Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 26.10.2019 Kunstauktion 99 bei Winterberg|Kunst in Heidelberg

© Winterberg|Kunst

Anzeige

spring swing, 2012 / Heinz Mack

spring swing, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

Amazone, nach 1906 / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Ausstellungen

Aktuellzum Archiv:Ausstellung

Das Kunstforum der Bank Austria in Wien bietet einen Überblick zum Schaffen Herbert Brandls

Offen, wohin es weitergeht



„Ich bin ein Bergseher und kein Bergsteiger“, sagt einer, dem die Natur seit Jahren als Vorwand für seine Malerei dient. Im Gespräch mit Hans-Ulrich Obrist erläuterte Herbert Brandl 2002 seine Liebe und seinen Respekt zur Landschaft im Allgemeinen und den Bergen im Besonderen. Der 1959 in Graz geborene Steirer, der zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn in den 1980er Jahren zur Generation der „Neuen Wilden“ gezählt wurde, gehört seit langem zu den „malerischen Aushängeschildern“ der österreichischen Kunstproduktion. Neben zahlreichen Einzelausstellungen nahm Brandl an international bedeutenden Ausstellungen teil, darunter 1992 an der Documenta IX in Kassel. 2007 waren seine Arbeiten bei der Biennale di Venezia im Österreichischen Pavillon mit einer Einzelpräsentation vertreten. Zurzeit ist eine retrospektiv angelegte Schau mit circa 60 Arbeiten im Wiener Bank Austria Kunstforum zu sehen. Gezeigt werden Gemälde, die seit den frühen 1980er Jahren bis 2011 entstanden sind.


Eine Serie mit kleinformatigen Blumenbildern von 1982/84, bei der sich Brandl auf die Spuren Vincent van Goghs begab, markiert den Anfang. Die pastos gemalten Sonnenblumen waren zu Beginn seiner Karriere 1982 in Brandls erster Einzelausstellung in der Wiener Galerie Pakesch zu sehen. Doch schon bald ersetzte Brandl die heftig gesetzten, kleinteiligen Pinselstriche dieser frühen Arbeiten durch seine spezifische Maltechnik von ausladenden Gesten und gesteuerten Farbprozessen. Mitte der 19080er Jahre entstand die bekannte Serie der „Wasserfallbilder“. Ausgangspunkt war, wie schon zuvor, ein konkreter ikonischer Anlass. Bei den Wasserfallbildern stand Diego Velázquez „Kreuzigung“ nach Tintoretto Pate für die Bildvorlage. Brandl konzentrierte sich auf den Korpus des Kruzifix’ und übersetzte Arme, Oberkörper und den gesenkten Kopf in informelle, spontan gesetzte, trocken gemalte Farbströme, die bereits den charakteristischen Brandlschen Zwischenbereich von Abstraktion und Gegenständlichkeit initiieren.

Florian Steininger, dem Kurator der Wiener Schau, lag offensichtlich viel daran, Brandls kunstgeschichtliche Bezugnahmen durch zahlreiche Beispiele zu belegen. So hängen in der Ausstellung neben dessen teils monumentalen Farblandschaften viele kleine Vergleichsabbildungen: ein stürmisches Himmelsszenario von El Greco, Francisco de Goyas „Gigant“, die „Auferstehung Christi“ von Albrecht Altdorfer und Peter Paul Rubens’ „Portrait von Erzherzog Albrecht VII“. Sie alle sollen belegen, was den jungen Brandl bei seinen Besuchen im Kunsthistorischen Museum in Wien wohl nachhaltig beeindruckt hat.

So zögert Herbert Brandl auch nicht, für das Coverbild des Ausstellungskataloges als „Bilderpirat“ mit Kopftuch und ganz in Schwarz vor einem seiner großen Gemälde aus dem Jahr 2008 zu posieren – eine „Hommage“ an den rot-schwarzen, dunkel glühenden Himmel der oben erwähnten Rubens-Vorlage. Das wirkt mitunter etwas didaktisch, ist aber als Erklärungsstrategie für junge Besucher sicher von nicht unterschätzbarem Wert, um deren Blick auch auf die aktuellen Arbeiten von Herbert Brandl zu öffnen.

Denn in den neuen, auf den ersten Blick gegenstandslos wirkenden Gemälden, scheinen erneut figurale Bildgedanken durch, die durch distanzierte Erinnerung an fotografische Bilder entstehen. Bilder, in denen Herbert Brandl extrem dynamisch arbeitet und die Konflikte zwischen Licht und Farbe zum eigentlichen Sujet erhebt. Sie lassen den Betrachter in eine Bildwelt eintauchen, die zwischen Abstraktion und Figuration changiert und beide Optionen der Annäherung offenhält. Denn „das idealste Bild“, erklärte Herbert Brandl 2007, „wäre für mich eines, das offen lässt, wohin es weitergeht“. Diesen lapidaren Anspruch löst Herbert Brandl in seinen neuen Werken bravourös ein.

Die Ausstellung „Herbert Brandl“ ist bis zum 15. April zu sehen. Das Bank Austria Kunstforum hat täglich von 10 bis 19 Uhr, freitags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt je nach Alterstufe 7,50 Euro, 6 Euro oder 4 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet 29 Euro.

Kontakt:

Bank Austria Kunstforum

Freyung 8

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 557 33 26

Telefax:+43 (01) 557 33 27

E-Mail: office@kunstforumwien.at



01.04.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jacqueline Rugo

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


26.01.2012, Herbert Brandl

Bei:


Bank Austria Kunstforum

Bericht:


Naturnahe Impressionen

Bericht:


Landschaft mal zwei

Bericht:


Kalte Berge, heiße Posen

Künstler:

Herbert Brandl










Copyright © '99-'2019
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce