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Stillleben mit Blaudistel und Fruchtschale, 1958 / Karl Schmidt-Rottluff

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Hohe Preissteigerungen für die moderne und zeitgenössische Kunst bei Sturies in Düsseldorf

Erfolge für ZERO



Das Wetter eigentlich viel zu gut für eine Auktion, der beste Mitarbeiter im verspäteten Zug festgenagelt, zwei der Telefone außer Betrieb – es waren eigentlich keine guten Voraussetzungen für das Abhalten einer Kunstversteigerung, die Andreas Sturies am 4. Mai vorfand. Dennoch gelang dem Düsseldorfer Auktionator im Steigenberger Parkhotel dann doch eine sehr einträgliche Sitzung: Rund drei Viertel der etwas über zweihundert Werke konnte Sturies bei ausgelassener Stimmung im Saal unter die Leute bringen, und ließ es sich zunächst recht gemächlich an, so gab es dann vor allem in der zweiten Hälfte teils erhebliche Preissteigerungen. Gezogen hat vor allem ZERO, allen voran Otto Piene, dessen leicht querformatiges Blatt ohne Titel von 1959 mit horizontal verlaufender Rußspur statt 5.000 Euro stolze 32.000 Euro einspielte. Eine kleinere Feuergouache von 1963 mit kreisrundem, rotschlierigem Fleck, bei 10.000 Euro der eigentliche Favorit, schaffte immerhin 11.000 Euro.


Mit Heinz Macks blauem Ölpastell „Wolkenraster“ mit seriell vertikalen Strukturen von 1974 für 8.500 Euro (Taxe 2.000 EUR), einem unbetitelten Spiegelobjekt in einer schwarz lackierten Zigarrenkiste von Christian Megert von 1962 für 4.000 Euro (Taxe 1.500 EUR) und drei Spiegel-, Glas- und Wandobjekten Adolf Luthers für bis zu 3.000 Euro weit über den Schätzungen feierten „ZERO“ und Umkreis noch weitere Erfolge. Für die wohl größte Sensation sorgte Herbert Zangs. Der 1924 geborene Krefelder, der als Vorläufer der „ZERO“-Künstler gehandelt wird, konnte mit einer blau-weiß, ebenfalls vertikal strukturierten Leinwand von 1957 eine Schätzung von 2.000 Euro auf 21.000 Euro mehr als verzehnfachen und damit seinen Auktionsrekord einfahren. Selbst für Gerhard Richters „Spiegel“, der 1986 in hundert Exemplaren als Jahresgabe des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf erschien und nur aus einer rechteckigen, DIN A4-großen Spiegelglasplatte auf Kork besteht, wurden 2.200 Euro gezahlt (Taxe 1.000 EUR). Sein Siebdruck „Schweizer Alpen I“ von 1969 aus der bekannten Serie der Bergausschnitte, kletterte von 2.000 Euro auf 5.200 Euro.

Von 1.000 auf 9.500 Euro arbeitete sich Martin Kippenbergers „al Vostro Servizio“ hoch, ein Künstlerbuch aus dem Jahr 1977, in dem der Autor als Kippy Kippensberger firmiert. Im Ansatz ähnlich skurril ist das Werk Dieter Roths. Sein „Kleiner Sonnenuntergang“ mit einer Wurstscheibe, die seit 1968 auf blauem und weißem Papier unter Plastik vor sich hinschmiert, wurde von 2.500 Euro auf 4.800 Euro gehoben, während das unter anderem in einer Zuckermasse gestrandete Spielzeugflugzeug „Ins Meer“ von 1970 schon bei 4.600 Euro landete (Taxe 5.000 EUR). Roths verschwommene „Isländische Landschaft II“, ein grauer Tiefdruck von 1971 in einer Auflage von 25 Exemplaren, erreichte dann wieder 1.400 Euro (Taxe 1.000 EUR). Bei solch guten Zuschlagswerten war es kein Wunder, dass Andreas Sturies diesmal seine Schätzpreissumme leicht erreichen konnte. Zu diesem hervorragenden Ergebnis trugen etwa noch Al Hansens Aktcollage „Gold Goddess“ von 1989 mit 2.000 Euro (Taxe 1.800 EUR), Pierre Soulages’ rot-braun-schwarzer Balken auf dem Blatt „Eau-forte No. XXV“ von 1974 mit 4.600 Euro (Taxe 3.000 EUR) oder Helmut Fiebigers Farblinolschnitt mit einem abstrakten Küstenabschnitt von 1951 für 1.000 Euro bei (Taxe 400 EUR).

