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Im entscheidenden Augenblick nah dran: Im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe sind rund 120 farbintensive Aufnahmen des preisgekrönten amerikanischen Magnum-Fotografen Steve McCurry zu sehen

Das Zerbrechliche, das Schöne und das Erhabene



Ein tibetanischer Mönch im Teesalon unter einer Coca-Cola-Reklame. Vier Stelzenangler in Sri Lanka, die auf ins Meer gerammten Holzstangen ausharren. Ein winselnder Hund vor einer roten Fassade während des Monsun-Regens im indischen Porbandar. Drei Kamele, die während des Kuwait-Krieges 1991 vor brennenden Ölfeldern die Flucht antreten. Die überaus farbintensiven Fotografien des US-Amerikaners Steve McCurry ziehen den Betrachter unmittelbar ins Geschehen hinein. Er erzählt Geschichten aus Asien und anderen Weltgegenden: vom Kriegsalltag in Afghanistan, von religiösen Ritualen in Tibet, von Volksfesten in Indien, von Menschen in Armut und trotzdem voller Würde. Weltberühmt geworden ist der 1950 in Philadelphia geborene Steve McCurry mit seinem Porträt des afghanischen Mädchens Sharbat Gula, das er in einem Flüchtlingslager in Pakistan aufnahm. Im Juni 1985 wurde dieses eindrucksvolle Porträt als Coverfoto für die Zeitschrift „National Geographic“ ausgewählt: eine junge Frau in einem roten Gewand, die madonnenhaft und unerschrocken mit ihren auffallend grünen Augen in die Kamera blickt.


Die Ausstellung „Steve McCurry. Überwältigt vom Leben“ im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe gibt jetzt einen guten Überblick über McCurrys Wirken als Reportage- und Porträtfotograf. Gezeigt werden rund 120 Aufnahmen, die zwischen 1980 und 2012 in Magazinen wie „Stern“, „Geo“, dem „Time Magazine“ oder „National Geographic“ als große Bildstrecken abgedruckt wurden. Das Mädchen Sharbat Gula ist in der Ausstellung gleich drei Mal zu sehen. Einmal in der ikonischen Aufnahme von 1984. Dann noch einmal in einer Aufnahme von 2002, die sie als rasch gealterte Frau unter dem traditionellen Schleier zeigt, und dann hat Steve McCurry sein Modell im selben Jahr noch einmal gebeten, in der Burka das Jugendfoto von 1984 vor ihrem Körper zu präsentieren. Eine eindrucksvolle Aufnahme, die die zunehmende Unfreiheit der Frau in der afghanischen Gesellschaft dokumentiert.

Steve McCurry kam 1979, zur Zeit der sowjetischen Invasion, als einer der ersten Fotografen nach Afghanistan. Er hatte zunächst Film und Geschichte studiert, aber bereits mit 19 Jahren angefangen zu fotografieren. Seine Vorbilder waren Walker Evans und der Magnum-Gründer Henri Cartier-Bresson. Dessen Credo vom „entscheidenden Augenblick“, in dem ein Foto in Sekundenschnelle zu entstehen habe, hat McCurrys Bildauffassung stark geprägt. 1986 wurde er selbst in die weltberühmte Agentur Magnum aufgenommen. Immer wieder zieht es ihn nach Asien, besonders Indien. Seine Aufnahmen halten das Leben auf der Straße fest: ein ambulanter Zahnarzt, der Spontanbehandlungen anbietet, ein Schreibbüro oder eine Schuhmacherwerkstatt. Typisch für McCurry sind ausdrucksstarke Porträts von einfachen Leuten. „Ich mag es, Leute, Orte und Kulturen durch meine Fotografie zu zelebrieren“, sagte Steve McCurry in einem Interview.

So haben Steve McCurrys pointierte Aufnahmen denn auch vor allem die Qualität des klassischen, gut gemachten Magazinjournalismus. In ihrer klaren Komposition, ihrer auffälligen Farbigkeit und ihrer knisternden Gegenwärtigkeit erzählen sie Geschichten, die sich hinter den vordergründigen Meldungen verbergen, die wir aus den täglichen Nachrichten kennen. Und sie künden von einer längst im Vergehen begriffenen Welt: „Das Zerbrechliche, Schöne und Erhabene wird verschwinden. Es ist bereits verschwunden“, sagt McCurry. „In jedem Ort, den ich besuche, kann man heutzutage problemloser einen Baseball oder ein Trikot der Chicago Bulls bekommen als ein traditionelles Kleidungsstück.“

Die Ausstellung „Steve McCurry: Überwältigt vom Leben“ läuft vom 28. Juni bis zum 29. September. Das Museum für Kunst und Gewerbe hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre ist er frei. Der Katalog „Steve McCurry: The Iconic Photographs Icons“ ist in englischer Sprache im Phaidon Verlag und kostet 49,95 Euro.

Kontakt:

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Steintorplatz

DE-20099 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428134 880

Telefax:+49 (040) 428134 999

E-Mail: service@mkg-hamburg



01.07.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


28.06.2013, Steve McCurry. Überwältigt vom Leben

Bei:


Museum für Kunst und Gewerbe

Künstler:

Steve McCurry










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