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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Mit Kunst vom Biedermeier bis zur Moderne wartet der Wiener Auktionator Wolfdietrich Hassfurther in seiner Frühjahrsauktion auf

Die Kammermaler des Erzherzogs



Bilder des Tiroler Malers Alfons Walde stehen wieder am Beginn und auch an der Preisspitze der kommenden Versteigerung von Kunst bei Wolfdietrich Hassfurther in Wien. Drei Ölgemälde und drei Plakate des berühmten Meisters, der sich vor allem als Landschafter in den winterlichen Gefilden seiner näheren Heimat einen Namen machte, gelangen am 22. April zum Aufruf. Am bedeutendsten und für seine Handschrift auch am charakteristischsten ist sein „Einsamer Berghof“ von 1935: Plastisch sind die verschneiten Felsen herausgearbeitet, die das breit ausgedehnte, aber recht flache Gehöft umschließen. Im Vordergrund ist ein Mann mit einem Kind auf dem Arm zu sehen. 100.000 bis 200.000 Euro hat Hassfurther für den gut fünfzig Zentimeter breiten Karton veranschlagt. Hier bleibt noch etwas Luft nach oben. Denn ein fast identisches, etwas breiter angelegtes Gemälde steigerte sich beim Kinsky vor einem Jahr auf 340.000 Euro. Waldes Blick von erhöhtem Standort aus auf Kitzbühel mit Liebfrauenkirchturm und Stadtpfarrkirche liegt bei 60.000 bis 100.000 Euro. Ein beliebtes Walde-Motiv waren auch Marterln, die allüberall die Wege säumen. Ein solches Wegkreuz sucht für 50.000 bis 100.000 Euro einen Abnehmer.


Der gleichaltrige Oskar Mulley ist mit vier vergleichbaren Arbeiten vertreten, wobei sich die Preise je nach Größe und auch Signifikanz des künstlerischen Ausdrucks der einsamen Alpenbehausungen zwischen 10.000 und 40.000 Euro bewegen. Ansonsten ist die klassische Moderne diesmal etwas zurückhaltender besetzt als sonst. Zu nennen sind noch ein Selbstportrait der Jugendstilkünstlerin Broncia Koller-Pinell von 1929 (Taxe 4.000 bis 7.000 EUR), Josef Stoitzners unwirklich leuchtendes Alpenpanorama „Buchsteingruppe“ für 5.000 bis 8.000 Euro und zwei Zeichnungen Franz Wiegeles mit eleganten Frauenakten für bis zu 7.000 Euro. Bei Franz von Zülow notieren das Aquarell der Dorfkirche von Steinbach am Attersee und der aquarellierte Papierschablonendruck „Die drei Mädchen von Ninive“ bei jeweils 3.000 bis 4.000 Euro. Mit dem österreichischen Spätimpressionisten Carl Fahringer feierte Hassfurther im Anschluss an eine Sonderausstellung auf der letzten Auktion im vergangenen November einige Erfolge. Erneut werden jetzt vier Gemälde angeboten, darunter die stimmungsvolle Strandlandschaft „Scheveningen“ von 1935, die an Max Liebermann erinnert (Taxe 5.000 bis 10.000 EUR), und der 1945 datierte „Leopard“, der den Betrachter mit aufmerksamem Blick anschaut (Taxe 4.000 bis 8.000 EUR).

Besonders reich ist diesmal die Auswahl an Aquarellen österreichischer Landschafts- und Vedutenmaler insbesondere des Biedermeier. Rudolf von Alt führt die Preisliste bei 30.000 bis 50.000 Euro für seine detailgenaue Aufnahme des Inneren der vielbelebten Peterskirche in Rom an. Ein recht umfangreicher Bestand stammt von Künstlern, die als Kammermaler des Erzherzogs Johann tätig waren und beschauliche Ansichten aus der Steiermark und dem Salzburger Land hinterließen. Im Sinne von volksbildnerischen und naturwissenschaftlichen Interessen sollten sie die dortige Landschaft und deren Bevölkerung wirklichkeitsgetreu erfassen. Jakob Gauermanns Ansicht des Grundlsees bei Gößl (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR), sein Blick auf den Dachstein bei Altaussee von 1815 (Taxe 15.000 bis 25.000 EUR), Matthäus Loders „Böckstein bei Wildbad Gastein“ von 1828 (Taxe 20.000 bis 40.000 EUR) oder Thomas Enders Fernblick auf die Stadt Graz von Süden her für 20.000 bis 40.000 Euro sind schöne Beispiele für dieses Streben, die Schönheiten des eigenen Landes zu entdecken und herauszuarbeiten.

