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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Messe-Vorbericht

Silbernes Jubiläum in Maastricht: Die TEFAF zeigt sich wieder von ihrer attraktivsten Seite. Doch der Markt hat sich mittlerweile woanders hin verlagert

Die Königin wird 25 und ein bisschen müde



Henry Moore und Pablo Picasso bei Landau Fine Art aus Montreal

Henry Moore und Pablo Picasso bei Landau Fine Art aus Montreal

Festlich ist das Jubiläum ausgefallen, wie immer. Jedes Jahr im März ist die The European Fine Art Fair, kurz TEFAF, in Maastricht das Mekka der Liebhaber Alter Kunst und des Kunsthandwerks auf musealem Niveau aus vieler Herren Länder. Aber eben nur vieler. Selbst die Königin der Kunstmessen sieht sich mit einem Phänomen konfrontiert, das sich grob mit dem Begriff Globalisierung umreißen lässt und das den westlichen Kunstmarkt vor große Herausforderungen stellt.


Schon die letzte Kunstmarktstudie der TEFAF-Stiftung hatte darauf hingewiesen, dass Asien und insbesondere China dabei sind, sich zum größten Einzelmarkt zu entwickeln. Dieses Jahr veranstaltete man sogar ein Symposium, auf dem unter anderem die von Clare McAndrew entwickelten Befunde vorgestellt wurden. Demnach hat China im Jahr 2011 einen Anteil am Kunstmarkt von 30 Prozent erobert und sich damit vor die USA geschoben, die nurmehr für 29 Prozent des weltweiten Kunsthandelsvolumens verantwortlich sind, nach 34 Prozent im Vorjahr. Die 27 EU-Staaten mussten ebenfalls zurückstecken, von 37 auf 34 Prozent, mit Großbritannien als größtem Einzelmarkt, der allein 22 Prozent ausmacht. Insgesamt soll der gesamte Kunstmarkt im Jahr 2011 ein Volumen von 46,1 Milliarden Euro abgewickelt haben.

Man mag diese Zahlen mutige Statistiken nennen, Tatsache ist, dass Asien einen stetig wachsenden Anteil am Kunsthandel hat und wie in anderen Bereichen der Wachstumsmotor ist. Tatsache ist allerdings ebenso, dass sich das auf der TEFAF kaum widerspiegelt. Einzige Exoten unter den 18 Nationen, aus denen sich die 265 Aussteller rekrutieren, sind Korea und Uruguay. Weder Aussteller noch Besucher aus Asien verirren sich ins Maastrichter Messezentrum in nennenswerter Zahl. Zu zaghaft sind die bisherigen Bemühungen um das Morgenland. Während man bei der TEFAF schon stolz ist, eine chinesische Internetdomain vorweisen zu können, haben sich in China längst Edelmessen etabliert, zum Teil unter europäischer Leitung. Hier hechelt die Königin der Kunstmessen dem Trend hinterher.

Das schlägt sich auch ein bisschen in der Stimmung nieder. Zwar laufen die Verkäufe dem Vernehmen nach besser als im vergangenen Jahr, das war allerdings in einigen Bereichen ausgesprochen bescheiden, besonders für die Gemäldehändler. Hier gab es immerhin schon am Eröffnungstag kapitale Erfolge zu verbuchen. So konnte Bernheimer-Colnaghi aus München und London eine Kreuzigung von Peter Paul Rubens für einen Millionenbetrag absetzten.

Und selbst im Bereich der Fotografie, die auf der TEFAF immer noch ein Exot ist, konnte Johannes Faber aus Wien gleich neun Abzüge Josef Sudeks für 8.000 bis 18.000 Euro an einen neuen US-amerikanischen Kunden abgeben. Doch insgesamt scheint sich das Geschäft wenig dynamisch zu gestalten. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass das Angebot an echten Highlights recht anspruchslos ausfällt. In deutschen Medien müssen dafür sogar schon Werke herhalten, die an dieser Stelle und auf Auktionen schon wiederholt vergeblich angeboten wurden.

So kommt das bemerkenswerteste Werk in der Multimillionen Dollar-Liga aus dem Bereich, der mittlerweile Modern Contemporary genannt wird. Es ist eine Skulptur von Henry Moore, die Landau Fine Art aus Montreal für umgerechnet 27 Millionen Euro anbietet. Besonders an diesem Werk ist nicht nur, dass es sich um eine Steinskulptur und nicht um eine Bronze handelt, sondern vor allem die Provenienz, die über nur eine Station direkt zum Atelier des Künstlers führt. Mit Werken dieses Kalibers hat sich die TEFAF einst ihren Ruhm erworben, der ihr den inoffiziellen Titel „Königin der Kunstmessen“ eingebracht. Doch in den letzter Zeit scheint die Monarchin etwas amtsmüde geworden zu sein, und sich nicht mehr so richtig dafür zu interessieren, was um sie herum geschieht. Das ist schade. Denn noch immer gilt die TEFAF als Maßstab für die Konkurrenz und noch immer ist ein erhebendes Gefühl, durch dieses Museum auf Zeit zu wandeln. Doch die Konkurrenz schläft nicht, und sie ist überall auf dem Globus – das mag in China oder im Nahen Osten sein, oder aber auch in Form der boutiqueartig aufgezogenen PAD-Messen in London, Paris und New York.

Die TEFAF hat bis zum 24. März täglich von 11 bis 19 Uhr, am 25. März von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis entspricht der Exklusivität der Veranstaltung: eine Person zahlt 55 Euro inklusive Katalog, zwei Personen sind für 90 Euro dabei, Jugendliche von 12 bis 18 Jahren zahlen 20 Euro ohne Katalog.

Maastricht Exhibition & Congress Centre
Forum 100
NL-6229 GV Maastricht

Kontakt:

The European Fine Art Foundation

Broekwal 64

NL-5268 HD Helvoirt

Telefon:+31 (0411) 64 50 90

Telefax:+31 (0411) 64 50 91



20.03.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Stefan Kobel

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16.03.2012, TEFAF - The European Fine Art Fair

Bei:


TEFAF - The European Fine Art Foundation

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Ben Swildens und Max Ingrand, Stahltisch, 1966
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Bronzewaren in Hülle und Fülle bei Richard
 Redding aus Zürich
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Ben Swildens und Max Ingrand, Stahltisch, 1966

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Matthias Steinl, Pluto und Proserpina, Wien um 1690/1700

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Quentin Massys, Mater Dolorosa, um 1510

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Clare McAndrew, Autorin der TEFAF-Studie „The International Art Market“

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Bronzewaren in Hülle und Fülle bei Richard Redding aus Zürich

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