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Das „Haus der Photographie“ in den Hamburger Deichtorhallen präsentiert in der Schau „Gute Aussichten“ die besten Nachwuchsfotografen aus deutschen Hochschulen

Jung, frisch und unverbraucht



Alle Jahre wieder findet das Nachwuchsförderprojekt „Gute Aussichten“ statt. Eine sechsköpfige Jury, in diesem Jahr mit Thomas Struth als prominentem Gast, wählte aus den Einsendungen von 108 Absolventen von 40 deutschen Hochschulen mit dem Fachbereich Fotografie sieben Preisträger aus. Deren Arbeiten sind jetzt im „Haus der Photographie“ der Hamburger Deichtorhallen zu sehen. Kurator Ingo Taubhorn: „Die Schau gibt dem Besucher die Möglichkeit, ganz frisch den Zugang zu den Absolventen deutscher Hochschulen zu bekommen.“ Josefine Raab, die Gründerin der privaten Initiative, betont den vielfältigen Charakter des Mediums Fotografie. Auch wenn man immer wieder versucht sei, Tendenzen festzumachen, seien es gerade die Offenheit und die grenzüberschreitenden Ansätze, die den Wettbewerb interessant machen.


Fast schon wie eine klassische Sozialreportage muten die Schwarz-Weiß-Abzüge von Henning Bode von der Fachhochschule Hannover an. Er bereiste das Mississippi-Delta, eine ehemalige Baumwollgegend, die heute nach Umstrukturierungen das Armenhaus Amerikas ist. „Ich habe mit meiner Rolleiflex schwarz-weiß fotografiert, weil das für mich eine ausdrucksstarke Form für einen Essay ist“, so Bode, der Klassiker wie Walker Evans und Robert Frank als Vorbilder nennt. Eine Reise am Computer hingegen unternahm der Kieler Fabian Rook von der Muthesius Kunsthochschule. Er zeigt Screenshots von Google-Street-View-Aufnahmen aus Mexiko und Fukushima, die auf den ersten Blick an Landschaftsaufnahmen von Fotografieikonen wie Stephen Shore oder Joel Sternfeld erinnern. Doch ein Autor lässt sich für diese von Apparaten erstellten Bilder nicht mehr ausmachen. „Hier geht es um medienkritische Fragen nach Authentizität und den Ursprung der Bilder“, erläutert Josefine Raab.

Ganz klassisch dagegen ging die in Moskau geborene Fotografin Svetlana Mychkine aus Dortmund vor. In Russland entstanden melancholische Aufnahmen von Waisenhäusern. Mychkine: „Mir ging es um das Individuum in der sozialistisch gefärbten Raumgestaltung.“ Die mit blauer oder grüner Ölfarbe gestrichenen Wände der Räume dienten ihr als Fond für ausdrucksstarke, intensive Kinderporträts. Humorvoll tritt dagegen Saskia Gronebergs Arbeit „Die Büropflanze. Eine Suche nach den Gründen und Formen ihrer Existenz“ an. Die Stuttgarterin fotografierte Zimmerpflanzen in deutschen Büros: mäandrierende Wurzeln neben Kabelsalat, welke Blätter neben dem Computer. Ergänzend präsentiert sie Ableger der Pflanzen unter Kunstlicht.

Um die fragwürdige Vermarktung von Kleiderspenden geht es in Nicolai Rapps Serie „Dead White Men’s Clothes“. In kühler Sachlichkeit fotografiert der Bielefelder Altkleiderballen, wie sie nach Afrika geliefert werden. Mit politischen Ereignissen und Katastrophen beschäftigt sich Jakob Weber aus Hildesheim. Er stellt Ereignisse wie den Hurrikan Katrina oder den Amoklauf in Erfurt Farbaufnahmen von banalen Orten gegenüber, an denen er selbst sich zu der Zeit des Unglücks aufgehalten hat. Ein wenig aus dem Raster fällt die Präsentation von Susann Dietrich aus Braunschweig. Sie geht über die Abbildhaftigkeit des Mediums Fotografie hinaus und integriert Skulpturen, einen Tageslichtprojektor und einen Siebdruck in ihre Präsentation mit Fundstücken aus Florenz oder Istanbul.

„Gute Aussichten“ bietet also auch in diesem Jahr eine große Bandbreite von fotografischen Ansätzen. Erstaunlich ist, dass alle Gewinner von kleineren Hochschulen stammen. Absolventen der prestigeträchtigen Großakademien in Berlin, Düsseldorf, München oder Hamburg sucht man hier vergebens.

Die Ausstellung „Gute Aussichten. Junge deutsche Fotografie 2012/2013“ läuft vom 26. Januar bis zum 3. März. Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, jeden ersten Donnerstag in Monat von 11 bis 21 geöffnet. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 6 Euro. Der 208 Seiten starke Katalog ist im richter|fey Verlag erschienen und kostet 19,99 Euro.

Kontakt:

Deichtorhallen Hamburg

Deichtorstraße 1-2

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 32 10 30

Telefax:+49 (040) 32 10 32 30

E-Mail: info@deichtorhallen.de



26.01.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


26.01.2013, Gute Aussichten 2012/2013. Junge deutsche Fotografie

Bei:


Deichtorhallen Hamburg

Künstler:

Henning Bode

Künstler:

Susann Dietrich

Künstler:

Jakob Weber

Künstler:

Nicolai Rapp

Künstler:

Svetlana Mychkine

Künstler:

Fabian Rook

Künstler:

Saskia Groneberg










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