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Die Galerie Schüller in München begeht in diesem Jahr ihr 30jähriges Jubiläum. Einst stand die Malerei der Münchner Schule im Mittelpunkt. Heute ist sie Deutschlands führende Adresse, wenn es um Leo Putz, Otto Pippel oder Oskar Mulley geht

Ein facettenreiches Moderneprogramm



Leo Putz, Cara Sophia Köhler née Goldammer (1879-1920), 1911

Leo Putz, Cara Sophia Köhler née Goldammer (1879-1920), 1911

Wer dreißig Jahre als Galerist tätig ist, weiß aus eigener Erfahrung, wie sich der Markt gewandelt hat. Wolfgang Schüller, der 1982 in Gilching am Starnberger See den Start als Kunsthändler wagte, verrät keine Geheimnisse, wenn er die Verkaufspreise aus seiner Anfangszeit aufzählt. Franz von Stucks Gemälde „Susanna im Bade“ verkaufte er 1995 für 30.000 Mark. Zehn Jahre später ging das selbe Werk noch einmal durch seine Hände, dann aber für 66.000 Euro. Hermann Max Pechsteins Gemälde „Rote Dächer“ von 1914 erwirbt hier 1997 ein Privatsammler für 650.000 Mark. Wolfgang Schüller schätzt, dass dieses Werk heute im 2 Millionen Euro-Bereich gehandelt werden würde. Und 50.000 Mark kostete vor zwanzig Jahren Alfons Waldes „Skifahrer“ – ein Motiv, für das man heute mindestens das Zehnfache aufbringen müsste. Solche Rückblicke gehören zur Firmengeschichte erfolgreicher Galerien. Das Gespür für Blue Chips und potente Kunden, die das Gefühl haben, einen guten Kauf gemacht zu haben, sind schließlich das Kapital eines Galeristen.


Gemälde von Alfons Walde waren einst Standardrepertoire der Galerie Schüller. Doch es gibt eine Faustregel im Kunsthandel, so Wolfgang Schüller: Wenn die Galeristen einen bestimmten Künstler nicht mehr kaufen, gehen die Preise zurück. Bei Walde, schätz er, hat diese Phase begonnen. Doch die alpine Malerei ist weiterhin eine wichtige Säule in diesem Unternehmen. Seit Jahren gehören Oskar Mulleys kernige, schroffe Bergblicke mit den rustikalen Bauernhöfen am Rande steiler Hänge zum Galerieprogramm. 2003 zeigte man – damals bereits unter neuer Adresse im Hotel „Bayerischer Hof“ im Zentrum Münchens – die erste Ausstellung des Tiroler Modernen. Seither ist wohl immer ein Bild von Mulley in der Galerie zu sehen. Auch wenn die Preise die sechsstellige Grenze längst überschritten haben, Mulley ist ein Künstler mit Potential. Von dem Maler angetan war auch der Bergsteiger Reinhold Messner. Eine großformatige Bergansicht von Mulley ging in den Bestand des Messner Mountain Museums in Südtirol.

Wie wichtig „Haus“-Künstler für das Renommee und die Reputation einer Galerie sind, zeigt sich an einem anderen Maler. 2001 widmete man Otto Pippel eine große Ausstellung. Schon zuvor hatte die Galerie eine besondere Beziehung zu dem Münchner Spätimpressionisten. Die Nachfahren des Malers vertrauten ihr den künstlerischen Nachlass an. Seither gilt Wolfgang Schüller als Experte für Otto Pippel. Dass er das Werk und vor allem den Verbleib der Werke genauestens kennt, macht ihn nicht nur als Sachverständigen interessant. Auch seine Kunden profitieren davon. „Ich kann ihnen die besten Werke dieses Malers bieten bzw. vermitteln und Echtheit garantieren“, so Wolfgang Schüller. Erst kürzlich hat er ein Haus in Baden-Baden mit einer ganzen Reihe Pippel-Gemälden ausgestattet. Da kann kein Museum mithalten.

Der dritte Künstler, für den die Galerie am Promenadeplatz eine der ersten Adressen in Deutschland ist, ist zudem Leo Putz. Auch hier waren es die guten Kontakte zu den Nachfahren und zu Sammlern, die sich zu einem kompetenten und kunsthändlerisch fruchtbaren Netz aufspannen. Als Helmut Putz das Werkverzeichnis seines Vaters erstellte, war die Galerie Schüller eine der Quellen für seine Recherchen. 2007 dann folgte eine große Putz-Ausstellung.

Das Jahr 2007 markiert allerdings auch den Generationswechsel im Hause Schüller. Zum 25jährigen Bestehen übernahm Tochter Lona Schüller die Leitung der Galerie. Zu einem Richtungswechsel gab es keinen Grund. Aber der Kurs wurde ein bisschen stärker auf die Klassische Moderne gerichtet. Neue Namen erschienen im Portfolio: Karl Hofer, August Macke, Gabriele Münter oder etwa Marianne von Werefkin. Doch pflegt auch Lona Schüller alle Facetten der Moderne, wie ein Rundgang durch die zwei Etagen der Galerie verdeutlicht. Hier hängt zur Zeit das großformatige Porträt der mondänen „Cara Sophia Köhler née Goldammer“, das Leo Putz 1911 malte, hier hängt Otto Dills exotischer „Tiger“, Marc Chagalls „Liebespaar“, Alexej von Jawlenskys „Stillleben mit Katze und Pinseltopf“ von etwa 1915. Gegenüber dem russischen Expressionisten reihen sich „Büffeljagd“ und andere typische Motive von Julius Seyler neben einem Akt von Paul Paede auf. Denn auch die süddeutsche Malerei hat hier weiterhin ihren Platz.

Momentan bereitet man sich übrigens auf die Cologne Fine Art & Antiques vor, die vom 21. bis 25. November in Köln stattfinden. Zwei Sachen wird man auf jeden Fall zeigen. Eine Arbeit von Pablo Picasso und „Die Schwärmende“ von Paul Klee aus dem Jahr 1938.

Die Galerie Schüller hat montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, am Samstag von 11 bis 14 Uhr geöffnet.

Kontakt:

Galerie Schüller

Promenadeplatz 2-6

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 21 20 173

Telefax:+49 (089) 21 20 176



08.11.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Spindler

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Leo Putz, Cara Sophia Köhler née Goldammer (1879-1920), 1911
Leo Putz, Cara Sophia Köhler née Goldammer (1879-1920), 1911

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Galeristin Lona Schüller in den Ausstellungsräumen im Bayerischen
 Hof
Galeristin Lona Schüller in den Ausstellungsräumen im Bayerischen Hof

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Das Team der Galerie Schüller
Das Team der Galerie Schüller

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Galeriegründer Wolfgang Schüller blickt auf 30 Jahre
 Firmengeschichte
Galeriegründer Wolfgang Schüller blickt auf 30 Jahre Firmengeschichte

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Alexej von Jawlensky, Stillleben mit Katze und Pinseltopf, um 1915
Alexej von Jawlensky, Stillleben mit Katze und Pinseltopf, um 1915

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Ernst Ludwig Kirchner, Sitzende am Tisch, 1932
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Galeriegründer Wolfgang Schüller blickt auf 30 Jahre Firmengeschichte

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Alexej von Jawlensky, Stillleben mit Katze und Pinseltopf, um 1915

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Galeristin Lona Schüller in den Ausstellungsräumen im Bayerischen Hof

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Ernst Ludwig Kirchner, Sitzende am Tisch, 1932

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Das Team der Galerie Schüller

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