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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Nature morte au crane / Pablo Picasso

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Kunst bei Winterberg in Heidelberg

Selbstportrait mit Hexensabbat



Meisterzeichnungen zweier herausragender Künstler der Neuen Sachlichkeit stehen im Mittelpunkt der kommenden Kunstversteigerung bei Winterberg in Heidelberg. Der eine von ihnen ist Otto Dix. Von ihm versteigert das Auktionshaus aus der Sammlung Alfred Gunzenhauser einen in Bleistift gezeichneten Mädchenkopf von 1924, der den Betrachter etwas skeptisch und mit leicht geöffnetem Mund anblickt. Für dieses trotz aller Nüchternheit doch lebensvolle Blatt werden 54.000 Euro erwartet. Die selbe Provenienz besitzt die drei Jahre ältere „Bertha“, ein stehender weiblicher Akt ab den Knien aufwärts. 30.000 Euro stehen hier auf dem Etikett. Sein Jünglingskopf im Profil nach links von 1934 mit Detailstudien zum Auge des Dargestellten ist auf 12.000 Euro angesetzt. Die 1922 entstandene, noch ganz expressionistische Kaltnadelradierung „Verächter des Todes“ für 15.000 Euro und die späte Farblithografie „Zwei Kinder (mit Sonnenblume)“ von 1966 für 6.500 Euro ergänzen die insgesamt recht umfängliche Dix-Offerte.


Der andere Künstler heißt George Grosz und erlangte durch seine mit spitzer Feder gezeichneten Milieustudien aus dem Berlin der Zwischenkriegsjahre große Berühmtheit. Zwei dieser Blätter, eine derbe Bordellszene von circa 1921/22 unter dem schonungslosen Titel „Freudlos lebt die Schöne“ und die „Verlobung“ eines auffallend alten Paares um 1922, bietet Winterberg am 20. April für jeweils 28.000 Euro an. Dazu kommt eine Bleistiftskizze, auf der der Künstler um 1925 ein Selbstportrait mit dem traditionsreichen Motiv des erotischen Hexensabbats kombinierte (Taxe 11.500 EUR). Noch dem Expressionismus gehört Conrad Felixmüllers 1918 in Grün, Rot und Blau gedruckter Holzschnitt „Menschen im Wald“ an, der die für den Künstler so charakteristische strichförmige Binnenzeichnung aufweist (Taxe 11.500 EUR). Eines der 75 Exemplare von Karl Schmidt-Rottluffs Holzschnitt „Christus flucht dem Feigenbaum“ (Taxe 8.500 EUR) und Max Beckmanns „Mainlandschaft“ aus der Folge „Gesichter“ datieren in dasselbe Jahr 1918 (Taxe 11.800 EUR).

Als gesellschaftskritisch gibt sich Gottfried Brockmann, in den späten 1920er Jahren Schüler Heinrich Campendonks an der Düsseldorfer Kunstakademie, 1931 in seiner Collage „Der Bauchladen“ zu erkennen. Auf den Straßen stehende Menschen wie diesen alten Mann, der seine Ware feilbietet, konnte man häufig in der Zeit nach Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929 sehen (Tax 4.200 EUR). Die Malerei der Zwischenkriegszeit ist zudem mit Walter Gramattés kleinem Ölbild „Mann im Schlitten“ von circa 1920 (Taxe 9.500 EUR), seinem gezeichneten Selbstportrait mit seltsam wesenlosen Augen um 1924 (Taxe 1.450 EUR) und Otto Laibles stiller Pariser Straßenszene „La Place du Tertre“ von 1925 für 4.800 Euro vertreten. Diesseits wie auch jenseits des Atlantiks kaum bekannt ist der Amerikaner Clifford Holmead Phillips, der sich später nur noch nach seinem mittleren Namen benannte. Mit 11.500 Euro hält Winterberg seit einigen Jahren den Auktionsrekord für diesen eigenwilligen Maler. Mit 22.000 Euro für die Vorstadtlandschaft „Bronx im Winter“ aus dem Jahr 1925 soll die Messlatte nun ein wenig höher gelegt werden.

Von den großen internationalen Stars kann das Heidelberger Unternehmen immerhin repräsentative Grafiken anbieten, so von Fernand Léger die in Schwarz-Weiß lithografierte „Composition aux deux Personnages (Der Maschinenbauer)“ von 1920 (Taxe 10.800 EUR), von Marc Chagall die späte Farblithografie „Le Clown à la Flûte II“ von 1970 (Taxe 17.800 EUR), von Eduardo Chillida die verzahnten Schwarz-Weiß-Formen der Aquatintaradierung „Atzapar“ aus dem Jahr 1973 (Taxe 6.800 EUR) und von Henri Matisse die weitgehend auf die Umrisse konzentrierte „Nu couché, Jambe repliée (Étude de Jambes)“ von 1925 für 12.000 Euro. Zu den rund dreißig Losnummern, die Pablo Picasso besetzt, gehören die neoklassizistische Radierung „Deux Femmes nues, dont une dans un Arbre“ von 1931 (Taxe 12.000 EUR), das erste Blatt aus der Suite Vollard mit einer „Femme nue couronnée de Fleurs aux Jambes croisées“ von 1930 (Taxe 4.500 EUR) und die wieder an den Kubismus anknüpfende späte Gemäldereplik „Le Verre d’Absinthe (Nature morte à l’Absinthe)“ von 1965 für 11.500 Euro.

