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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Messe-Vorbericht

Die Salzburger Ostermesse in der Residenz hat sich einen neuen Namen zugelegt. Das Konzept der „Art & Antique Residenz Salzburg“, die vom Messeunternehmer MAC Hoffmann veranstaltet wird, aber bleibt das selbe. Kunst aus Österreich von der Gotik bis zur Gegenwart überwiegt

Liaison zwischen Kunstmarkt und Musikevent



Paar chinesischer Porzellanvasen mit puderblauem Fond und Blumendartstellungen

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In der Salzburger Residenz hatte man noch nie Berührungsängste zwischen moderner und alter Kunst. Während die Wiener Galerie Kaiblinger eine kleine Suite temperamentvoller, gestischer Gemälden des 2011 verstorbenen Markus Prachensky und das großformatigen, fotorealistischen „Brandenburger Tor“ von Gottfried Helnwein zeigt, öffnet der Kunsthandel Katzenmeyer aus dem vorarlbergischen Feldkirch einen Spalt in eine alpenländischen Kunstkammer. Zwischen geschnitzten Sensenmännern und Madonnen befindet sich ein frühbarocker Bezoar, ein Magenstein, dem man im 16ten und 17ten Jahrhundert wundersame Kräfte zusprach, und eine sogenannte Kühlkugel aus Bergkristall, beide mit silbernen Bändern verziert, beide zu einem moderaten vierstelligen Preis.


Die 37 Aussteller der Messe für Kunst und Antiquitäten zielen auf das Festspielpublikum und wissen, womit sie den Flaneur wie auch den Sammler begeistern können. Hochkarätig wie immer die Galerie Salis & Vertes mit Gemälden von Emil Nolde und Serge Poliakoff sowie die Galerie Française, die neben Papierarbeiten von Pablo Picasso, Georges Braque und Marino Marini das surreal anmutende Gemälde „La statue et les deux vasques“ von Raoul Dufy für 165.000 Euro und einen posthum gegossenen, lebensgroßen „Torse du Printemps“ von Aristide Maillol für 580.000 Euro offeriert. Doch trotz Beteiligung aus Deutschland war nach dem Eröffnungsrundgang am Freitagabend wiederum klar: Hier trumpft die österreichische Kunst auf. Das Messeprogramm von Kovacek Spiegelgasse aus Wien reicht von Egon Schieles Zeichnung „Mädchen in karierter Bluse“, die einst zur Sammlung Leopold gehörte (Preis 360.000 Euro), bis hin zu Maria Lassnigs body awareness-Leinwand „Augapfel“ von 2010, die für 240.000 Euro zu haben ist. Kovacek bleibt aber auch mit fein bemalten Ranftbechern, mit einem Paar böhmischen Zwischengoldpokalen von 1730 (Preis 38.000 Euro) sowie einer Murano-Vase von 1958 nach Entwurf von Anzolo Fuga dem Thema Glas treu (Preis 8.500 Euro).

Arbeiten von Arnulf Rainer, darunter eines der ambivalenten, düsteren Kreuzbilder aus den späten 1970er Jahren, gehören zum Angebot der Galerie Ruberl. Ihre Preise liegen zwischen 30.000 und 55.000 Euro. Einen Exkurs durch die österreichische Kunst seit 1800 bietet die Galerie Giese & Schweiger. Er beginnt bei Josef Lauers pikant gemaltem „Blumenstück“ von 1848 für 95.000 Euro, geht weiter über Hans Makarts Kabinettstück einer „Dame mit Schmuckschatulle“ für 120.000 Euro bis hin zu Carl Molls impressionistisch lichtdurchflutetem Gemälde „Im Adlitzgraben“ für 145.000 Euro aus den 1930er Jahren. Auch Giese & Schweiger haben eine Schiele-Zeichnung mitgebracht; die „Stehende junge Dame im Profil“ von 1914 kostet 290.000 Euro.

Quer durch die Jahrhunderte geht auch das Programm der Galerie Metropol aus Wien. Spätgotisch sind zwei Tafeln mit dem heiligen Hieronymus und heiligen Christophorus von Adriaen Isenbrant (Preis je 18.000 Euro), historistisch und die hohe Qualität der Wiener Orientalisten demonstrierend ein „Reges Treiben im Souk“ mit der Signatur „L. Urban“ aus dem Jahr 1894 für 28.000 Euro. Stärker als zuvor ist die Galerie bei der Albertina von Christa Zetter, die eigentlich für Kunsthandwerk der Wiener Werkstätte steht, neuerdings auf dem Gebiet der Gemälde engagiert. Sie macht mit der sommerlichen Impression „Mein Garten“ von Leo Putz aus dem Jahr 1926 auf sich aufmerksam, auf der neben einem Beet mit blühenden Sonnenblumen die Nichte des Malers zu sehen ist.

