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Zu schön, um wahr zu sein: Der New Yorker Starfotograf Albert Watson fotografierte im Auftrag der Initiative „Cotton made in Africa“ Baumwollbauern in Benin. Seine Bilder sind jetzt im Rahmen einer großen Werkschau in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen

Jenseits von Afrika



Er machte mit seinen Aufnahmen die Sängerin Sade weltberühmt. Er brachte Alfred Hitchcock dazu, für das Cover der Weihnachtsausgabe von „Harper’s Bazaar“ mit einer frisch gerupften Gans in der Hand zu posieren. Mit über 100 Titelbildern für die „Vogue“ sowie zahlreichen Werbekampagnen für Modelabels und außergewöhnliche Fashion-Strecken gilt er als einer der gefragtesten Mode- und Magazinfotografen der heutigen Zeit. Außerdem hat er bei zahlreichen Musikvideos Regie geführt. Der 70jährige in Schottland geborene, seit 1976 in New York lebende Albert Watson hat mit seinem grafischen, auf klare Kontraste setzenden Stil Maßstäbe in der angewandten Fotografie gesetzt.


Im vergangenen Jahr reizte den viel gebuchten Fotografen jedoch ein Projekt, mit dem die Initiative „Cotton made in Africa“ an ihn herangetreten ist. Albert Watson reiste im Dezember 2011 für zwei Wochen ins westafrikanische Benin, um Baumwollbauern zu fotografieren. Hinter „Cotton made in Africa“ steckt die Handelsinitiative „Aid by Trade“, die 420.000 Kleinbauern in sechs afrikanischen Ländern durch Hilfe zur Selbsthilfe bessere Lebensbedingungen ermöglichen möchte. Um eine größere Aufmerksamkeit für die Kampagne zu erlangen, buchte man mit Albert Watson einen weltweit bekannten Fotografen. Dieser verzichtete großzügig auf ein Honorar.

Das Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen begleitet das Projekt jetzt mit einer großen Werkschau. Neben 40 großformatigen Aufnahmen aus Benin sind auch weitere Arbeiten aus allen Schaffensphasen Albert Watsons zu sehen: insgesamt rund 350 Exponate. Kurator Ingo Taubhorn konzentriert sich besonders auf bisher noch nie gezeigte Vintageabzüge, Kontaktbögen und Entwurfsskizzen Watsons, so dass die Ausstellung einen profunden Einblick in die Arbeitsweise des Fotografen gibt. Ingo Taubhorn: „Dadurch richtet sich der Blick des Betrachters weniger auf ein Potpourri der Stilvielfalt, als vielmehr auf das einzelne Bild in seiner Vollendung. So entsteht ein aktiver Dialog des Betrachters mit Watsons künstlerischer Strategie.“ Besonders interessant sind die Werkgruppen, in denen Watson weitgehend frei gearbeitet hat, etwa in der 2001 veröffentlichten Serie „Strip Search“, die Lebenskünstler in Las Vegas zeigt, oder in den Reiseaufnahmen, die Anfang der 1990er Jahre in Marokko entstanden sind.

Nun also Benin: Albert Watson besuchte Volksfeste und durfte sogar einen Stammeskönig porträtieren. Er traf auf Teenager in modischer Kleidung und coolen Posen, die er wie New Yorker Rapper in Szene setzte. „In der kurzen Zeit, in der ich Land und Leute erleben durfte, habe ich versucht, jede einzelne Minute optimal zu nutzen“, so Watson. Spezialisiert ist er auf Porträtaufnahmen von Starmodels wie Kate Moss oder Naomi Campbell. Mit dem gleichen fotografischen Ansatz näherte er sich auch seinen afrikanischen Modellen und enthob sie für einen kurzen Moment der Realität ihres harten Alltags. Die 21jährige Boukari Kaoulatou inszenierte er in einer eigentümlichen Mischung aus Schönheit, Stolz und Traurigkeit in traditioneller Festtagstracht vor neutral dunklem Hintergrund. Wie aber ganz konkret der Arbeitsalltag in der Baumwollindustrie in einem der zwanzig ärmsten Staaten der Welt aussieht, das zeigen uns Watsons überästhetisierte und daher irgendwie auch verlogene Aufnahmen leider nicht.

Die Ausstellung „Albert Watson: Visions feat. Cotton made in Africa“ ist bis zum 6. Januar 2013 zu sehen. Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, jeden ersten Donnerstag in Monat von 11 bis 21 geöffnet. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 6 Euro. Zur Ausstellung ist das kostenlose Magazin „Albert Watson – Fourteen Days in Benin“ mit 48 Seiten und 42 Abbildungen im Zeitungsdruck erschienen.

Kontakt:

Deichtorhallen Hamburg

Deichtorstraße 1-2

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 32 10 30

Telefax:+49 (040) 32 10 32 30

E-Mail: info@deichtorhallen.de



17.09.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


14.09.2012, Albert Watson: Visions feat. Cotton made in Africa

Bei:


Deichtorhallen Hamburg

Künstler:

Albert Watson










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