Losnummer: 497

Heinrich Jakob Fried, Don Quijote und Sancho Panza, 1837

Heinrich Jakob Fried, Don Quijote und Sancho Panza, 1837

Taxe: 4.000 - 4.500 EURO

Zuschlag: 9.000,- EURO

Losnummer: 544

Francesco Brini zugeschrieben, Maria mit dem Kind und dem Johannesknaben

Francesco Brini zugeschrieben, Maria mit dem Kind und dem Johannesknaben

Taxe: 12.000 - 15.000 EURO

Zuschlag: 13.000,- EURO

Losnummer: 471

Tabatière, Deutschland oder Schweiz, Ende 18. Jahrhundert

Tabatière, Deutschland oder Schweiz, Ende 18. Jahrhundert

Taxe: 1.800 - 2.000 EURO

Zuschlag: 5.000,- EURO

Losnummer: 238

Pietà, Antwerpen, um 1580

Pietà, Antwerpen, um 1580

Taxe: 6.000 - 8.000 EURO

Zuschlag: 14.600,- EURO

Losnummer: 468

Bernhard Pankok, Standspiegel, um 1902

Bernhard Pankok, Standspiegel, um 1902

Taxe: 500 - 600 EURO

Zuschlag: 27.000,- EURO

Losnummer: 277

Heinrich Bürkel, Gebirgsdorf an einem See bei Mondschein

Heinrich Bürkel, Gebirgsdorf an einem See bei Mondschein

Taxe: 4.000 - 4.500 EURO

Zuschlag: 14.000,- EURO

Losnummer: 531

Paar Kommoden, Mitteldeutschland, 18. Jahrhundert

Paar Kommoden, Mitteldeutschland, 18. Jahrhundert

Taxe: 5.000 - 7.000 EURO

Zuschlag: 9.700,- EURO

Losnummer: 364

Carl Spitzweg, Mönch bei der Weinprobe

Carl Spitzweg, Mönch bei der Weinprobe

Taxe: 25.000 - 30.000 EURO

Zuschlag: 29.000,- EURO

Losnummer: 621

Alexander Koester, Enten in Herbststimmung

Alexander Koester, Enten in Herbststimmung

Taxe: 20.000 - 25.000 EURO

Zuschlag: 31.000,- EURO

Losnummer: 572

Alberto Prosdocimi, Venedig

Alberto Prosdocimi, Venedig

Taxe: 4.500 - 5.000 EURO

Zuschlag: 5.100,- EURO

Losnummer: 443




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