Konzentration tut einem händlerischen Angebot immer gut. Das offenbart Walter Senger aus Bamberg. Der TEFAF-Händler ist mit einem breiten und doch bestens ausgewählten Spektrum mittelalterlicher Skulpturen an die Salzach gekommen. Passend zum Messeort präsentiert man eine anmutig geschwungene „Heilige Barbara“ mit reichem Faltenwurf für 78.000 Euro, die um 1460/70 in Salzburg entstanden ist. Dass Senger einen Blick für Raffinessen hat, erkennt man zudem an einem Reliefbildnis „Jesus zu Gast bei Maria und Martha“ von etwa 1520. Mit der Einbeziehung eines Scherenstuhls und zeitgenössischer Gefäße atmet diese Darstellung mehr Alltagsrealität als biblisches Pathos (Preis 125.000 Euro). Der einzige Aussteller, der wirklich barockes Flair auf die Messe bringt, stammt ebenfalls aus Bamberg. Christian Eduard Frankes Tabernakelsekretär von 1740 aus dem Kloster Kaisheim bei Donauwörth sowie eine vergoldete Konsole mit fein geschnitzten Hermen und Blattwerk aus der Zeit um 1700 für rund 65.000 Euro besitzen Museumsformat. Eines seiner Prunkstücke ist ein Paar puderblaue, chinesische Vasen mit einer französischen Bronzemontierung von 1750 (Preis 38.500 Euro).

Wenn es dann um den Wiener Jugendstil geht, ist Patrick Kovacs einer der engagiertesten Kunsthändler, der die Möbelgeschichte der Metropole auch auf Seitenwegen verfolgt. Neben einem Schreibtisch, der 1914 von Otto Prutscher entworfen und von Thonet hergestellt wurde (Preis 9.500 Euro), präsentiert er einen weiß gefassten Blumentisch im Sezessionsstil nach Entwurf von Karl Bräuer, einem Mitarbeiter Josef Hoffmanns. Bei 5.800 Euro liegt der Preis für die Jardiniere, mit der Kovacs zugleich auf seine Galerieausstellung „Möbel zur Zeit Gustav Klimts“ verweisen will. Einer, der immer wieder neue Fenster für Sammler und Historiker aufstößt, ist der Wiener Händler Simon Weber-Unger. Er reißt diesmal mit Gipsabgüssen von Säulenkapitellmodellen ein neues Kapitel der Beziehung zwischen Kunst und Wissenschaft an. Die verkleinerten Architekturteile, deren ästhetische Ausstrahlung nicht zu leugnen ist, wurden um 1900 von Moriz Schroth, dem Direktor der Gipsformerei des kk österreichischen Museums für Kunst und Industrie, gefertigt. Sie kosten jeweils 4.800 Euro.

Die zeitliche Überschneidung der Art & Antique mit dem Salon du Dessin in Paris ist anscheinend der Grund, dass die Galerie Wienerroither & Kohlbacher diesmal nicht in Salzburg vertreten sind. Ob der Technische Kunsthandel Kling aus Wangen im Allgäu mit Uhren und Singvogelautomaten und die Wiener Galerie Bäckerstraße 4, die sich als Plattform für junge Kunst versteht, diese Lücke ersetzen können, sei dahingestellt. Die Galerie Kunst der Antike von Boris Müller aber bringt frischen Wind auf die Messe, zumal dieses Gebiet, das auf dem Kunstmarkt seit Jahren Konjunktur hat, hier die letzen Male vermisst wurde. Highlights an diesem Stand: Ein illyrischer Helm für 21.000 Euro mit einer silbernen Stirnapplike aus dem sechsten oder fünften Jahrhundert vor Christus sowie ein kultisch aufgeladenes Bronzegehänge mit ornamentalen Sonnendarstellungen aus Nordungarn oder Slowenien aus dem 13ten oder 12ten Jahrhundert vor Christus, dessen Preis im mittleren fünfstelligen Bereich angesiedelt ist.

Die Art & Antique Residenz Salzburg hat bis zum 9. April täglich von 11 bis 18 Uhr, samstags bis montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 13 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Fürstbischöfliche Residenz Salzburg
Residenzplatz 1
A-5020 Salzburg



07.04.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Spindler

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