Fast ausschließlich in Schwarz-Weiß hielt Wilhelm Friedrich Schlotterbeck zart den Erlaufsee an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark fest. Das Blatt entstand als Vorlage für eine Aquatintaradierung, die der Wiener Verleger Tranquillo Mollo 1810 herausbrachte (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Ungewöhnlich mutet das Format einer weiteren Ansicht Jakob Gauermanns von 1820 an: Fast viermal so breit wie hoch ist sein Panorama „In der Ramsau“ mit Kapelle, Landarbeitern und Bergmassiven (Taxe 30.000 bis 60.000 EUR). Günstiger ist ein Stapel Blätter Josef Kuwassegs mit Ansichten aus dem Grazer Land zu haben, wobei Preissteigerungen vom drei- zumindest in den niedrigen vierstelligen Bereich wohl vorprogrammiert sind. An Öllandschaften des 19. Jahrhunderts verdienen Alfred Poells ruhiger Blick von Thumersbach aus über den Zellersee in Richtung Schüttdorf mit Großem Wiesbachhorn und Kitzsteinhorn von 1886 (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR) sowie eine Sommeridylle mit Angler von dem Niederländer Andreas Schelfhout aus dem Jahr 1859 eine Hervorhebung (Taxe 4.000 bis 9.000 EUR). Für jeweils 10.000 bis 15.000 Euro hängen zudem zwei kleine Venedigimpressionen des Franzosen Félix Ziem bereit.

Die Alten Meister repräsentiert bei Hassfurther ein Portrait Kaiser Ferdinands I. mit dem goldenen Vlies. Das Altersbild aus der Hand eines unbekannten Meisters datiert 1564, auf das Todesjahr des Herrschers (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Daneben bietet das Auktionshaus einige alte Drucke an. Bei den Ansichten bewegt man sich überwiegend in und um Graz. Peter Schenck, Andreas Trost, Ferdinand Runk und andere Grafiker bannten den Liebreiz der steiermärkischen Hauptstadt vom 17ten bis zum frühen 19ten Jahrhundert aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven aufs Papier. Die Preise liegen je nach Qualität und auch Umfang des Konvoluts um die 100 bis 4.500 Euro. Die „Warhaffte Beschreibung“ der Festlichkeiten anlässlich des Einzugs Erzherzogs Karls II. 1571 in Graz, gedruckt ein Jahr darauf durch Zacharias Bartsch, soll 8.000 bis 15.000 Euro kosten.

Die Auktion beginnt am 22. April um 18 Uhr. Die Besichtigung ist bis zum Auktionsbeginn täglich von 10 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 16 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.hassfurther.at.

Kontakt:

Galerie Hassfurther

Hohenstaufengasse 7

AT-1013 Wien

Telefon:+43 (01) 533 41 74

Telefax:+43 (01) 533 41 74 73

E-Mail: hassfurther@aon.at



16.04.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Matthäus Loder, Veitsch. Vorne eine kleine Hochofenanlage, 1823
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Matthäus Loder, Zahlbruckner und Loder, 1823
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Matthäus Loder, Erzherzog Johann
 und Anna Plochl am Wasserfall Hintere Schröck bei Bad Gastein, 1828
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Matthäus Loder, Einzug einer Prozession in das Hauptportal von
 Mariazell, 1823/27
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Wilhelm Friedrich Schlotterbeck, Erlaufsee, 1809/10
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Josef Kuwasseg, Seitliche Ansicht der
 Kirche Mariatrost mit dem südlichen Trakt des Klosterbaus
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Matthäus Loder, Zahlbruckner und Loder, 1823

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Wilhelm Friedrich Schlotterbeck, Erlaufsee, 1809/10

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Matthäus Loder, Erzherzog Johann und Anna Plochl am Wasserfall Hintere Schröck bei Bad Gastein, 1828

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Taxe: 20.000 - 30.000 EURO

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Josef Kuwasseg, Blick vom Schlossberg auf die Grabenkirche und den Rosenberg

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