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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Impressionisten und Moderne bei Sotheby’s in New York mit gemischten Resultaten

Starker Auftritt des Jahrhundertkünstlers



Ein eher zwiespältiges Ergebnis zeitigte die abendliche Impressionisten- und Moderneauktion gestern bei Sotheby’s in New York. Spitzenpreisen für hochkarätige Einzelstücke steht eine Reihe magerer Ergebnisse vor allem im mittleren und unteren Segment gegenüber, und immerhin 21 der 67 angebotenen Werke fanden überhaupt keinen Abnehmer. Denn die Käufer wollten nicht jede hohe Schätzung des Auktionshauses mittragen. So blieb auch die Gesamtsumme von rund 163 Millionen Dollar einschließlich der Aufgelder hinter den Erwartungen von 170 bis 250 Millionen Dollar zurück. Jedoch für Pablo Picasso war die Veranstaltung eine Gala der Extraklasse. Gleich fünfmal findet sich sein Name auf der Top Ten-Liste, darunter auf den ersten drei Plätzen. 37 Millionen Dollar erzielte seine „Nature morte aux tulipes“ von 1932 mit einer Büste seiner damaligen Geliebten Marie-Thérèse Walter. Angesetzt war die Hackennasige mit 35 bis 50 Millionen Dollar, die zugleich Modell seiner buntfarbigen „Femme à la fenêtre“ aus dem Jahr 1936 war. Dieses schöne Gemälde wechselte um 15,3 Millionen Dollar ebenfalls im unteren Bereich der Schätzung den Besitzer.


1943 war längst Dora Maar an die Stelle Marie-Thérèse Walters getreten; so ist die einen Meter hohe „Femme assise“ einer von Pablo Picassos Liebesbeweisen, wenn auch in zeitbedingt dunkler, pessimistisch gestimmter Farbigkeit. Mit 3,8 Millionen Dollar blieb der Zuschlag allerdings unterhalb der anvisierten 4 bis 6 Millionen Dollar. Keinen Abnehmer fanden Picassos „Plant de tomate“ aus dem Jahr 1944: Sotheby’s hatte das merkwürdige Stillleben, das es vor gut acht Jahren schon einmal für 6,1 Millionen Dollar versteigert hatte, mit 10 bis 15 Millionen Dollar wohl doch ein wenig überschätzt. Umso heftiger gestaltete sich unmittelbar darauf der Kampf um Picassos Tuschezeichnung „Le viol“ von 1940, das mit erschütternder Eindringlichkeit die Vergewaltigung einer jungen Frau durch einen bärtigen Mann schildert. Das aus dem Nachlass griechischen Tankermoguls George Embiricos stammende Blatt war auf 4 bis 6 Millionen Dollar taxiert worden, konnte seinen Wert während der Auktion jedoch schließlich auf 12 Millionen Dollar steigern und besetzte somit Platz drei der Rangliste.

Nach Picasso war Claude Monet der begehrteste Künstler. Sein schlichtes „Champ de blé“ von 1881, eingeliefert vom Cleveland Museum of Art zwecks Aufbesserung des Ankaufsetats, schaffte ebenso beachtliche wie unerwartete 10,75 Millionen Dollar (Taxe 5 bis 7 Millionen USD), sein Blumenbild mit leuchtender „Iris“ auf blaugrünem Hintergrund aus der Seerosenbilderzeit um 1914/17 kam auf taxgerechte 5,4 Millionen Dollar. Im Übrigen aber wurden viele französische Impressionisten und ihre Nachfolger unterhalb der Schätzung zugewiesen, etwa Paul Cézannes unvollendete „Fleurs dans un vase rouge“ aus den frühen 1880er Jahren für 2,8 Millionen Dollar (Taxe 3,5 bis 5,5 Millionen USD) oder Pierre Bonnards aus der Sammlung des Musikproduzenten Joe Smith stammende „Vase de fleurs avec figure“ von 1928 für 2,6 Millionen Dollar (Taxe 3 bis 5 Millionen USD). Unveräußert blieb Cézannes El-Greco-Zitat „La femme à l’hermine“ von 1885/86 (Taxe 5 bis 7 Millionen USD), ein ganzfigurig stehender Frauenakt desselben Meisters von circa 1898/99 erlöste dann wieder 4,7 Millionen Dollar (Taxe 4 bis 6 Millionen USD). 1,8 Millionen Dollar und damit die untere Schätzung waren es dann bei Fernand Légers progressives Stillleben „Élément mécanique“ von 1925.

