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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Die Galerie Kornfeld in Bern bestreitet wieder ein reichhaltiges Programm mit Kunst des 20sten Jahrhunderts und fährt vor allem bei der Druckgrafik seltene Schätze auf

Die Natur arbeitet mit



In der Bugwelle der Art Basel richtet die Schweizer Galerie Kornfeld auch in diesem Jahr wieder ein Festmahl für Freunde moderner Kunst an. Die einzige Auktion, die das renommierte Berner Haus jährlich veranstaltet, kann wie immer mit den großen Namen der Kunst vom 19ten bis zum 21sten Jahrhundert aufwarten. Neben Künstlern wie Erich Heckel, Alexej von Jawlensky und Alberto Giacometti ist heuer Marc Chagall mit insgesamt vierzehn Werken stark vertreten. Eine Besonderheit bilden dieses Jahr außerdem zwei zu versteigernde Grafikkonvolute, zum einen die aus einer Privatsammlung stammende expressionistische Grafik sowie zum anderen eine Kollektion mit altmeisterlicher Blättern von Dürer bis Rembrandt.


Expressionistische Grafik

Bei der 44 Lose umfassenden Sammlung expressionistischer Grafik sticht am 15. Juni ein Blatt Ernst Ludwig Kirchners mit einem Preis von 600.000 Franken hervor. Der 1914 entstandene Holzschnitt „Fünf Kokotten – Berlin“ stellt eine Besonderheit dar, da sich nur zwölf Exemplare dieser charakteristischen, kantig schroffen Ansicht aus dem Hauptstadtmilieu erhalten haben. Für die Dresdener Zeit Kirchners steht die prachtvolle Farblithografie einer „Gruppe Badender“ an den Moritzburger Teichen in typischer Freikörperkultur von 1909 (Taxe 250.000 SFR) ebenso wie sein fast schemenhafter Holzschnitt einer nackten und einer bekleideten Frau im Atelier aus dem selben Jahr (Taxe 40.000 SFR). Wassily Kandinsky schuf den Farbholzschnitt „Abschied – Große Fassung“ 1903 noch in Anklängen an den Jugendstil. Auch dieses Märchenblatt mit einem Ritter und seiner Hofdame hat großen Seltenheitswert und soll den Sammlern 100.000 Franken wert sein.

Raritätenjäger werden zudem bei Hermann Max Pechsteins koloriertem Holzschnitt „Somalitanz“ von 1910 (Taxe 60.000 SFR), seiner mit Aquarell überarbeiteten Lithografie „Varieté“ aus eben dieser Zeit (Taxe 40.000 SFR) oder Emil Noldes in gleicher Technik ausgeführtem, aufbrausenden „Meer“ von 1926 fündig (Taxe 150.000 SFR). Häufiger trifft man auf Noldes Lithografie „Die Heiligen Drei Könige“. Doch auch der frühe Probedruck in der vorliegenden Farbvariante mit Schwarz, Blau und Violett macht sich auf dem Kunstmarkt rar (Taxe 100.000 SFR). Von Otto Mueller sind drei Farblithographien im Angebot, in denen er sich mit Motiven aus dem Zigeunerleben auseinandersetzt, darunter aus der „Zigeunermappe“ die bekannte „Zigeunermadonna“ für 80.000 Franken und das nicht allzu häufig anzutreffende Exemplar „Zwei Zigeunermädchen im Wohnraum“ für 60.000 Franken. Karl Schmidt-Rottluff ist mit mehreren kraftvollen Holzschnitten zugegen, darunter etwa der „Elbchaussee bei Hamburg“ von 1911 (Taxe 15.000 SFR) oder zwei „Trauernden am Strand“ von 1914 (Taxe 15.000 SFR).

Grafik Alter Meister

Die Alten Meister warten ebenfalls mit allen großen Namen auf. Die 74 Lose starke Sammlung tut sich durch eine hochkarätige Abteilung mit Werken Albrecht Dürers hervor. Unter den 19 Blättern des Nürnberger Meisters befinden sich berühmte Stücke wie etwa die „Die heilige Familie mit der Libelle“ von 1495 (Taxe 35.000 SFR) oder „Die heilige Sippe mit zwei musizierenden Engelknaben“ von 1511 (Taxe 22.500 SFR). Für Dürers Kupferstich „Das große Pferd“ von 1505 will Kornfeld dann 20.000 Franken sehen, für das rund zehn Jahre ältere Blatt „Junge Frau vom Tod bedroht“ ebensoviel und für den „Orientalen und sein Weib“ genau die Hälfte. Aus der Renaissance ist zudem Lucas van Leyden zugegen, etwa mit dem Frühdruck des „Tanzes der Magdalena“ von 1519. Die wunderschöne ausgewogene Komposition kostet bei Kornfeld 25.000 Franken.

