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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Ergebnisse: Schweizer Kunst bei Sotheby’s in Zürich

Lichtspiel am Tanker



Ferdinand Hodler, Montanalandschaft mit Becs de Bosson und Vallon de Réchy, 1915

Ferdinand Hodler, Montanalandschaft mit Becs de Bosson und Vallon de Réchy, 1915

Ein zähes Ringen ging dem Augenblick voraus, als der Hammer endlich aufs Pult schlug: Von einer unteren Schätzung um die 3,8 Millionen Franken ausgehend, schraubte sich eine Reihe von Bietern an den Telefonen und im Saal der Zürcher Dependance von Sotheby’s bis auf 7 Millionen Franken hinauf, als es um Ferdinand Hodlers 1915 gemalte „Montanalandschaft mit Becs de Bosson und Vallon de Réchy“ ging. Die Oberhand im Rennen um die achtzig Zentimeter breite Leinwand mit einer der für Hodlers Spätwerk so charakteristischen streng abgezirkelten Naturansichten behielt schließlich ein europäischer Privatsammler. In den Ranglisten für den Schweizer Symbolisten hat sich das Gemälde mit diesem Wert auf die vorderen Plätze geschoben. Rekordhalter ist immer noch Hodlers „Genfersee von Saint-Prex aus“, der vor sechs Jahren am selben Ort für 9,7 Millionen Franken versteigert wurde. Danach folgt aber schon die aktuelle „Montanalandschaft“, die nun erstmals seit dem Ankauf direkt beim Künstler vor rund 95 Jahren den Besitzer wechselte.


Knapp drei Viertel der 76 Losnummern konnte Sotheby’s auf seiner Versteigerung „Schweizer Kunst“ weitervermitteln. Der Gesamtumsatz betrug brutto etwas über 12,5 Millionen Franken, woran Ferdinand Hodlers „Montanalandschaft“, die mit Aufgeld für 8.005.000 Franken weiter gereicht wurde, also den deutlich überwiegenden Anteil hatte. Das andere angebotene Bild des Meisters, der nicht ganz so eindrucksvolle Blick auf den Champfèrersee aus der Zeit um 1907, blieb allerdings bei einer Schätzung von 3,5 bis 4 Millionen Franken liegen. Das waren die einzigen potentiellen Millionenwerte der Auktion vom 4. Juni. Auf Platz zwei der Zuschlagsliste folgte daher erst mit großem Abstand Albert Ankers Bildnis eines nachdenklichen jungen Mädchens mit Blick nach links aus dem Bild heraus. Das sensible Portrait verbesserte sich jedoch immerhin von 400.000 bis 600.000 Franken auf 700.000 Franken.

Die teuersten Landschaften der älteren Generationen wurden ein beängstigend düsterer „Waldweg“ Robert Zünds für 80.000 Franken und Alexandre Calames „Vue de Lac des Quatre-Cantons, prise du Seelisbrg“ bei ruhiger, sonniger Wetterlage aus dem Jahr 1862 für 180.000 Franken (Taxen je 80.000 bis 120.000 SFR). Zünds gefälligeres Motiv „Am Sempachersee“ mit seinem bewaldeten Ufer von circa 1872 fand bei 150.000 bis 200.000 Franken keinen Abnehmer. 340.000 Franken sprangen für Giovanni Giacomettis nachimpressionistische, von Schneemassen bedeckte „Winterlandschaft bei Maloja“ bei strahlendem Sonnenschein aus dem Jahr 1927 heraus (Taxe 300.000 bis 500.000 SFR).

Bestbezahlter Expressionist wurde wie erwartet Cuno Amiet mit seinem „Stillleben mit Zitronen“ aus dem Jahr 1910 für ebenfalls taxgerechte 370.000 Franken. Seine Margeriten in einer dunkelblauen Vase vor grün-blau-weiß gestreifter Tapete konnten ihre untere Schätzung auf 120.000 Franken verdoppeln, und noch größer fiel die Werterhöhung für sein buntes „Gartenbild“ aus: Statt 80.000 bis 120.000 Franken zahlte ein Schweizer Privatsammler für das 1949 datierte Ölbild schließlich stolze 300.000 Franken. Expressiv blieb es auch mit einem Engadiner Bergtal, das Turo Pedretti erst bei 28.000 Franken aus den Händen gab (Taxe 18.000 bis 25.000 SFR). Auch Augusto Giacomettis flächig aquarellierte Sommerlandschaft „Im Bergell“ schloss mit 150.000 Franken sehr gut ab (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR).

