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Stillleben mit Blaudistel und Fruchtschale, 1958 / Karl Schmidt-Rottluff

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Ohne Titel, 1965 / Ernst Wilhelm Nay

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Mit moderner und zeitgenössischer Grafik hatte Winterberg in der Münchner Dependance wenig Glück

Sonderborgs Schalttafel



Keinen Triumph erlebte das Heidelberger Auktionshaus Winterberg am 17. Februar mit seiner zweiten Sonderauktion von Arbeiten auf Papier in München. Von den 180 Blättern moderner und zeitgenössischer Künstler wurden nur dreißig Prozent zugeschlagen. Wie zu erwarten war, lag eine Reihe von Schätzpreisen deutlich zu weit über den üblichen Marktwerten. Lyonel Feiningers Kaltnadelradierung „The Gate (Das Tor)“ von 1912 für geschätzte 21.500 Euro gehörte dazu und Henri Matisses Lithografien „Nu au Fauteuil au Fond moucharabieh“ und „Danseuse reflétée dans la Glace“ aus den 1920er Jahren für 28.500 Euro und 22.500 Euro. Auch Erich Heckels lithografierte „Szene im Wald“ von 1910 für 19.800 Euro und alle drei Arbeiten von Käthe Kollwitz, darunter die 1925 entstandene Lithografie „Gefangene Musik hörend“ für 17.800 Euro, blieben unveräußert liegen.


Nur ein Los erreichte überhaupt einen fünfstelligen Betrag: Pablo Picassos farblithografische Wiedergabe seines Gemäldes „Maya en tablier“ aus dem Jahr 1938 schaffte 10.000 Euro (Taxe 10.800 EUR). Von dem guten Dutzend Picasso-Offerten wurde ansonsten nur noch das siebte Blatt aus der Folge „Saltimbanques“ von 1905 in der Vollard-Ausgabe von 1913 für 4.500 Euro übernommen (Taxe 5.400 EUR). Georges Braque reüssierte lediglich mit der späten Radierung einer Vase aus dem Jahr 1950 bei 2.850 Euro (Taxe 2.800 EUR), wohingegen seine frühen kubistischen Radierungen „Pal (Bouteille de Bass et Verre sur une Table)“ von 1911 (Taxe 13.800 EUR) und „Composition, Nature morte aux Verres“ von 1912 ebenfalls keine Abnehmer fanden (Taxe 11.500 EUR).

Mehr Erfolg war der Auktion bei ausgefalleneren Stücken mit etwas bescheideneren Taxierungen beschieden. Horst Antes’ kleines, aber gemäldehaftes Deckfarbenaquarell eines Kopffüßlers mit blauem Vogel aus der Zeit um 1963 erzielte gleich zu Beginn der Veranstaltung immerhin 6.500 Euro (Taxe 8.500 EUR). Von 3.400 Euro auf 7.600 Euro kletterte die skizzenhafte Bleistiftzeichnung eines stehenden, nach vorn gebeugten Frauenaktes, bei der Hans Arp 1908 noch sichtlich in den Bahnen des Jugendstils fährt. Der Holzschnitt, mit dem Conrad Felixmüller im Oktober 1918 die Geburt seines Sohnes Luca ankündigte und auf dem Mutter und Kind wie eine Madonna inszeniert sind, brachte es wohl nicht zuletzt aufgrund seiner relativen Seltenheit auf 5.300 Euro (Taxe 4.800 EUR).

Als nachgefragt erwiesen sich ferner einige farbige Drucke: Ein abstrakter Farbrhythmus „Sans Titre“ von Sonia Delaunay-Terk aus dem Jahr 1970 kam auf 2.600 Euro (Taxe 3.200 EUR), Otto Dix’ späte Farblithografie „Christuskopf (nach rechts blickend, Haare schulterlang, dunkel auf hellem Grund)“ von 1957 wurde bei 3.800 Euro weitervermittelt (Taxe 4.800 EUR), und Hans Hartungs Aquatinta mit schwarzen Strichbündeln auf der orangefarbenen „Komposition 5“ von 1953 erreichte 1.800 Euro (Taxe 2.400 EUR). Unter den Unikaten sind Carl Grossbergs Tuschfederaquarell „Berlin, Haus in Jungfernheide“ von 1922 für 3.200 Euro (Taxe 3.800 EUR) und Rudolf Schlichters Darstellung zweier affenartiger Wesen „Auf der Wippe“ über tiefen Felsschluchten von 1954 für 4.500 Euro zu nennen (Taxe 2.400 EUR). Auch Schlichters zeichnerische Illustration einer höfischen Szene aus „Tausendundeiner Nacht“ von 1940 schloss mit 1.350 Euro überraschend gut ab (Taxe 780 EUR).

Günstig eingekauft wurden schließlich einige schöne Schöpfungen wenig bekannter Künstler wie Charles Crodels expressionistischer, dynamischer Holzschnitt „Kurve bei Probstzella“ von 1920 für 490 Euro (Taxe 480 EUR), Josef Eberz’ zwei Kaltnadelradierungen „Menschenpaar – Salzburg“ von 1921/22 für 370 Euro (Taxe 250 EUR) oder Françoise Gilots mediterran-mythischen Farblithografien „La Plage“ von 1992 und „Zeus“ für 360 Euro und 310 Euro (Taxen 280 und 380 EUR). Eine Tuschpinsel-„Komposition“ des 2008 verstorbenen Deutsch-Dänen K.R.H. Sonderborg von 1952, die mit ihren teils filigranen, teils großflächigen rechtwinkligen Elementen an das Innenleben eines Elektrogerätes erinnert und so gar nicht mit Sonderborgs informellen Arbeiten in Einklang zu stehen scheint, konnte ihren Wert von 480 Euro auf 1.400 Euro sogar annähernd verdreifachen.

Die Preise verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Galerie Winterberg

Barer Straße 46

DE-80799 München

Telefon:+49 (089) 287 555 41

Telefax:+49 (089) 287 555 72

E-Mail: galerie@winterberg-kunst.de



06.03.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Die Geliebte des Künstlers

Kunstwerk:

Carl Grossberg, Berlin, Haus in Jungfernheide, 1922
Carl Grossberg, Berlin, Haus in Jungfernheide, 1922







Carl Grossberg, Berlin, Haus in Jungfernheide, 1922

Carl Grossberg, Berlin, Haus in Jungfernheide, 1922

Taxe: 3.800,- EURO

Zuschlag: 3.200,- EURO

Losnummer: 77




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