Der niederländische Großmeister Rembrandt schickt insgesamt zwanzig Blätter ins Auktionsgeschehen. Eines der Hauptwerke aus seinem grafischen Œuvre ist das sogenannte „Hundertguldenblatt“. Die Darstellung Christi, der die Kranken heilt, liegt hier in tadellosem Zustand vor und soll 225.000 Franken einspielen. Die filigrane Landschaftsradierung mit dem Blick vom „Omval“, einer Landzunge zwischen Amstel und Diemerdijk, auf die dörfliche Ansiedlung mit einer klassischen Rückenfigur im Vordergrund von 1645 verlangt 50.000 Franken. Der Italiener Giovanni Battista Piranesi erdachte sich in den Jahren 1748 bis 1750 die „Carceri d’Invenzione“, eine Sammlung von Radierungen mit fantastischen Kerkerarchitekturen aus. Für jeweils 2.000 bis 3.000 Franken werden insgesamt fünf Positionen dieser grausamen und überwältigenden Hirngespinste offeriert. Seine vollständige, aus vier Blättern bestehende Folge der „Groteschi“ mit antiken, ebenso morbiden Fantasien liegt bei 12.500 Franken. Den krönenden Abschluss bildet eine Radiersammlung Giovanni Domenico Tiepolos von 1753. Die 27 Blätter umfassende Mappe hat die Flucht der heiligen Familie nach Ägypten zum Thema und ist dem Würzburger Fürstbischof Carl Philipp von Greiffenclau gewidmet (Taxe 75.000 SFR).

Ausgewählte Werke

Vier Lose durchbrechen in der Hauptauktion mit 140 ausgewählten Werken am 15. Juni die Millionengrenze. Für 1.250.000 Franken ist eine späte Plastik des Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti zu ersteigern, die den Bruder des Künstlers in hockender Position zeigt. Die Bronzeplastik „Homme assis à mi-corps – Diego assis“ mit den charakteristischen überlängten Gliedmaßen und dem winzigen Kopf entstand 1965, ein Jahr vor dem Tod des Künstlers. Zwei Ölgemälde Emil Noldes sollen den Sammlern jeweils 1,5 Millionen Franken wert sein. Das in stark pastosem Pinselduktus aus kleinen Farbtupfen gestaltete „Haus im Schnee in Cospeda“ entstand 1908 während eines plötzlichen Kälteeinbruchs, den der Maler später die „Mitarbeit der Natur“ nannte. Sein „Blumengarten“ aus violetten, roten und braungelben Blüten von 1924 ist dann schon flächig und kraftvoll auf die Leinwand gebannt. Eine Rarität bildet die vollständige Ausgabe der „Suite Vollard“. Die Sammlung von 100 Grafiken Pablo Picassos umfasst Werke aus den Jahren 1930 bis 1937 und wurde vom Künstler für den französischen Kunsthändler Ambroise Vollard zusammengestellt. Wer sich für die hundert Blätter meist im neo-klassizistischen Stil interessiert, muss auch hier 1,5 Millionen Franken investieren.

Den Anfang der Auktion macht der Schweizer Brücke-Maler Cuno Amiet. Sechs Gemälde von seiner Hand stehen zur Verfügung, darunter das 1911 entstandene Porträt einer Mutter mit Kind in kräftigen Orangetönen und blauen Konturlinien (Taxe 400.000 SFR) und ein ausdrucksstarkes Porträt von Anna Amiet in ihrem Blumengarten aus dem Jahr 1929 (Taxe 100.000 SFR). Als eines der grafischen Hauptwerke Erich Heckels gilt sein harmonisch geschlossener Farbholzschnitt „Zwei ruhende Frauen“ von 1909/10 aus der Dresdner Zeit der Künstlergruppe „Brücke“. Daher stehen auch 350.000 Franken auf dem Etikett. Ernst Ludwig Kirchner geht ebenfalls mit zahlreichen grafischen Arbeiten ins Rennen, darunter einer Aktzeichnung mit drei nackten Mädchen im Raum von 1906/08 (Taxe 300.000 SFR) sowie einer Kohlezeichnung mit einer bekleideten liegenden Frau und einer nackten Sitzenden aus dem Jahr 1914 (Taxe 175.000 SFR). Aus dem druckgrafischen Bereich liegen der Holzschnitt „Zirkusreiterin“ von 1909 für 125.000 Franken und die Lithografie mit der nervösen Stimmung auf der „Leipziger Straße, Kreuzung“ von 1914 für 175.000 Franken vor.