Mit 460.000 Franken blieb Félix Vallottons Wiedergabe einer Frau im Morgenmantel beim Ordnen eines Blumenstraußes unter dem Titel „Le Bouquet“ von 1922 etwas hinter den Erwartungen zurück. 500.000 bis 700.000 Franken hätten es eigentlich sein sollen. Dafür erzielten seine Heugarben auf dem Feld, die seit 1914 darauf warten, vor den aufziehenden Regenwolken in Sicherheit gebracht zu werden, unverhofft 230.000 Franken (Taxe 120.000 bis 160.000 SFR). Dem Menschbild mit symbolistischen Anklängen hatten sich zudem Sigismund Righini bei seiner „Jungen Dame mit Fächer“ von 1903 für 8.000 Franken, Alexandre Blanchets bei seinem „Homme debout“ von 1904 für 8.500 Franken und Jacques-Elie-Abraham Hermanjat bei seinem groß auf einer bunten Wiese stehenden Akt für 4.000 Franken taxgerecht gewidmet. Die nackte Weiblicht überzeugte zudem bei Rodolphe-Théophile Bosshards zart modellierter „Nue allongée“ bei 18.000 Franken (Taxe 18.000 bis 25.000 SFR).

Bei der jüngeren Kunst gab es 30.000 Franken für ein in Bronze gegossenes, eher platt gedrücktes Menschenpaar Diego Giacomettis von 1957 (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR). Als Bildhauer begleitete ihn der im vergangenen Jahr verstorbene Hans Josephsohn mit einem ungegenständlichen Zementrelief zur oberen Erwartung von 8.000 Franken. Die Züricher Konkreten hatten diesmal in Carlo Vivarelli ihren bedeutendsten Vertreter, was sich in 22.000 Franken für sein Acrylbild „4 diagonale zentrifugale Gruppen in 8 extrovertiert“ von 1968/69 niederschlug (Taxe 15.000 bis 20.000 SFR). 24.000 Franken spielte die neoexpressive Straßenszene „Reaumure“ Wilfrid Mosers von 1962 ein (Taxe 15.000 bis 25.000 SFR), Andreas Rickenbachers fotorealistische Ansicht einer roten Tankeraußenwand im „Lichtspiel“ heurigen Jahres legte von 8.000 bis 12.000 Franken auf 19.000 Franken zu, und auch Walter Ropélés schematisierte Farblandschaft „Silser Sommer“ kam frisch aus dem Atelier und platzierte sich bestens bei 20.000 Franken zur doppelten Schätzung.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Sotheby’s Zürich

Talstrasse 83

CH-8001 Zürich

Telefax:+41 (044) 226 22 01

Telefon:+41 (044) 226 22 00



09.06.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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04.06.2013, Schweizer Kunst / Swiss Art

Bei:


Sotheby's

Bericht:


Tupfer und Konturen

Kunstwerk:

Alexandre Calame, Vue du Lac des Quatre-Cantons, prise du Seelisberg,
 1862
Alexandre Calame, Vue du Lac des Quatre-Cantons, prise du Seelisberg, 1862

Kunstwerk:

Jacques-Elie-Abraham Hermanjat, Nue debout
Jacques-Elie-Abraham Hermanjat, Nue debout

Kunstwerk:

Félix Vallotton, Le Bouquet, 1922
Félix Vallotton, Le Bouquet, 1922

Kunstwerk:

Ferdinand Hodler, Montanalandschaft mit Becs de Bosson und Vallon
 de Réchy, 1915
Ferdinand Hodler, Montanalandschaft mit Becs de Bosson und Vallon de Réchy, 1915

Kunstwerk:

Albert
 Anker, Mädchenbildnis
Albert Anker, Mädchenbildnis

Kunstwerk:

Giovanni Giacometti, Winterlandschaft bei Maloja, 1927
Giovanni Giacometti, Winterlandschaft bei Maloja, 1927







Giovanni Giacometti, Winterlandschaft bei Maloja, 1927

Giovanni Giacometti, Winterlandschaft bei Maloja, 1927

Taxe: 300.000 - 500.000 SFR

Zuschlag: 340.000,- SFR

Losnummer: 30

Jacques-Elie-Abraham Hermanjat, Nue debout

Jacques-Elie-Abraham Hermanjat, Nue debout

Taxe: 4.000 - 6.000 SFR

Zuschlag: 4.000,- SFR

Losnummer: 59

Félix Vallotton, Les javelles, 1914

Félix Vallotton, Les javelles, 1914

Taxe: 120.000 - 160.000 SFR

Zuschlag: 230.000,- SFR

Losnummer: 56

Albert Anker, Mädchenbildnis

Albert Anker, Mädchenbildnis

Taxe: 400.000 - 600.000 SFR

Zuschlag: 700.000,- SFR

Losnummer: 12

Félix Vallotton, Le Bouquet, 1922

Félix Vallotton, Le Bouquet, 1922

Taxe: 500.000 - 700.000 SFR

Zuschlag: 460.000,- SFR

Losnummer: 53

Alexandre Calame, Vue du Lac des Quatre-Cantons, prise du Seelisberg, 1862

Alexandre Calame, Vue du Lac des Quatre-Cantons, prise du Seelisberg, 1862

Taxe: 80.000 - 120.000 SFR

Zuschlag: 180.000,- SFR

Losnummer: 7

Robert Zünd, Waldweg

Robert Zünd, Waldweg

Taxe: 80.000 - 120.000 SFR

Zuschlag: 80.000,- SFR

Losnummer: 3




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