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Entkleidet bis auf die Knochen: Gleich zwei Hamburger Museen beschäftigen sich jetzt in großen Ausstellungen mit dem Werk des legendären Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti

Erkundungen im Feld der Nichtreduzierbarkeit



Er gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts: Alberto Giacometti (1901-1966). Nahe der italienischen Grenze im schweizerischen Bergell geboren, verbrachte er den größten Teil seines Lebens in Paris im Kreis der Surrealisten und Existenzialisten. Hier arbeitete und lebte er in einem gerade mal 18 Quadratmeter großen Atelier, das er nie wechselte. Hier schuf er Porträts, Zeichnungen und Skulpturen. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden hier die charakteristischen überlängten Figuren, die zu seinem Markenzeichen wurden. Spätestens als 2010 die Figur „Schreitender Mann II“ von 1959/1960 einen Auktionsrekord von über 74 Millionen Euro erzielte und damit zum damals teuersten Kunstwerk der Welt wurde, erregte der Name Alberto Giacometti auch allgemeine Aufmerksamkeit.


Genau dieser „Schreitende Mann“ ist jetzt auch in der Hamburger Kunsthalle zu sehen. Zusammen mit den Plastiken „Große Stehende II“ und „Großer Kopf“ von 1960 sollte die Skulptur ein Ensemble für eine Platzgestaltung im Auftrag der Chase Manhattan Bank in New York bilden. Aus verschiedenen Gründen wurde diese nie realisiert. Das Modell jedoch blieb erhalten. Dieses und andere Modelle, Giacomettis tischbrettgroße „Spielfelder“, also en miniature ausgeführte Konzepte für Platzentwürfe, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Giacometti. Die Spielfelder“ mit über 200 ausgewählten Werken. Erstmals in Deutschland werden die fragilen Unikate aus Holz, Marmor und Metall gezeigt und von Zeichnungen, Skulpturen, Gemälden und Fotografien flankiert. Kunsthallendirektor Hubertus Gaßner: „Es geht in der Ausstellung um die Anordnung der Dinge, die symbolisch für die Menschen stehen, und es geht um die Beziehung der Menschen untereinander.“

Gleichzeitig ist am Wochenende im Bucerius Kunst Forum die Ausstellung „Alberto Giacometti. Begegnungen“ gestartet, in der Arbeiten zum Porträt im Vordergrund stehen. 44 Plastiken, zehn Gemälde und 65 Zeichnungen aus der Zeit zwischen 1919 und 1966, Giacomettis Todesjahr, umfasst die dortige Präsentation. Die Ausstellung vermittelt, wie Alberto Giacometti im Kreis der Existenzialisten in Paris lebte und aus diesen persönlichen Begegnungen heraus zahlreiche Porträts schuf. Neben Zeichnungen etwa von Arthur Rimbaud oder Simone de Beauvoir entstanden immer wieder Porträts und Skulpturen von ihm nahe stehenden Personen aus dem familiären Umfeld.

Erstmals steht Giacomettis Porträtkunst im Zentrum einer so umfassend angelegten Ausstellung. Direktorin Ortrud Westheider: „Es geht bei Giacomettis Porträtkunst nicht um Wiedererkennbarkeit und eine Form der Repräsentation, sondern um die Frage, wie kann ich die Begegnung zwischen den Menschen gestalten?“ Der Londoner Giacometti-Experte und Co-Kurator der Schau, Michael Peppiatt, beschreibt Giacomettis Werk folgendermaßen: „Bei Giacometti geht es um das nicht weiter Reduzierbare, das Entkleiden bis auf die Knochen.“ Alberto Giacometti wird jetzt in Hamburg also gleich zweifach gefeiert: als genialer Porträtist und innovativer Bildhauer.

Eine Doppeldosis Giacometti in Hamburg: Was, wenn die Rechnung der Veranstalter nicht aufgeht? Fest steht, dass die Resonanz bereits im Vorfeld hoch ist. Ortrud Westheider nennt vorsichtig die Marke 100.000 als angepeilte Besucherzahl. Ob sich jedoch, wie erhofft, vor den Kassen lange Schlangen bilden, bleibt abzuwarten. Beide Ausstellungen sind inhaltlich anspruchsvoll und bieten mehr als nur eine Parade teurer Leihgaben aus aller Welt. Das ist für Spezialisten höchst interessant, für das breite Publikum womöglich jedoch zu anspruchsvoll. Millionenpreise hin oder her.

Die Ausstellung „Giacometti. Die Spielfelder“ ist bis zum 19. Mai zu sehen. Die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der 176seitige Katalog kostet 29 Euro.

Die Ausstellung „Alberto Giacometti. Begegnungen“ läuft im Bucerius Kunst Forum bis zum 20. Mai und steht den Besuchern täglich von 11 bis 19 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr offen. Der 206seitige Katalog aus dem Hirmer Verlag kostet im Kunst Forum 29 Euro, im Buchhandel 39,90 Euro. Der Eintritt mit dem Kombiticket für beide Ausstellungen beträgt 18 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall
D-20095 Hamburg

Telefon: +49 (0)40 – 428 131 200
Telefax: +49 (0)40 – 428 543 409

Kontakt:

Bucerius Kunst Forum

Rathausmarkt 2

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 360 996 0

Telefax:+49 (040) 360 996 36

E-Mail: info@buceriuskunstforum.de



28.01.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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