Der Blauer Reiter tut sich ebenfalls prominent hervor. Eines der vierzehn Werke von Paul Klee ist das mit Wasserfarben gemalte Blatt „ergeht sich“ von 1939. Das Spätwerk aus der Phase der großzügigen Formensprache soll den Sammlern 175.000 Franken wert sein. Franz Marc ist mit einer seiner berühmten Tierstudien, einem liegenden roten Stierkalb, von 1912 vertreten (Taxe 450.000 SFR), während sich Alexej von Jawlensky 1918 in der aus unterschiedlich großen Farbflecken aufgebauten „Variation: Vorfrühling – Ascona“ schon ganz der Abstraktion zuwendet (Taxe 150.000 SFR), ebenso wie sein Kollege Wassily Kandinsky in seinem konstruktivistischen, dennoch verspielten Spätwerk von 1941 mit Werknummer 1941.719 in Schwarz, Blau und Ocker (Taxe 250.000 SFR).

Unter den vierzehn Positionen Marc Chagalls befindet sich das zwischen 1959 und 1968 entstandene Bildnis des Malers mit rotem Tierkopf, das zahlreiche charakteristische Motive aus Chagalls Bildwelt verbindet (Taxe 350.000 SFR). Etwas günstiger ist für 300.000 Franken sein farbenfrohes heiteres Blumenstillleben von 1975 mit Mimosen und Früchten zu haben, für 500.000 Franken könnte die schwebende Tänzerin mit grünem Doppelprofil in dominierendem Rosarot den Besitzer wechseln. Ein geheimnisvoller Farbholzschnitt des Norwegers Edvard Munch mit dem Gesicht einer Frau und einem Fenster im Hintergrund, der zwischen 1896 und 1906 entstand, ist in diffuses Licht getaucht und trägt den bezeichnenden Titel „Mondschein“ (Taxe 400.000 SFR). Einer der Meilensteine der französischen Druckgrafik um 1900 ist Pierre Bonnards Straßenszene „La petite blanchisseuse“ von 1896 (Taxe 75.000 SFR).

Als ältester Schweizer tritt Albert Anker an, der in den vergangenen Jahren zu einem neuen Star im heimischen Kunstmarkt avanciert ist. Millionenpreise wird es für ihn bei Kornfeld aber nicht geben; dafür gehören die Arbeiten nicht den beliebten Genrebildnissen an. Mit 150.000 Franken ist Ankers realistische Ansicht von „Ins im Winter“ von 1871 daher recht realistisch angesetzt. Es folgt Ferdinand Hodler mit drei Werken. Für 350.000 Franken soll der lichtvolle Blick auf den Thuner- und Brienzersee von 1887 den Besitzer wechseln, 100.000 Franken weniger muss für das Bildnis der keck über ihre Schulter blickenden Valentine Godé-Darel von 1909 aufgebracht werden. Im Zusammenhang mit der Ausmalung des Hannoveraner Rathauses fertige Hodler 1913 eine Studie zum Wandbild „Einstimmigkeit“ mit einem schwörenden Landsknecht (Taxe 50.000 SFR). Um 1928/30 hielt Giovanni Giacometti eine Morgenstimmung in Capolago mit Blick auf den Silsersee und den Piz Corvatsch in kräftigen Farben fest (Taxe 400.000 SFR).