Weniger bedeutend stellt sich die Offerte zeitgenössischer Kunst dar. Von Markus Lüpertz gibt es eine Serie mittelgroßer Abstraktionen, die als Entwürfe für die Einbandgestaltung der zehnbändigen Ausgabe von Meyers Neuem Lexikon aus dem Jahr 1993 dienten (Taxe 15.000 EUR). Mit den surrealen, in altmeisterlicher Technik gehaltenen Erfindungen „Der Pressezar“ und „Verschiedene Herrschaften“ von Hans Reiser jeweils aus dem Jahr 1986 lassen sich aber zwei originelle Entdeckungen machen, die freilich mit 4.800 Euro bis 5.400 Euro nicht zu niedrig veranschlagt sein dürften. Unter den Skulpturen zählt Emy Roeders ernste Bronze „Sinnende (sitzend auf Bank)“ von 1967 für 5.400 Euro zu den herausragenden Stücken.

Zu den Hauptlosen bei den Alten Meistern gehört wieder das Hans Brosamer zugeschriebene Brustbild eines jungen Mannes von 1538, das vor anderthalb Jahren 19.500 Euro kosten sollte, aber liegenblieb und jetzt für 12.000 Euro nochmals angeboten wird. Auch das Bildnis des Künstlers Gerrit Dou, das ein Meister aus dem weiteren Umkreis des berühmten Leideners geschaffen hat, blieb damals unveräußert und soll jetzt mit 7.500 Euro etwas weniger kosten. Reicher ist die Auswahl an Papierarbeiten, vor allem an qualitätvollen Zeichnungen wie Jan Philipsz van Bouckhorsts „Christus und die Ehebrecherin in weiß gehöhter Tusche von 1618 (Taxe 4.800 EUR), Herman Saftlevens d.J. Rheinlandschaft mit Ruine (Taxe 4.000 EUR) oder Pier Francesco Molas Geburt Mariens für 9.000 Euro.

Als Spitzenstück firmiert eine hochformatige Skizze mit Venus und Cupido mit zwei weiteren weiblichen Figuren aus der Hand Girolamo da Carpis, der eigentlich Girolamo Sellari hieß und am Hof der Este in Ferrara arbeitete (Taxe 15.800 EUR). Dahinter folgt bei 12.800 Euro Rembrandts Radierung des effektvoll inszenierten „Triumphs des Mardochäus“ von circa 1641. Auch im 18ten Jahrhundert dominiert bei Winterberg das Zeichnerische mit einem Studienblatt, auf dem Paulus Constantijn La Fargue 1760 verschiedene Damen und Herren unter anderem in Marktszenen festgehalten hat (Taxe 5.200 EUR). Johann Heinrich Roos’ in Rötel gebannte Landschaft mit Ziegenhirte und kämpfenden Kühen (Taxe 4.200 EUR) oder Nicolaas Wicarts aquarellierte Flusslandschaft mit Gehöft aus frühklassizistischer Zeit für 3.800 Euro treten hinzu. Ein 1715 in Öl gemaltes Früchtestillleben Rachel Ruyschs gehört wieder zu den alten Bekannten bei Winterberg und steht diesmal bei 9.000 Euro zur Disposition.

Übergewicht erhält die Ölmalerei im 19ten Jahrhundert. Gefällige Landschaften wie Eduard Boehms Wanderer an einem Flusslauf in den Voralpen (Taxe 3.600 EUR), Ernst Fries’ romantisch inszenierter Eingang in den Park der Villa Chigi in Ariccia von circa 1824 (Taxe 7.800 EUR) oder Karl Weyssers Ansicht der Place Leon Cambetta im elsässischen Schlettstadt von 1877 für 12.500 Euro. Bereits 1906 und 1923 datieren Peder Mork Mønsteds „Winterliches dänisches Dorf“ und Paul von Ravensteins Bachlauf mit Schwänen unter dem Titel „Sundheim“, doch stilistisch gehören auch diese fotografisch genauen Landschaften noch ins 19te Jahrhundert (Taxen 6.800 und 3.800 EUR). Mit einem Kostümentwurf Gustave Moreaus für die Figur der Muse Terpsichore in Charles Gounods Oper „Sapho“ aus dem Jahr 1883 für 18.500 Euro stellen die Papierarbeiten indes auch in dieser Abteilung das Hauptlos, assistiert von Adrian Ludwig Richters genau ausgeführter„Rastender Hirtenfamilie mit Ziegenherde“ von 1847 (Taxe 6.500 EUR) und Carl Gottlieb Peschels Engel, der Lot und seine Familie vor die Stadt Sodom führt, auf einer schwarzen Kreidezeichnung für 3.800 Euro. Die Nazarener treten dann noch mit Philipp Veits später Bleistiftzeichnung Christus mit Maria und Martha von 1870 (Taxe 650 EUR) oder Joseph Wintergersts Ölgemälde „Christus als guter Hirte“ um 1830 für 2.400 Euro an.

Die Auktion beginnt am 20. April um 10 Uhr. Die Besichtigung ist bis zum 16. April täglich von 10 bis 17:30 Uhr, am 17. April von 10 bis 19 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.winterberg-kunst.de.

Kontakt:

Winterberg Kunst

Hildastraße 12

DE-69115 Heidelberg

Telefon:+49 (6221) 915 990

Telefax:+49 (6221) 915 99 29

E-Mail: info@winterberg-kunst.de



15.04.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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