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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Alte Kunst und Antiquitäten bei Neumeister in München

Kein Bock auf Rohkost



Eugène-Alexis Girardet, Bei Biskra. Nomadenlager mit zwei reisenden Europäern, 1879

Eugène-Alexis Girardet, Bei Biskra. Nomadenlager mit zwei reisenden Europäern, 1879

Seine Frühjahrssaison beschließt das Münchner Auktionshaus Neumeister am 26. Juni in guter alter Tradition mit einer Versteigerung „Alter Kunst“ in zwei Teilen, wobei der erste Teil dem Kunsthandwerk, der zweite Teil den Künstlern vom späten Mittelalter bis zum frühen 20sten Jahrhundert vorbehalten sind. Die Vertreter des 19ten Jahrhunderts stellen einige der Hauptlose. Besonders auf Eugène-Alexis Girardets Orientmalerei „Bei Biskra – Nomadenlager mit zwei reisenden Europäern“ aus dem Jahr 1879 möchte das Unternehmen die Aufmerksamkeit der Kundschaft lenken. Der französische Künstler schuf die genau einen Meter breite Leinwand nach seinem Studium an der École des Beaux Arts in Paris. Sie entsprach damals den vom Salon geforderten Standards, die man kurz in gefälliger Gegenständlichkeit, fast fotografischer Wiedergabe der Wirklichkeit und sehnsuchtheischender Aura zusammenfassen könnte. Impressionistische Experimente lagen Girardet, der bis zu seinem Tod 1907 in diesem Stil und mit diesem Motivkanon weitermalte, dagegen fern. 50.000 bis 55.000 Euro möchte Neumeister für den weiten Panoramablick über die abendliche algerische Steppe mit der Figurenstaffage im Vordergrund sehen.


Neuere Meister

Von Girardet abgesehen dominieren auf den oberen Rängen der Neueren Meister wieder die deutschen Künstler. Stark vertreten ist das süddeutsche Biedermeier etwa mit einem 1833 datierten Schlachtenbild Albrecht Adams, das sich einem Kampf zwischen russischen und französischen Truppen bei Ostrowno während des napoleonischen Feldzugs 1812 widmet (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR), oder Heinrich Heinleins prachtvoller Gebirgslandschaft „Am Königssee“ für 6.500 bis 6.800 Euro. Bemerkenswert ist der Preissturz, den Franz Napoleon Heigels Bildnis Herzog Maximilians von Leuchtenberg aus dem Jahr 1836 innerhalb eines knappen Jahres genommen hat. Sollte die uniformierte Dreiviertelfigur im September 2012 am selben Ort noch 25.000 bis 30.000 Euro kosten, so stehen jetzt nur noch 8.000 bis 10.000 Euro auf dem Etikett. In den Süden zu einer Fronleichnamsprozession in Venedig entführt Conrad Hoff den Betrachter und hat dafür architektonische Versatzstücke der Serenissima frei und stimmungsvoll zusammengestellt (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR).

Die Italiener können im 19ten Jahrhundert als Meister des Genres gelten. Giuseppe Barisons „Venezianische Straßenszene“ ist in der Aussage allerdings nicht ganz eindeutig: Mag das junge Mädchen, das von seiner Mutter auf einen Gemüsestand hingewiesen wird, grundsätzlich keine gesunde Rohkost, oder wendet es sich aus anderen Gründen etwas verheult ab? Technisch gut gemalt ist das Ölbild aber allemal (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR). Wieder auf deutscher Seite, begegnet uns Carl Spitzwegs „Mönch bei der Weinprobe“, der sein eigentlich frohsinniges Geschäft allerdings recht einsam unter einer ziemlich verfallenen Laube verrichten muss – tragikomisch eben, wie man es von dem Münchner Original kennt (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR). Quirlig geht es auf einem herbstlichen Entenidyll Alexander Koesters zu, das marktkonform bei 20.000 bis 25.000 Euro rangiert. Seine geliebte Tochter Mary hielt Franz von Stuck wohl um 1916 als selbstbewusste Spanierin fest. Die Holztafel in prächtigem Neorenaissancerahmen hängt ebenfalls für 20.000 bis 25.000 Euro bereit.