Auch die Skulptur trägt dieses Jahr ihr Scherflein zum Auktionsgeschehen in Bern bei. Der deutsch-französische Bildhauer Hans Arp schuf 1938 ein Bronzerelief aus vier runden, sich nach außen wölbenden Formen mit dem Titel „Constellation“ (Taxe 50.000 SFR). Seine dunkelbraun patinierte Bronzeskulptur „Corneille“, die in ihrer anthropomorphen Gestalt an eine Umarmung erinnert, datiert dann ins Jahr 1942 (Taxe 125.000 SFR). Neben zwei Zeichnungen, einem Studienblatt mit ihrem aufgestütztem Kopf und Händen von 1897 (Taxe 50.000 SFR) sowie einer Vorarbeit für die Radierung „Inspiration“ von 1904/05 (Taxe 60.000 SFR), bereichert Käthe Kollwitz die Versteigerung mit ihrem Konterfei in Bronze von 1926/32 in einem posthumen Guss vor 1961 (Taxe 30.000 SFR).

Ungewöhnlich und lustig ging Alexander Calder um 1960 bei der aus Eisenblech geschnittenen, auf ein Briefkastenteil genieteten Schablone eines Hundes vor (Taxe 100.000 SFR). Klassischer ist dann sein „standing mobile“ in der Form eines Bumerang mit vier Löchern von 1975 (Taxe 150.000 SFR). Naum Gabos konstruktivistisches Modell für „Sphärisches Thema in Bronze“ von 1966/67 besteht aus Kreissegmenten und einem filigranen Zentrum aus Kupferdraht. Giacomo Manzùs in ein langes Gewand gehüllter „Cardinale“ um 1968 erinnert eher an einen Gartenzwerg. Humorvoll gibt sich dann wieder Joan Mirós Bronze „Personnage à la plume“ von 1970 (Taxen je 100.000 SFR), während Henry Moores Bronze „Interior Form“ wieder von der Abstraktion des Menschen ausgeht. Die Konzeption für die schlank aufragende Figur mit zwei runden Durchbrechungen stammt aus dem Jahr 1951, die Skulptur wurde jedoch erst 30 Jahre später gegossen (Taxe 125.000 SFR).

Unter den zahlreichen Zeichnungen befindet sich eine feine Studie zu Constantin Brancusis ästhetischer Skulptur „Mademoiselle Pogany I“ von 1911/12 (Taxe 60.000 SFR). Lyonel Feiningers in schnellen, filigranen Strichen skizzierte und mit Pastell kolorierte Stadtansicht aus dem Jahr 1921 zeigt wahrscheinlich Weimar (Taxe 75.000 SFR). Im Preisrahmen zwischen 30.000 und 60.000 Franken liegen vier im charakteristischen Kritzelstil gearbeitete Bleistift- und Federzeichnungen Alberto Giacomettis, darunter beispielsweise der Tisch mit Blumenstrauß von 1965 oder die um 1954 entstandenen „Arbres“. Auch vier Blätter von Gustav Klimt stehen zum Verkauf, so die 1908 entstandene Bleistiftzeichnung eines Mädchens beim Strümpfeanziehen für 40.000 Franken, oder ein liegender Halbakt einer Frau, die ihren Mund mit dem Arm verdeckt, von 1914 für 60.000 Franken.

Kunst des 19ten bis 21sten Jahrhunderts

Mit über 500 Werken auf günstigerem Preisniveau und unbekannteren Künstlern vom 19ten bis zum 21sten Jahrhundert eröffnet Kornfeld den Auktionsreigen schon am 14. Juni. Es stechen vor allem einige Grafiken hervor, so zum Beispiel fünf ausdrucksstarke Menschenbilder Max Beckmanns im Preisrahmen zwischen 1.500 und 15.000 Franken. Ernst Ludwig Kirchner macht abermals auf sich aufmerksam, etwa mit der kraftvoll gezeichneten Stadtansicht Dresdens für 20.000 Franken. Oskar Kokoschkas mit blauem Stift angelegtes Porträt seiner späteren Ehefrau Olda soll 25.000 Franken einspielen. 30.000 Franken müssen für August Mackes sanfter Bleistiftzeichnung „Fünf Mädchen an der Altane“ eingeplant werden, für 15.000 Franken liegt die schnelle Porträtzeichnung „Tête de jeune fille“ von Henri Matisse vor. 40.000 Franken soll den Sammlern Henri de Toulouse-Lautrecs Lithografie einer Reiterin mit Kutsche und Hündchen unter dem Titel „Amazone et Tonneau“ wert sein.

