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Impressionisten und Moderne bei Christie’s in New York

Seerosen für die Schule



Claude Monet, Nymphéas, 1905

Claude Monet, Nymphéas, 1905

Bis zu fünfzig Millionen Dollar und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr kann die private Hackley School in der Kleinstadt Tarrytown im Bundesstaat New York bald entgegennehmen, wenn denn alles auf der großen Abendauktion von Impressionisten und Klassischer Moderne am 7. November bei Christie’s in New York nach Plan läuft: Dann nämlich steht die Versteigerung von Claude Monets „Nymphéas“ von 1905 an, einem der zahlreichen Seerosenbilder, die der bekannteste Impressionist in seinem Garten in Giverny nordwestlich von Paris schuf. Großzügige Stifterin ist die im Juni verstorbene Ethel Strong Allen, Witwe des Börsenmaklers Herbert Allen, die das fast quadratische, idyllisch-ruhige Gemälde 1979 erworben und seither nur noch einmal für eine Ausstellung in Boston hergegeben hatten. Der Erlös der anvisierten 30 bis 50 Millionen Dollar ist für besagte Schule in Tarrytown gedacht, ebenso wie die je 2,5 bis 3,5 Millionen Dollar, die für zwei sommerliche Landschaften Alfred Sisleys und Camille Pissarros aus den 1890er Jahren erwartet werden.


Die Versteigerung von Christie’s steht derjenigen bei Sotheby’s zwei Tage zuvor in nichts nach. Um die 250 Millionen Dollar erwartet das Unternehmen für die 71 Losnummern der Abendgala. Einer der wichtigsten und mit neun Aufrufen zugleich der häufigste Name ist Pablo Picasso. Er stellt zwei achtstellige Preise: ein überlebensgroßer bronzener „Coq“ von 1932 in einer Ausführung der 1950er Jahre für 10 bis 15 Millionen Dollar und für 8 bis 12 Millionen Dollar eine verhaltene, leicht deformierte „Buste de femme“ seiner damals recht neuen Freundin Dora Maar aus dem Jahr 1937. Das mittlere und spätere Schaffen des Meisters überwiegt mit einer kubistisch zerlegten und zugleich weitgehend in die Fläche gebundenen „Tête de femme“ von 1952 aus der Sammlung des kürzlich verstorbenen Unternehmers Herbert C. Lee (Taxe 4 bis 6 Millionen USD) und einer ebenfalls unproportioniert gemalten „Femme du chien“ vom Herbst 1962 für 5 bis 7 Millionen Dollar. Nach gewisser Abwesenheit meldet sich auch Alberto Giacometti mit der weit überlebensgroßen Studie „La Jambe“ aus Bronze von 1947 in einem Guss von 1958 zurück. Die Schätzung von 10 bis 15 Millionen Dollar mag den Lehmbruck Museum in Duisburg für den möglichen Verkauf seines Exemplars als Anhaltspunkt dienen. Giacomettis Bruderbildnis „Diego au monteau“ in ausladender Körperfülle mit extrem kleinem Kopf von 1954/69 aus der Kasper Collection soll 5 bis 7 Millionen Dollar kosten. Für Joan Mirós herrliche „Peinture (Femme, Journal, Chien)“ von 1925, die fast karikaturistisch reduzierte Darstellung einer Frau beim Spaziergang, liegt bereits ein unwiderrufliches Gebot irgendwo im Bereich der Schätzung von 12 bis 18 Millionen Dollar vor.

Mit Skulpturen besonders gut bestückt ist eine nicht näher bezeichnete Privatsammlung, die unter anderem Constantin Brancusis eleganten Gipskopf „Une muse“ von 1912 (Taxe 10 bis 15 Millionen USD), Alberto Giacomettis totenmaskenähnlichen „Tête sur tige“ von 1947/52 für 6 bis 8 Millionen Dollar und Jacques Lipchitz’ kubistisch aufgebrochene, braun patinierte Bronze „La serveuse espagnole“ von 1915 ihr Eigen nennt (Taxe 1 bis 1,5 Millionen USD). Ferner gehören einige deutsche Expressionisten dazu: neben vier ausnehmend schönen, farbleuchtenden Blumen und Meeresaquarellen Emil Noldes für bis zu 600.000 Dollar und Heinrich Campendonks rekordverdächtiger „Verkündigung“ in der Natur von 1917 für 1,5 bis 2,5 Millionen Dollar auch Lyonel Feiningers prismatisch gebrochenes Seestück „Der Raddampfer III“ auf bewegter See von 1928 (Taxe 6 bis 8 Millionen USD). Von Marc Chagall hat diese sichtlich wählerische, qualitätsbewusst zusammengestellte Sammlung eine frühe „Nature morte“ aus den 1910er Jahren ebenfalls für 6 bis 8 Millionen Dollar zu bieten. Anderer Privatbesitz steuert Georges Braques Stillleben „La caisse verte“ von 1952 bei, einen milden, fast melancholischen Rückgriff auf die kubistischen Anfänge der 1910er Jahre (Taxe 3 bis 5 Millionen USD).