Ausnahmslos weitervermittelt wurde die fünfteilige Offerte des Bildhauers Henry Moore, darunter für 4,1 Millionen Dollar die knapp zwei Meter lange, zweiteilige Bronze „Two Piece Reclining Figure No. 1“ von 1959 (Taxe 3 bis 5 Millionen USD), zu der sich bei 1,85 Millionen Dollar noch ein „Working Model for Two Piece Reclining Figure: Points“ von 1969 gesellte (Taxe 2 bis 3 Millionen USD). Die Riege der Surrealisten beteiligte sich mit André Massons visionärer Erfindung „Le fauteuil Louis XVI“ von 1938 für 1,05 Millionen Dollar (Taxe 1 bis 1,5 Millionen USD) oder Max Ernst kristalliner Komposition „La terre est une femme“ von 1963 für 825.000 Dollar (Taxe 400.000 bis 600.000 USD). 2,1 Millionen Dollar gab es für die Collage „Belle Haleine, Eau de violette“ von Marcel Duchamp, der ja ansonsten eher selten auf den großen Abendauktionen eine Rolle spielt (Taxe 1,25 bis 1,75 Millionen USD). Aus dem deutschsprachigen Raum reüssierte nur eine der beiden Zeichnungen Egon Schieles, „Blondes Mädchen im Unterhemd“ von 1913, bei angemessenen 1,15 Millionen Dollar.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Sotheby’s New York

1334 York Avenue (at 72nd Street)

US-NY 10021 New York

Telefon:+1 (212) 606 70 00

Telefax:+1 (212) 606 71 07



09.11.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


08.11.2012, Impressionist & Modern Art Evening Sale

Bei:


Sotheby's

Bericht:


Gala des Jahrhundertkünstlers

Kunstwerk:

Egon Schiele, Blondes Mädchen im Unterhemd, 1913
Egon Schiele, Blondes Mädchen im Unterhemd, 1913

Kunstwerk:

Paul Cézanne, Femme nue debout, um 1898/99
Paul Cézanne, Femme nue debout, um 1898/99

Kunstwerk:

Claude Monet,
 Iris, 1914/17
Claude Monet, Iris, 1914/17

Kunstwerk:

Paul Cézanne, Fleurs dans un vase rouge, um 1880/81
Paul Cézanne, Fleurs dans un vase rouge, um 1880/81

Kunstwerk:

Pierre-Auguste Renoir, Vase de roses et dahlias, um 1883/84
Pierre-Auguste Renoir, Vase de roses et dahlias, um 1883/84

Kunstwerk:

Claude
 Monet, Champ de blé, 1881
Claude Monet, Champ de blé, 1881







Egon Schiele, Blondes Mädchen im Unterhemd, 1913

Egon Schiele, Blondes Mädchen im Unterhemd, 1913

Taxe: 1.000.000 - 1.500.000 USD

Zuschlag: 1.150.000,- USD

Losnummer: 4

Paul Cézanne, Fleurs dans un vase rouge, um 1880/81

Paul Cézanne, Fleurs dans un vase rouge, um 1880/81

Taxe: 3.500.000 - 5.500.000 USD

Zuschlag: 2.800.000,- USD

Losnummer: 24

Paul Cézanne, Femme nue debout, um 1898/99

Paul Cézanne, Femme nue debout, um 1898/99

Taxe: 4.000.000 - 6.000.000 USD

Zuschlag: 4.700.000,- USD

Losnummer: 50

Claude Monet, Champ de blé, 1881

Claude Monet, Champ de blé, 1881

Taxe: 5.000.000 - 7.000.000 USD

Zuschlag: 10.750.000,- USD

Losnummer: 19

Claude Monet, Iris, 1914/17

Claude Monet, Iris, 1914/17

Taxe: 4.000.000 - 6.000.000 USD

Zuschlag: 5.400.000,- USD

Losnummer: 22

Pierre-Auguste Renoir, Vase de roses et dahlias, um 1883/84

Pierre-Auguste Renoir, Vase de roses et dahlias, um 1883/84

Taxe: 400.000 - 600.000 USD

Zuschlag: 900.000,- USD

Losnummer: 20




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