Alte Meister

Bei den Alten Meistern kann Vieles nur vage oder gar nicht zugeordnet werden. Eine manieristische Madonna mit dem Johannesknaben, die mit dem Florentiner Francesco Brini in Verbindung gebracht wird (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR), oder das Sinnbild „Sine Cerere et Baccho friget Venus“ mit einer stark an Jan Brueghel d.Ä. erinnernden Hintergrundlandschaft für 8.000 bis 10.000 Euro sind dennoch beachtliche Leistungen. Auch eine Nachschöpfung von Lucas Cranachs d.Ä. biblischer Szene „Loth und seine Töchter“, die sich heute in Aschaffenburg befindet, könnte über die angesetzten 3.000 bis 4.000 Euro hinauswachsen. Vielleicht hatte bei einer Verbildlichung des griechischen Philosophen Demokrit, die Neumeister nur mit „Neapolitanisch“ etikettiert hat, doch der große Jusepe de Ribera irgendwie seine Finger im Spiel. Die Lebendigkeit, mit der sich der bärtige Mann dem Betrachter zuwendet, ist jedenfalls recht beachtlich (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR).

Dem Frühwerk des Rembrandt-Schülers Isaac de Jouderville wird das Tronie einer Frau mit Schleier und orientalischem Gewand zugewiesen (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR), und Johann Christian Vollerdt hat seine weite Flusslandschaft im Winter, die den Stil der Niederländer des 17ten Jahrhunderts rezipiert, netterweise signiert (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR). Auch die in bewegtem Barock gehaltene Darstellung „Venus und Adonis“ ist durch Unterschrift für den Antwerpener Caspar Jacob van Opstal ziemlich sicher verbürgt (Taxe 7.000 bis 8.000 EUR). Aus Pietro Liberis venezianischer Werkstatt dürfte eine Venus mit zwei Amoretten hervorgegangen sein, die wohl erst einige Zeit später rückseitig als „Caritas“ bezeichnet und mit 1670 datiert wurde (Taxe 14.000 bis 16.000 EUR). In diese Preisvorstellungen reiht sich auch Franz Joseph Winters Staatsportrait von dem Wittelsbacher Clemens August, Erzbischof und Kurfürst von Köln, in seiner Funktion als Hochmeister des Deutschen Ordens ein. Aus der Riege Alter Meister kommt auch die teuerste Offerte der Grafikabteilung: 20.000 bis 25.000 Euro soll Christoph Jacob Trews 1768 bis 1773 in Nürnberg erschienene Schrift „Hortus nitidissimis omnem per annum superbiens floribus“ mit zahlreichen kolorierten Kupferstichtafeln einspielen.

Kunsthandwerk

Kostbares Silber wie ein konischer Renaissancedeckelhumpen des Augsburger Meisters Nikolaus Leucker von circa 1585/90 (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR) und eine Helmkanne samt Becken des zwei Jahrhunderte jüngere Landsmanns Christian Drentwett II. für 14.000 bis 15.000 Euro steht an der Spitze des Kunsthandwerks. In ähnlichem Bereich liegen die 39 Teile aus dem Meißner „Flügelmuster“-Service von Konrad und Rudolf Hentschel aus dem frühen 20sten Jahrhundert (Taxe 18.000 bis 20.000 EUR) und ein schöner Bergkristalldeckelpokal der Barockzeit für 8.000 bis 12.000 Euro. Bis zu 24.000 Euro sollen es für zwei spätgotische Skulpturen sein, die jeweils Anna Selbdritt, einmal als Relief und einmal als Standfigur, zeigen. Recht intensiv bewirbt Neumeister schließlich zwei Objekte der Wiener Keramikmanufaktur Friedrich Goldscheider. Als Schätzpreise stehen auf der mit sechs Köpfen von Nymphen und Faunen geschmückten Vase „Masques“ sowie der Büste der Schauspielerin Sarah Bernhardt als „Theodora“ trotzdem nur etwa 1.000 bis 2.000 Euro.

