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Journal

Im Germanischen Nationalmuseum ist derzeit die umfangreichste Dürer-Schau seit vier Jahrzehnten zu sehen. Einbezogen sind viele Originalschauplätze inklusive des renovierten und neu konzipierten Wohnhauses des Malers in Nürnberg

Die transalpine Note der Renaissance



Ehemaliges Wohnhaus Albrecht Dürers in Nürnberg

Ehemaliges Wohnhaus Albrecht Dürers in Nürnberg

„Die betenden Hände“ kennt jeder. Massenhaft kopiert, gestickt, als Plastik gegossen oder als Devotionalien vertrieben sind sie allgegenwärtig. Diese Studie von 1508 zählt ebenso zu den weltweit am meisten reproduzierten Kunstwerken wie der sechs Jahre zuvor geschaffene „Feldhase“. Er wurde zum Inbegriff einer naturgetreuen Kunst, die Präzision mit Dynamik verbindet. Ihr Schöpfer Albrecht Dürer vereinte breit gefächerte Talente, Geschäftssinn und internationale Reputation. All dies katapultiert den umfassenden Geist vom Format eines Leonardo da Vinci seit Jahrhunderten an die Bekanntheitsspitze aller deutschen Künstler. So nimmt es nicht Wunder, dass die dem Frühwerk gewidmete Schau im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg eine Spitzenstellung unter allen Ausstellungen dieses Jahres einnimmt. Schon über 200.000 Besucher konnte die umfangreiche Präsentation zum Werdegang und künstlerischen Umfeld Dürers anlocken.


Dürer kam als Sohn eines aus Ungarn eingewanderten Goldschmieds am 21. Mai 1471 in Nürnberg zur Welt. Nach einer Goldschmiedelehre in der väterlichen Werkstatt absolvierte er eine Lehrzeit als Maler bei Michael Wolgemut. Ab 1490 reiste er vier Jahre als Geselle durch die deutschen Lande, anschließend zog es ihn nach Venedig. Einer der Schwerpunkte des Forschungsprojekts lag auf den bislang eher unreflektierten lokalen Bezügen dieser frühen Zeit. Viele günstige Umstände kumulieren in Dürers Biografie. In der wichtigen Handelsmetropole Nürnberg trafen Reisende, Kaufleute und Gelehrte vieler Nationen aufeinander. Dieses wirtschaftlich und geistig blühende Umfeld regte Dürer an. Familiär sowie über seine Ausbildung und Vorbilder etwa auch von Hans Pleydenwurff geprägt, stand ihm ein einflussreiches Netzwerk von Geistesgrößen und Handwerkern in der unmittelbaren Nachbarschaft offen.

In seinem Wohnviertel am Nürnberger Burghügel mit einem sozialen Milieu aus prominenten Geistes- und Wirtschaftsgrößen ließ sich Albrecht Dürer als „Start-Up-Unternehmer“ nieder, baute eine eigene Werkstatt auf und akquirierte in seinem Umfeld künftige Auftraggeber. Viele kannte er von Kindesbeinen an. Talentiert, innovativ und risikobereit widmete er sich neuen Techniken, etwa der des Kupferstichs. Die erste Grafik dieser Art entstand 1446 in den Niederlanden. Auch andere ließ er für sich drucken. Der benachbarte Lehrer, Verleger und Taufpate Wolgemut gab die berühmten Holzschnitte zur Apokalypse heraus, damals ein grandioser Verkaufserfolg. Der gezielten Vermarktung und Verbreitung von Drucken in ganz Europa seit 1497 folgten lukrative Gemäldeaufträge; 1511 spricht Kaiser Maximilian Dürer das Alleinrecht auf Druck und Verkauf seiner Werke zu.

Nicht nur die Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum hinterfragt und charakterisiert dieses Aufeinandertreffen günstiger biografischer Umstände. Dem Besucher sei ein Gang durch Nürnberg angeraten. Häuser und Figurengruppen im Stadtbild weisen auf wichtige Spuren der Bezugspunkte in Dürers Leben hin: Lehrwerkstätten, Wohnungen von Freunden und der Familie. Dass Dürer ein europäischer Künstler ist, bei dem die Auseinandersetzung mit seinem Werk eine lange und intensive Tradition hat, zollt das Neue Museum in einer Kabinettschau Respekt. In der Ausstellung „Alles Dürer, oder was? – Der alte Meister im Spiegel zeitgenössischer Kunst“ sind Kunstwerke von Toni Burghart, Thomas Eller, HAP Grieshaber, Karl Horst Hödicke oder Armando eine Hommage an das Vorbild.

Der Weg zum Dürerhaus am Tiergärtnertor führt vorbei an der evangelischen Kirche St. Sebald, wo der zu den frühen Anhängern des lutherischen Glaubens gehörende Dürer getauft wurde, am Rathaus, dessen gotischen Saal er 1520/21 mit Wandgemälden zu einem „Triumphzug“ versah, oder am monumentalen Bronzestandbild Dürers vom bedeutenden klassizistischen Bildhauer Christian Daniel Rauch, Deutschlands erstem öffentlichen Künstlerdenkmal auf dem ehemaligen Milchmarkt, dem heutigen Albrecht-Dürer-Platz.

Neu restauriert wurde unlängst das um 1420 erbaute, 1509 von Dürer erworbene und seit 1828 als Museum dienende ehemalige Wohnhaus des Künstlers. Hier lebte er bis zum Tod am 6. April 1528. Das unzerstört gebliebene Gebäudeensemble aus Nürnbergs Blütezeit gilt als einziges original erhaltenes Künstlerhaus der Renaissance in Nordeuropa. Im modernen Anbau wurde nun ein „Dürer-Saal“ eingerichtet. Hier sind Kopien der wichtigsten Gemälde des Meisters im Rahmen einer Dauerausstellung zu sehen. Zum Teil sind die Duplikate selbst über 400 Jahre alt. Darüber hinaus bietet ein kürzlich eingerichtetes Grafikkabinett Raum für Wechselausstellungen der Bestände der Grafischen Sammlungen der städtischen Museen.

In fußläufiger Entfernung liegt der Johannisfriedhof. Hier findet sich auch die letzte Ruhestätte Albrecht Dürers in der Form eines gewöhnlichen Hochgrabes aus Nürnberger Standstein mit schlichter Bronzetafel. Nur wenige Meter entfernt liegen Veit Stoß und Anselm Feuerbach, zeitübergreifende lokale Vernetzungen, wie sie treffender nicht sein könnten.

Kontakt:

Germanisches Nationalmuseum

Kartäusergasse 1

DE-90402 Nürnberg

Telefon:+49 (0911) 13 310

Telefax:+49 (0911) 13 31 200



27.08.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Grabstätte von Albrecht Dürer auf dem Nürnberger Johannisfriedhof

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Christian Daniel Rauch, Standbild Albrecht Dürer, 1840

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