Gerade bei den Schweizer Künstlern wird man mit schönen Arbeiten bei moderaten Preisen belohnt. Hierzu zählt beispielsweise das nachimpressionistische Bildnis einer nachdenklichen, jungen Frau im Garten von Emile Bressler aus dem Jahr 1919 (Taxe 1.500 SFR) oder das Pastell eines ruhigen, baumbestandenen Seeufers von Jean-Philippe-Edouard Robert von 1913 (Taxe 1.000 SFR). In der Zeit vor 1914 gehörte Albert Trachsel zu den bedeutendsten Malern der Schweiz im Umfeld von Hodler und Giacometti. Die Versicherungssumme von 600 Goldfranken auf dem Etikett seines auratischen Blumenbouquets mit Rosen von 1910 zeugt von dieser Wertschätzung. Heute stehen 20.000 Franken auf dem Preisschild. Als Schweizer Surrealist tritt Otto Morach mit einer unwirklichen „Bretonischen Küste“ um 1930 auf (Taxe 25.000 SFR).

Für Freunde der Konkreten Kunst stehen zwei in Öl gemalte, geometrische Farbflächen Max Bills für günstige 12.500 Franken und 30.000 Franken oder Fritz Glarners Bildentwurf von 1962 in den Grundfarben Gelb, Rot und Blau für 17.500 Franken bereit. Als Grafikheroe macht Eduardo Chillida mit zahlreichen charakteristischen raumumfassenden Kompositionen von sich Reden. Am teuersten ist mit 25.000 Franken seine sechsteilige, recht filigrane Serie „Inguru“ von 1968 verzeichnet. Für 15.000 Franken ist ein in Blau und Gelb gestaltetes, titelloses Ölgemälde mit einem typischen Strichmännchen A.R. Pencks zu haben, für 40.000 Franken ein dichte Farbkleckserei Sam Francis’ in Acryl auf Velin von 1978. Einen Geburtstagsgruß entbietet Kornfeld dem 1912 geborenen amerikanischen Multitalent John Cage in Form seiner kurz vor seinem Tod entstandenen Zahlenfolge „Muoyce II“ (Taxe 2.000 SFR).

Aus der Schweiz treten bei den Zeitgenossen etwa Eva Aeppli mit der abstrakten, schwarzweißen Malerei „Où es-tu? von 1961, die erst bei näherer Betrachtung offenbart, dass sie aus unzähligen, kleinen Totenköpfen gebildet ist (Taxe 17.500 SFR), oder Franz Gertsch an. Zwei seiner fotorealistischen, aber doch verschwommen grießigen Holzschnitte mit einem „Pestwurz“ und mit „Gräsern“ listet der Katalog für jeweils 30.000 Franken. Auch die Bildhauer aus der Schweiz haben ihren großen Auftritt, der im vergangenen Jahr verstorbene Schrottplastiker Bernhard Luginbühl etwa mit seinem „Holzhacker“ von 1987 für 40.000 Franken oder Oscar Wiggli mit seinen aus Stahl oder Eisen geschmiedeten, amorphen Stelen für bis zu 15.000 Franken. Dagegen erscheinen die Mobiles von Walter Linck grazil und filigran, etwa die „Lyrique III“ um 1958 (Taxe 10.000 SFR). Mit Niki de Saint Phalles quietschbunten Tierskulpturen könnte man fast einen Zoo bestücken. Eine „Vase éléphant“ und einen „Taureau“ mit grünem Herz für je 30.000 Franken, den „Pouf Serpent, jaune“ für 40.000 Franken und die „Vase poisson“ für 25.000 Franken hätte man jedenfalls schon.

Die Auktion beginnt am 14. Juni um 9:30 Uhr mit den günstigen Arbeiten des 19ten bis 21sten Jahrhunderts und wird am 15. Juni zur selben Uhrzeit fortgeführt. Dann folgen um 11 Uhr die Grafik Alter Meister, um 14:15 Uhr die Expressionistische Grafik und um 15 Uhr die Hauptauktion mit den ausgewählten Werken. Die Besichtigung ist bis zum 13. Juni täglich von 10 bis 18 Uhr möglich.

Kontakt:

Galerie Kornfeld

Laupenstrasse 41

CH-3008 Bern

Telefon:+41 (031) 381 46 73

Telefax:+41 (031) 382 18 91

E-Mail: galerie@kornfeld.ch



11.06.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Julia Remenyi

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