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Die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle feiert Jubiläum und wünscht sich einen Ankaufsetat

15 Jahre – 15 Räume



„In der Zukunft wird jeder für 15 Minuten weltberühmt sein“, prognostizierte Andy Warhol 1968. Die magische Zahl 15 nimmt nun auch die Hamburger Kunsthalle zum Anlass, das Jubiläum ihrer 1997 eröffneten Galerie der Gegenwart zu feiern. Unter der Direktorenschaft von Uwe M. Schneede wurde damals in Sichtweite von Binnen- und Außenalster ein kubischer Bau des Kölner Architekten Oswald Mathias Ungers errichtet. Viele wegweisende Ausstellungen wurden seitdem realisiert: Die mutige Schau „ein|räumen. Arbeiten im Museum“, die die Sammlung im Jahr 2000 mit 60 aktuellen, durchaus institutionskritischen Positionen konfrontierte, gehört bis heute zu den Paradebeispielen einer zeitgemäßen, dialogischen Museumspraxis. Andy Warhols Polaroids waren ebenso zu sehen wie Installationen von Gregor Schneider und natürlich Gemälde von Georg Baselitz über Sigmar Polke und Daniel Richter bis hin zu Mark Rothko, der 2008 immerhin 220.000 Besucher anlockte.


Obwohl es keinen eigentlichen Etat für Erwerbungen gibt, gelang es der Kunsthalle, mit Hilfe von Stiftungen, Schenkungen, Dauerleihgaben und Kooperationen eine respektable Sammlung aufzubauen. Neben den Hamburger Privatsammlungen Sohst, Lafrenz und Liebelt gehören der Luxusfüller-Hersteller Montblanc und der Schweizer Versicherungskonzern Bâloise zu den tragenden Säulen des Hauses. Die Bâloise etwa verleiht jedes Jahr auf der Art Basel einen Nachwuchspreis an jüngere Künstler. Eine der prämierten Arbeiten erhält dann die Galerie der Gegenwart. So kamen unter anderem Werke von mittlerweile weltbekannten Künstlern wie Monika Sosnowska, Haegue Yang oder Tino Sehgal in die Sammlung. Petra Roettig, eine der beiden Co-Direktorinnen der Galerie der Gegenwart, resümiert: „Die Idee der Galerie der Gegenwart ist es, ein dynamisches Museum zu sein und immer wieder auf die Sammlung zu schauen.“ Ihre Kollegin Brigitte Kölle ergänzt: „Die Sammlung ist das Herzstück der Galerie der Gegenwart. Da werfen wir immer andere Perspektiven drauf.“

Zum Jubiläum haben die beiden Kuratorinnen im zweiten und dritten Obergeschoss 15 Sammlungsräume eingerichtet. Beim Rundgang durch die Künstlerräume lässt sich klar die prägende Handschrift des langjährigen Direktors Uwe M. Schneede ablesen. Ein gut bestückter Gerhard Richter-Raum bildet den Auftakt, Richters Weggefährte Sigmar Polke ist ebenfalls mit wichtigen Arbeiten vertreten. International etablierte Künstler wie Bruce Nauman, Rosemarie Trockel, Sophie Calle oder Andy Warhol sind mit stimmigen Künstlerräumen präsent. Von Andreas Slominski sind hinterlistige Tierfallen zu sehen, von denen die Hamburger Kunsthalle mittlerweile 15 Exemplare besitzt. Ein besonders großer und aussagekräftiger Raum widmet sich dem skulpturalen und grafischen Werk von Thomas Schütte. Hier kann die Kunsthalle mehrere in sich geschlossene Grafikzyklen präsentieren, die jüngste Stiftung des Sammlerpaars Gerhard und Elisabeth Sohst, das der Galerie der Gegenwart seit ihrer Gründung mit zentralen Dauerleihgaben und regelmäßigen Schenkungen zur Seite steht.

Im Rahmen eines hochkarätig besetzten Symposiums mit Museumskollegen aus Düsseldorf, Bonn und Köln werden anlässlich des Jubiläums die Perspektiven zeitgenössischer öffentlicher Sammlungen diskutiert und ausgelotet. Mit großen Retrospektiven zum Werk der beiden in Hamburg geborenen und nach New York beziehungsweise Venezuela geflüchteten jüdischen Künstlerinnen Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt alias Gego präsentiert die Galerie der Gegenwart dann 2013 zwei kuratorische Highlights, die auch international Beachtung finden sollten. Die monatelange Schließungsdebatte aus dem Jahr 2010, die bundesweit für Befremden und Kopfschütteln gesorgt hatte, scheint zumindest vorerst zu den Akten gelegt zu sein.

Ein großer Wunsch beider Leiterinnen der Galerie der Gegenwart ist ein eigener Ankaufsetat für junge, aktuelle Kunst. Gerade in diesem Marktbereich wäre es wichtig, frühzeitig Arbeiten erwerben zu können, bevor die Preise explodieren. Doch angesichts der auch nach dem Regierungswechsel 2011 unverändert strengen Sparvorgaben des Hamburger Senats sind solche Wünsche fast schon utopisch.

Die Sammlungspräsentation „15 Jahre Galerie der Gegenwart“ läuft vom 8. September bis zum 30. April 2013. Die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Es erscheint kein Katalog. Das Symposium: „museum.gegenwart.jetzt“, das unter anderem mit Marion Ackermann, Stephan Berg, Kasper König und Uwe M. Schneede besetzt ist, findet am 8. September von 11 bis 17 Uhr im Hubertus-Wald-Forum der Hamburger Kunsthalle statt.

Kontakt:

Hamburger Kunsthalle

Glockengiesserwall

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428 131 200

Telefax:+49 (040) 428 543 409



05.09.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


08.09.2012, Sammlungspräsentation: 15 Jahre Galerie der Gegenwart

Bei:


Hamburger Kunsthalle

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