Kontakt:

Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

Barer Straße 37

DE-80799 München

Telefax:+49 (089) 23 17 10 55

Telefon:+49 (089) 231 71 00

E-Mail: auctions@neumeister.com



20.06.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


26.06.2013, Alte Kunst

Bei:


Neumeister Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG

Bericht:


Name wechsle dich

Kunstwerk:

Nikolaus Leucker, Deckelhumpen, Augsburg 1585/90
Nikolaus Leucker, Deckelhumpen, Augsburg 1585/90

Kunstwerk:

Conrad
 Hoff, Fronleichnam in Venedig
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Kunstwerk:

Johann Christian Vollerdt, Weite winterliche Flusslandschaft
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Kunstwerk:

Demokrit, Neapel, 17. Jahrhundert
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Kunstwerk:

Pietro Liberi und Werkstatt, Venus mit zwei Amoretten, 1670
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Kunstwerk:

Jan Brueghel d.Ä. Nachfolge, Sine Cerere et Baccho friget Venus
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Franz von Stuck, Tochter Mary als Spanierin

Franz von Stuck, Tochter Mary als Spanierin

Taxe: 20.000 - 25.000 EURO

Zuschlag: 28.000,- EURO

Losnummer: 631

Carl Spitzweg, Mönch bei der Weinprobe

Carl Spitzweg, Mönch bei der Weinprobe

Taxe: 25.000 - 30.000 EURO

Zuschlag: 29.000,- EURO

Losnummer: 621

Antonin Larroux, Vase „Masques“, um 1897/98

Antonin Larroux, Vase „Masques“, um 1897/98

Taxe: 1.800 - 2.000 EURO

Losnummer: 239

Giuseppe Barison, Venezianische Straßenszene

Giuseppe Barison, Venezianische Straßenszene

Taxe: 20.000 - 25.000 EURO

Zuschlag: 27.000,- EURO

Losnummer: 527

Heilige Anna Selbdritt, Südliche Niederlande, wohl Mecheln, um 1500

Heilige Anna Selbdritt, Südliche Niederlande, wohl Mecheln, um 1500

Taxe: 16.000 - 20.000 EURO

Zuschlag: 12.000,- EURO

Losnummer: 309

Heilige Anna Selbdritt, Schwaben, um 1500

Heilige Anna Selbdritt, Schwaben, um 1500

Taxe: 20.000 - 24.000 EURO

Losnummer: 308

Pietro Liberi und Werkstatt, Venus mit zwei Amoretten, 1670

Pietro Liberi und Werkstatt, Venus mit zwei Amoretten, 1670

Taxe: 14.000 - 16.000 EURO

Zuschlag: 15.000,- EURO

Losnummer: 497

Deckelpokal, Deutschland, 17. Jahrhundert

Deckelpokal, Deutschland, 17. Jahrhundert

Taxe: 8.000 - 12.000 EURO

Zuschlag: 6.000,- EURO

Losnummer: 288

Francesco Brini zugeschrieben, Maria mit dem Kind und dem Johannesknaben

Francesco Brini zugeschrieben, Maria mit dem Kind und dem Johannesknaben

Taxe: 12.000 - 15.000 EURO

Zuschlag: 13.000,- EURO

Losnummer: 471

Heinrich Heinlein, Am Königssee

Heinrich Heinlein, Am Königssee

Taxe: 6.500 - 6.800 EURO

Losnummer: 555

Jan Brueghel d.Ä. Nachfolge, Sine Cerere et Baccho friget Venus

Jan Brueghel d.Ä. Nachfolge, Sine Cerere et Baccho friget Venus

Taxe: 8.000 - 10.000 EURO

Zuschlag: 11.000,- EURO

Losnummer: 472

Christoph Jacob Trew, Hortus nitidissimis omnem per annum superbiens floribus..., Nürnberg 1768

Christoph Jacob Trew, Hortus nitidissimis omnem per annum superbiens floribus..., Nürnberg 1768

Taxe: 20.000 - 25.000 EURO

Zuschlag: 20.000,- EURO

Losnummer: 456

Franz Napoleon Heigel, Herzog Maximilian von Leuchtenberg, 1836

Franz Napoleon Heigel, Herzog Maximilian von Leuchtenberg, 1836

Taxe: 8.000 - 10.000 EURO

Zuschlag: 8.000,- EURO

Losnummer: 554




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