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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Alte Kunst und Antiquitäten bei Nagel in Stuttgart

Möbel zum Schnäppchenpreis?



Filippo Parodi Werkstatt, Vier mythologische Figuren

Filippo Parodi Werkstatt, Vier mythologische Figuren

Eine bunte Mischung aus bildender Kunst und allen Arten von Antiquitäten bietet das Stuttgarter Auktionshaus Nagel in seiner kommenden Versteigerung. Mehr als sechshundert Positionen listet der Katalog, und das Hauptlos soll immerhin 200.000 Euro bringen: Vier mythologische Figuren aus der Werkstatt des Genuesen Filippo Parodi sind in dieser Höhe ausgepreist, wobei man nicht genau zu sagen vermag, für welchen Zweck und Standort die vier silberfarben gefassten Holzbildwerke geschaffen wurden. Im 20stn Jahrhundert waren sie Teil der erlesenen Sammlung Boissevain in der Florentiner Villa delle Rose, 1980 wurden sie bei Sotheby’s versteigert. Beeindruckend ist die reiche Bewegung, die Parodi, der wohl wichtigste genuesische Barockbildhauer, und seine Mitarbeiter den jeweils zwei Damen und Herren zu verleihen vermochten.


Schnäppchenjäger werden in dieser Auktion am 6. Juni vielleicht bei den Möbeln fündig. Hier finden sich zwar auch einige hoch bewertete Arbeiten, etwa ein nordwestdeutscher Frührenaissanceschrank mit figürlich geschmücktem Mittelpfosten (Taxe 18.000 EUR), ein Florentiner Pietra Dura-Kabinett mit stilllebenartigen Motiven aus der zweiten Hälfte des 17ten Jahrhunderts (Taxe 45.000 EUR) oder ein französisches Kabinett in Form einer chinesischen Pagode mit blau-goldenen Hinterglasmalereien aus dem frühen 19ten Jahrhundert (Taxe 25.000 EUR). Doch Anderes scheint recht günstig angesetzt, so eine hübsche Rokokokommode mit Stempel wohl des Pariser Meisters François Reizells für nur 1.500 Euro oder eine Louis XVI-Kommode von Nicolas Petit von circa 1770 für 2.000 Euro.

Auch die 3.000 Euro für einen 75 Zentimeter hohen Trommeltisch, auf dessen Tür und Platten stilllebenartige Motive zu sehen sind, wirken recht niedrig in Anbetracht der Tatsache, dass die Stempelung auf den berühmten Ebenisten Charles Topino verweist. 12.500 Euro sollen es dann für ein italienisches Barockkabinett des 17ten Jahrhunderts sein, das reich mit gravierten Elfenbeineinlagen sowie einem Relief des heiligen Georg im Kampf gegen den bösen Drachen geschmückt ist. Unter den kostbaren Tapisserien ragt eine fast tadellos erhaltene Verbildlichung der epischen Dichtkunst hervor, die auf stattlichen 280 mal 480 Zentimetern im 18ten Jahrhunderts in der Manufacture Royale d’Aubusson vom Band lief (Taxe 25.000 EUR).

Teuerstes Stück in der Silberabteilung ist eine prunkvolle Reliquienschale eines norditalienischen Meisters mit der Datierung 1641 und dem Wappen der Adelsfamilie Fontanelli. Vor allem letzterer Umstand erklärt wohl die hohe Schätzung von 35.000 Euro für das zweifellos auch qualitätvoll gearbeitete Gefäß. Überreichen Schmuck in Form flacher Spätrenaissancereliefs aus Silber trägt eine rechteckige Kassette wohl süddeutscher oder norditalienischer Herkunft etwa aus der gleichen Zeit (Taxe 15.000 EUR). Vergoldetes Kupfer und Silber verarbeitete der Augsburger Meister Josef Antoni Seethaler laut Datierung 1779 in einer prachtvollen Spätrokokokirchenampel, die einst zum Besitz der 1802/03 säkularisierten Augustinerchorherrenklosters St. Georg in Augsburg zählte (Taxe 18.000 EUR). Mit 2.000 Euro wieder recht verlockend hat Nagel ein Paar frühklassizistischer Wandleuchter aus vergoldeter Bronze bewertet, die um 1770 wohl auf einem Entwurf Jean-Louis Prieur basieren (Taxe 2.500 EUR).

Teuerste Skulptur des Mittelalters ist eine zärtliche Brabanter Kalksteinmadonna des mittleren 15ten Jahrhunderts für 30.000 Euro. Ein etwa gleichzeitiges Lindenholz-Vesperbild aus dem Rheinland gibt es dagegen vielleicht schon für 2.500 Euro. 15.000 Euro soll die reich bewegte Figur des auferstandenen Christus von dem süddeutschen Frühbarockschnitzer Martin Zürn kosten, 1.000 Euro weniger die feine Büste einer jungen Frau mit dem Titel „Duyfje“ von dem niederländischen Historisten Frans Stracké. Eine flämische Madonna vor weiter Landschaft des 16ten Jahrhunderts (Taxe 18.000 EUR), zwei hochformatige Bildnisse eines adligen Ehepaares wohl von Johann Andreas Wolf (Taxe 45.000 EUR) und die Predigt eines Apostels in römischen Ruinen aus dem Umfeld des Giovanni Paolo Panini für 10.000 Euro sind Hauptlose in der Gemäldegalerie Alter Meister. Eine hübsche Anbetung des Kindes mit Heiliger Familie und Engeln, die Nagel dem Antwerpener Rubens-Nachfolger Cornelis de Baellieur d.Ä. zuschreibt, liegt bei nur 2.500 Euro.

Bei den Gemälden des 19ten Jahrhunderts liegen Heinrich von Zügels etwas in der Malschicht verletzte „Schafherde unter Buchen an einem Sommertag“ von 1899 (Taxe 14.000 EUR), Anton Braiths „Hirtenidyll auf sommerlicher Weide mit Kühen und Ziegen“ (Taxe 10.000 EUR) und die heitere Familienszene „Die ersten Schritte. Mutterglück auf einer Terrasse“ des italienischen Genremalers Guglielmo Zocchi mit Anklängen an die Antike für 12.000 Euro am höchsten. Als Landschafter beeindruckt Gustav Schönleber mit den beiden Impressionen „Am Strand von Scheveningen“ aus dem Jahr 1874 (Taxe 8.000 EUR) und „Partie in der Esslinger Alstadt am Stadtgraben“ mit den Türmen der Stadtkirche im Hintergrund von 1880 für 9.500 Euro. Obwohl Max Nonnenbruchs „Junge Bacchantin mit Thyrsosstab vor einer Marmorbrüstung“ von 1899 bei einer Schätzung von 4.800 Euro die Zuschlagsliste der Oktoberauktion des vergangenen Jahres bei Nagel mit 24.000 Euro zierte, tritt der Halbakt nun erneut für 4.800 Euro an. Reinhold Nägeles neusachlicher Frühlingsstrauß in einer Vase von 1937 hätte besser in die Auktion mit moderner Kunst gepasst (Taxe 4.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 6. Juni um 10 Uhr. Die Vorbesichtigung läuft bis zum 4. Juni täglich von 11 bis 18 Uhr.

Kontakt:

Nagel Auktionen

Neckarstraße 189-191

DE-70190 Stuttgart

Telefax:+49 (0711) 649 69 696

Telefon:+49 (0711) 64 96 90

E-Mail: contact@auction.de



01.06.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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06.06.2013, Kunst und Antiquitäten

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