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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Plaste-und-Elaste-Kunst zwischen Popsurrealismus, Konsum- und Protestkultur: Der Düsseldorfer Unternehmer Selim Varol zeigt im me Collectors Room in Berlin seine ausufernde Sammlung von Designer-Toys

Überraschungseier für Erwachsene



in der Ausstellung „Art & Toys-Collection Selim Varol“

in der Ausstellung „Art & Toys-Collection Selim Varol“

Selim Varol sammelt Designer-Toys. Limitierte Editionen von Fantasiefiguren also, die überwiegend von Erwachsenen gesammelt werden. Der 39jährige Düsseldorfer Unternehmer aus der Telekommunikationsbranche besitzt Tausende dieser quietschbunten Plastik- und Vinylgeschöpfe aus Japan und den USA, Frankreich und Großbritannien. Varol, der als 6jähriger im türkischen Izmir in einem Open-Air-Kino zum ersten Mal Star Wars-Filme sehen durfte, begann bereits damals mit dem Sammeln grellbunter Science-Fiction-Figuren, skurriler Plastikmonster und grinsender Riesenbabys. Doch erst als Erwachsener entdeckte er die Welt der Designer-Spielzeuge. In Japan kaufte er 1999 sein erstes echtes Designer-Toy. Eine ironische Abwandlung der Mickey Mouse, entworfen vom amerikanischen Kult-Designer KAWS, alias Brian Donnelly. Heute besitzt Varol unzählige Variationen davon in allen erdenklichen Größen, Formen und Farben. KAWS gilt als einer der Superstars unter den Toy-Designern. Von der Subkultur zum Big Business: KAWS teils überlebensgroße Figuren werden auf internationalen Kunstmessen längst zu Höchstpreisen gehandelt.


Auch Selim Varols Toy-Sammlung wird jetzt in Berlin im Kunstkontext präsentiert. Im Ausstellungsraum des Privatsammlers Thomas Olbricht, dem me Collectors Room in der Auguststraße in Mitte, zeigt Varol über 3.000 Exponate aus seiner rund 15.000 Werke umfassenden Sammlung. Der Ort ist gut gewählt, denn auch der Essener Arzt und Kunstsammler Olbricht liebt das Skurrile. Seine schrille Sammlung zeitgenössischer Kunst ergänzt er um eine bizarre Wunderkammerpräsentation und eine Kollektion alter Spielzeugautos. Selim Varol hat seine popsurrealen Designer-Toys, die er üblicherweise in einem Düsseldorfer Lager aufbewahrt und nur guten Freunden zeigt, in Glasvitrinen nach Designern geordnet. Gerne erzählt er von den Gepflogenheiten der Sammlergemeinde und den Mechanismen des Toy-Marktes, die dem des internationalen Kunstmarktes ähneln. Gekauft wird nicht in normalen Spielzeuggeschäften sondern auf Auktionen und im Internet. Tauschgeschäfte sind an der Tagesordnung. Raritäten steigen schnell im Wert. Das Wissen um kleine Variationen und die Liebe zum Detail sind gefragt. Der Kauf eines Designer-Toys ähnelt dem Erwerb eines Überraschungseis für Kinder. Erst beim Auspacken sieht man, was sich in der Hülle verbirgt.

Als Urvater der Bewegung gilt der New Yorker Künstler und Anti-AIDS-Aktivist Keith Haring, der 1986 seinen Pop Shop in Manhattan eröffnete und dort erschwingliche Fun-Kunst für alle anbot. Über den Umweg Asien kommen die mittlerweile mit Manga-Ästhetik überladenen Designer-Toys jetzt zurück in den Westen. Längst haben allerdings auch Mode- und Lifestylelabels wie Nike, Levi’s oder Chanel den rasch wachsenden Designer-Toy-Markt für ihre Marketingkampagnen entdeckt. Die Übergänge zwischen Subversion, Konsumkritik, Markenkultur und Konsum sind mittlerweile fließend.

Zusätzlich zu den Toy-Vitrinen zeigt Selim Varol in Berlin auch seine umfangreiche Street Art-Sammlung. Zu sehen sind Exponate von Stars der Szene wie Banksy oder dem Franzosen JR. Varol interessiert sich speziell für Arbeiten mit politischen Botschaften. Eine ganze Wand widmet sich dem US-Wahlkampf. Varol gruppiert Arbeiten aus seiner Sammlung rund um die markanten Exponate des amerikanischen Künstlers Shepard Fairey, Jahrgang 1970, der 2008 die HOPE-Plakate für die Wahlkampagne von Barack Obama entworfen hat.

Die Ausstellung „Art & Toys-Collection Selim Varol“ ist bis zum 16. September zu sehen. Der me Collectors Room hat dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Der Katalog ist in Vorbereitung.

Kontakt:

me Collectors Room / Stiftung Olbricht

Auguststraße 68

DE-10117 Berlin

Telefon:+49 (030) 86 00 85 10

Telefax:+49 (030) 86 00 85 120

E-Mail: info@me-berlin.com



12.08.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


26.05.2012, Art & Toys - Collection Selim Varol

Bei:


me Collectors Room / Stiftung Olbricht

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Selim Varol, 2012
Selim Varol, 2012

Variabilder:

KAWS (Brian Donnelly), Christy Turlington, Calvin Klein Ad
 Disruption, 1999
KAWS (Brian Donnelly), Christy Turlington, Calvin Klein Ad Disruption, 1999

Variabilder:

Shepard Fairey, Mustafa Kemal Ataturk, 2008
Shepard Fairey, Mustafa Kemal Ataturk, 2008

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in der Ausstellung „Art & Toys-Collection Selim Varol“
in der Ausstellung „Art & Toys-Collection Selim Varol“

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in der Ausstellung „Art & Toys-Collection Selim Varol“
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in der Ausstellung „Art & Toys-Collection Selim Varol“
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in der Ausstellung „Art & Toys-Collection Selim Varol“
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Selim Varol, 2012

Selim Varol, 2012

KAWS (Brian Donnelly), Christy Turlington, Calvin Klein Ad Disruption, 1999

KAWS (Brian Donnelly), Christy Turlington, Calvin Klein Ad Disruption, 1999

Shepard Fairey, Mustafa Kemal Ataturk, 2008

Shepard Fairey, Mustafa Kemal Ataturk, 2008

in der Ausstellung „Art & Toys-Collection Selim Varol“

in der Ausstellung „Art & Toys-Collection Selim Varol“

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in der Ausstellung „Art & Toys-Collection Selim Varol“

in der Ausstellung „Art & Toys-Collection Selim Varol“

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Selim Varol, 2010

Selim Varol, 2010




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