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Vor sechs Monaten ist der Internetversteigerer Auctionata an den Start gegangen. Viel heiße Luft oder zukünftiger Platzhirsch einer neuen Auktionsära, fragen sich Branchenbeobachter. Einen ersten Rekord hat man mit 1,8 Millionen Euro für ein Schiele-Gouache bereits eingefahren

Die digitale Vermessung des Auktionswesens



Internet-Auktionsrekord für Egon Schieles Gouache „Liegende Frau“ von 1916: 1,8 Millionen Euro inklusive Aufgeld

Internet-Auktionsrekord für Egon Schieles Gouache „Liegende Frau“ von 1916: 1,8 Millionen Euro inklusive Aufgeld

So eine Geschichte würden das Dorotheum in Wien oder Christie’s in London auch gern erzählen. In einer Mappe mit Lichtdrucken von Werken Egon Schieles fand der Experte des Internetversteigerers Auctionata eine originale Zeichnung des anerkannten Expressionisten. Schätzwert: zwei Millionen Euro. Bessere Werbung kann es nicht geben, noch dazu nur zwei Monaten nach dem Start Auctionatas in die virtuelle Auktionswelt. Ende Juni ist Schieles Gouache „Liegende Frau“ von 1916 für 1,8 Millionen Euro inklusive Aufgeld einem Sammler in Wien zugeschlagen worden. Auctionata hat damit seinen ersten Rekord. Bislang galt Andy Warhols „Flowers“ mit einem Resultat von 1,3 Millionen Dollar als teuerstes Bild, das via Internet versteigert wurde. Auctionata spielt sich damit in die Liga der siebenstelligen Zuschläge, und das ganz ohne Vorbesichtigung und ohne Auktionssaal.


Dem Internet gehört die Zukunft des Kunstmarktes. Das prophezeit Alexander Zacke, gemeinsam mit Georg Untersalmberger Gründer und Geschäftsführer von Auctionata, dem einzigen absolut virtuellen Auktionshaus. Die Hälfte aller traditionellen Auktionshäuser, so der Österreicher, werde in ein paar Jahren nicht mehr existieren. Der Mensch und auch der Kunstkäufer wird immer die schnellste, bequemste Möglichkeit wählen. Das ist Zackes Hoffnung, und darauf ist das Unternehmen ausgerichtet. Über 250 Experten stehen von Berlin, wo die Firma angesiedelt ist, über London, New York, Singapur und Melbourne bereit, um Ware zu begutachten und zu akquirieren. „Source local, sell global“ heißt die Devise. Jeden Freitag werden momentan etwa 100 Lose – mal Zeichnungen und Gemälde, mal Luxusuhren, mal Silber – versteigert. Dann steht Fabian Markus im hauseigenen Fernsehstudio am Pult und kommuniziert via Internet mit den Interessenten. Neben ihm das Objekt, vorgestellt von einem Experten. „Dieses Life-Gefühl gab es bei anderen Internetauktionen noch nicht, das vermittelt das Gefühl einer echten Auktion“, so Zacke.

Doch das allein ist es nicht, worauf das Unternehmen basiert. Hinter Auctionata steht eine Reihe von Investoren. Bright Capital, Holtzbrinck Ventures, die Raffay Group und andere investierten bislang 15 Millionen Euro in diese Plattform. Genug Kapital, um zu expandieren, um personell und technisch aufzustocken, um dort, wo im großen Maßstab Kunst umgesetzt wird wie etwa in den USA und Asien, mitzuspielen. Im nächsten Jahr schon wird ein weiteres Studio in New York eingerichtet. Von dort aus wird man schon mal den amerikanischen Käufer ganz unmittelbar erreichen. Kooperationen sind auch schon mit Chronoweb, einem Uhrennetzspezialisten in die Wege geleitet. In weniger als zehn Jahren will Auctionata eine marktbeherrschende Stellung im internationalen Kunstmarkt besitzen. Dabei hat man nicht die Verdrängung der kleineren, nationalen Häuser im Blick. „In absehbarer Zeit wird es mindestens eins der derzeit vier großen Auktionshäuser nicht mehr geben“, so Alexander Zacke.

Die Umsätze der ersten Auktionsmonate stimmen die Geschäftsführung zuversichtlich. Zehn Millionen Euro hatte man sich im ersten Jahr zum Ziel gesetzt. Schon jetzt hat man laut Zacke 5 bis 6 Millionen Euro eingespielt. Besonders erfolgreich dabei war die Auktion mit dem spektakulären Schiele-Fund. Auf gut zwei Millionen Euro ohne Aufgeld summierten sich die 68 verkauften Lose. Alexander Zacke schätzt, dass das Geschäft im zweiten Halbjahr noch anziehen und man weitere 15 Millionen Euro umsetzen wird.

Momentan ist Auctionata omnipräsent mit Anzeigen im Netz und in Printmedien. Das hat wohl auch manche gute Akquise ins Haus gespült, so dass hier nicht nur Schnäppchenjäger wie auf anderen Portalen unterwegs sind. Auch der Handel hat sich bereits engagiert. Die Galerie Wienerroither & Kohlbacher etwa hat hier Carl Molls „Wiener Villa“ ersteigert. Mit 34.000 Euro wurde das Gemälde von 1905 aufgerufen, bei 240.000 Euro erst fiel der Hammer, was den aktuellen Auktionsrekord markiert. Es kam aus einer Privatsammlung. Die letzen 50 Jahre war es weder auf dem Auktionsmarkt noch im Kunsthandel zu haben.

Doch das breite Angebot sieht auch bei Auctionata anders aus. Es bewegt sich zwischen 200 und 2.000 Euro. Dieses Preissegment interessiert die arrivierten Häuser wenig. Gewinne werden mit hochkarätiger Kunst erzielt, und Hochpreisigeres hatte im Internet bislang einen schweren Stand, was schon viele Versuche scheitern ließen. E-Bay hält sich als Fundgrube mit Flohmarktqualität seit Jahren auf dem gleichen Niveau, das Dorotheum hat seine Plattform „one, two, sold“ wegen zu geringer Gewinne wieder eingestellt und bei Sotheby’s, das über Händlereinlieferungen einen Seitenmarkt eröffnen wollte, haben die Zulieferer nicht richtig mitgezogen. Auctionata lässt seine Experten ausschwärmen wie Heuschrecken, bemerkte kürzlich ein Auktionator der traditionellen Fraktion. Die große Frage wird sein, was sie finden. Denn gute Ware ist knapp. Noch wissen die Traditionalisten, wo sie zu finden ist. Denn sie haben sie schließlich vor zehn, zwanzig, dreißig Jahren verkauft. Aber die Generation, die heute schon im Netz zu Hause ist, wird in diesem Spiel vielleicht bald neue Regeln aufstellen.

Die nächste Auktion findet am 5. Juli um 18 Uhr mit 50 Gemälden, hauptsächlich Landschaften der Mark Brandenburg, aus einem Berliner Nachlass statt, selbstverständlich im Internet unter www.auctionata.com.

Kontakt:

Auctionata AG

Franklinstraße 13

DE-10587 Berlin

Telefon:+49 (030) 98 32 02 22

E-Mail: info@auctionata.com



14.07.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Spindler

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Firmengründer und Geschäftsführer Alexander Zacke
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Firmengründer und Geschäftsführer Georg Untersalmberger
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Spitzenpreis für Carl Molls „Wiener Villa“: netto 240.000 Euro

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