Der klassische französische Impressionismus ist unter anderem mit Camille Pissarros corothaft duftigem „Hameau aux environs de Pontoise“ von 1872 für 3 bis 4 Millionen Dollar und seiner Figurenszene „La servante assise dans le jardin d’Eragny“ von 1884 und zwei weiteren Gemälden Claude Monets, darunter die „Bateaux de pêche, temps calme“ von 1868, für jeweils 2 bis 3 Millionen Dollar im preislichen Mittelfeld vertreten. Gustave Caillebottes Straßenszene „La Place Saint-Augustin, temps brumeux“ von 1878 kommt vom französischen Auktionshaus Piasa und soll für 2 bis 4 Millionen Dollar zugunsten der katholischen Jugendorganisation Apprentis d’Auteuil versteigert werden. Teurer wird es mit Edgar Degas’ Pastell „Deux danseuses aux corsages jaunes“ von etwa 1902, das exemplarisch für die Fähigkeit des Meisters steht, winzige Augenblicke in die Dauer zu bannen. Dem „distinguished private collector“ wünscht das Haus 7 bis 10 Millionen Dollar. Den Surrealismus repräsentieren René Magrittes von exotischen Vögeln bevölkertes Pflanzenblatt „Le rendez-vous“ mit Ausblick auf ein stürmisches Meer von 1948 (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen USD) und die drei „Demoiselles du téléphone“ von Paul Delvaux aus dem Jahr 1951, deren eine dem Betrachter barbusig gegenüber steht, während eine weitere einen Drachen steigen lässt (Taxe 1,8 bis 2,5 Millionen USD).

Für New Yorker Auktionen ungewöhnlich stark vertreten sind die Künstler aus dem deutschsprachigen Raum mit Arbeiten wie Alexej von Jawlenskys halbnacktem, nur von den langen dunklen Haaren samt Schleier verdecktem „Frauenbildnis“ aus der Hochzeit seiner buntfarbigen Damenköpfe um 1912 (Taxe 3 bis 4 Millionen USD) oder Lyonel Feiningers in verschiedenen Gelbtönen gehaltenem „Trompetenbläser im Dorf“ von 1915 aus dem Nachlass Theodore Lux Feiningers für 4 bis 6 Millionen Dollar. Mit Wassily Kandinskys „Studie für Improvisation 8“ für rekordverdächtige 20 bis 30 Millionen Dollar findet sich hier sogar eines der Spitzenlose der Veranstaltung. 1909 entstand die knapp einen Meter breite Leinwand, die an eine Landschaft mit Figuren im Vordergrund erinnert und die Kandinsky in charakteristischer Manier jener Blüte des „Blauen Reiters“ buntscheckig mit einem Teppich verschiedenster Farben bedeckte. Einlieferer ist die Schweizer Volkart Foundation, die das Gemälde bereits seit 1960 ihr Eigen nennt. Ganz einer geometrischen Abstraktion, einem Stoffmuster ähnlich, gab sich Kandinsky 1932 in einer „Bindung“ hin, die für 2,5 bis 3,5 Millionen Dollar bereithängt.

Eines von Kandinskys charakteristischen Aquarellen mit einem ungezwungenen, fast wirren Formenspiel ist „Zwei schwarze Flecke“ von 1923. Noch im Jahr seiner ersten Ausstellung 1924 in der Neuen Galerie von Otto Nierenstein in Wien schenkte der Künstler das Blatt Sophie Küppers, die zwei Jahre später den russischen Konstruktivisten El Lissitzky heiraten sollte. In jüngerer Zeit gab es darum allerdings Streit mit den Erben Lissitzky-Küppers: Sie vermuten, dass die „Zwei schwarzen Flecke“ zu einer Reihe von Bildern gehören, die die einst Beschenkte bei ihrer Emigration dem heutigen Landesmuseum Hannover überließ und die später von den Nationalsozialisten als „entartet“ beschlagnahmt worden seien. Vor einem Jahr war das Aquarell beim Kölner Auktionshaus Lempertz, wo es im Übrigen schon 1989 erfolgreich versteigert worden war, für 900.000 bis 1 Million Euro im Angebot, fiel aber durch. Jetzt stehen 1,8 bis 2,4 Millionen Dollar auf dem Etikett. 6 bis 8 Millionen Dollar schließlich soll Tamara de Lempickas kühles „Portrait du Marquis d’Afflito“ in feinem Zwirn und süffisanter Pose von 1925 einspielen.

Kontakt:

Christie’s Rockefeller Center

20 Rockefeller Plaza

US-10020 New York

Telefon:+1 (212) 6362000

Telefax:+1 (212) 6362399

E-Mail: info@christies.com



04.11.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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 Loing, 1890
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Camille Pissarro, Pommiers et faneuses, Eragny, 1895

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Taxe: 2.500.000 - 3.500.000 USD

Zuschlag: 2.500.000,- USD

Losnummer: 42

Alexej von Jawlensky, Frauenbildnis, um 1912

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Taxe: 3.000.000 - 4.000.000 USD

Zuschlag: 2.800.000,- USD

Losnummer: 51

Gustave Caillebotte, La Place Saint-Augustin, temps brumeux, 1878

Gustave Caillebotte, La Place Saint-Augustin, temps brumeux, 1878

Taxe: 2.000.000 - 4.000.000 USD

Zuschlag: 2.300.000,- USD

Losnummer: 4

Edgar Degas, Deux danseuses aux corsages jaunes, um 1902

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Taxe: 7.000.000 - 10.000.000 USD

Losnummer: 57

Claude Monet, Bateaux de pêche, temps calme, 1868

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Taxe: 2.000.000 - 3.000.000 USD

Zuschlag: 1.800.000,- USD

Losnummer: 3

Camille Pissarro, Hameau aux environs de Pontoise, 1872

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Taxe: 3.000.000 - 4.000.000 USD

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Camille Pissarro, La servante assise dans le jardin d’Eragny, 1884

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Taxe: 2.000.000 - 3.000.000 USD

Losnummer: 44




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