Heißhunger weckte auch Roy Lichtensteins „Brushstroke“ aus farbig glasiertem Lebkuchen von 1970. Eines der damals hergestellten hundert Exemplare, die jeweils fast neunzig Zentimeter breit sind, brachte es jetzt auf 8.600 Euro (Taxe 7.000 EUR). Sein „Shipboard Girl“ von 1965, eigentlich auch zum Anbeißen, aber als Farboffset gestaltet, spielte sogar 9.500 Euro ein (Taxe 6.000 EUR). Richard Lindners „Busenengel“, ebenfalls von 1970 und ebenfalls aus glasiertem Lebkuchen für die berühmte Düsseldorfer Eat-Art Galerie von Daniel Spoerri gebacken, wechselte bei 2.800 Euro den Besitzer (Taxe 3.000 EUR). Tom Wesselmanns 1999 datierter Farbsiebdruck „Still Life with Blonde“ von 1999 kam auf 4.800 Euro (Taxe 3.000 EUR). Memphis Schulze, der eigentlich Jürgen Max Schulze hieß und der ironischen Pop Art à la Polke nahestand, reüssierte mit einer erotischen Farbzeichnung zweier Mädchen beim Liebesspiel von 1989 bei 2.700 Euro (Taxe 1.500 EUR). Mit 3.200 Euro wurde Achim Duchows an die Pop Art erinnerndes Portrait „Blinky I“, eine Hommage an den schon 1977 gestorbenen Blinky Palermo, dagegen rund 800 Euro unterhalb der Erwartungen zugeschlagen.

Zu den frühesten Arbeiten zählten Paul Signacs Farblithografie „Application du Cercle Chromatique de Mr. Ch. Henry“ von 1888 für 3.400 Euro (Taxe 1.800 EUR) und Max Ernsts Bleistiftzeichnung „Figuren im Park“, die stark an die Kunst August Mackes gemahnt. Das um 1913 geschaffene Blatt kostete 7.000 Euro (Taxe 5.000 EUR). Auch eine von Wassily Kandinsky entworfene Postkarte, die die Bauhaus-Ausstellung im Sommer 1923 ankündigt, verbesserte sich von 6.000 Euro auf 8.400 Euro erheblich. Karl Peter Röhls „Reklame“, im gleichen Jahr in Tusche, Aquarell und Gouache erstellt, konnte ihren Wert sogar von 5.000 Euro auf 18.000 Euro erhöhen. 3.000 Euro erzielte Adolf Hölzels postkartengroße farbige „Abstraktion mit braunem Zentrum“ in Pastell auf Papier aus den späten 1920er Jahren (Taxe 4.000 EUR), und gute 3.600 Euro gab es für Otto Pankoks zwischen Altmeisterlichkeit und skurrilem Expressionismus changierende Kaltnadelradierung „Pfingststrauß“ von 1941 (Taxe 2.000 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Dr. Andreas Sturies - Moderne Kunst & Auktionen

Goltsteinstraße 23

DE-40211 Düsseldorf

Telefon:+49 (0211) 514 13 54

Telefax:+49 (0211) 514 07 69

E-Mail: auktionen@sturies.de



15.05.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


04.05.2013, Moderne und Zeitgenössische Kunst

Bei:


Dr. Andreas Sturies - Moderne Kunst & Auktionen

Bericht:


Wurst und Lebkuchen

Kunstwerk:

Adolf Hölzel, Ohne Titel (Abstraktion mit braunem Zentrum), 1925/30
Adolf Hölzel, Ohne Titel (Abstraktion mit braunem Zentrum), 1925/30







Adolf Hölzel, Ohne Titel (Abstraktion mit braunem Zentrum), 1925/30

Adolf Hölzel, Ohne Titel (Abstraktion mit braunem Zentrum), 1925/30

Taxe: 4.000,- EURO

Zuschlag: 3.000,- EURO

Losnummer: 80




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