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Aktuellzum Archiv:Messe-Nachbericht

Auf der Brussels Antiques & Fine Arts Fair gab es wieder viel Schönes und Wertvolles, und man rückt in Brüssel an die TEFAF heran

BRAFA at its best



Heiliger Georg, Griechenland, 18. Jahrhundert

Heiliger Georg, Griechenland, 18. Jahrhundert

Es sind immer noch einige Wenige, die versuchen, die „Brussels Antiques & Fine Arts Fair“ zu belächeln und ihr den Versuch, es der großen Schwester TEFAF gleichzutun, für nichtig erklären. Doch diese Wenigen haben sich nicht ausführlich genug mit der Geschichte der heutigen BRAFA befasst. Dass Brüssel spätestens seit 2009 mit der neuen Namensgebung der Messe sich zum Zentrum für Antikes und Zeitgenössisches entwickeln sollte, haben sich die Organisatoren kaum auszudenken gewagt. Doch das Vertrauen in eigene Stärken hat sich ausgezahlt. Mit jedem Stück Renovierung, dass man dem alten Tour & Taxis-Gebäude am Kanal hat angedeihen lassen, mit jedem Stückchen mehr Vollkommenheit konnte sich die Messe der Frage stellen, wie geht es noch schöner, noch besser, noch edler in der Präsentation hochwertiger Kunst und Antiquitäten. Zu ihrem diesjährigen Auftritt kann man nur sagen: Besser geht es kaum.


Schönheit in Perfektion. Übersichtlich, exklusiv, ausgewählt, kurz und gut: ein jeder Stand war ein Augenschmaus, ein jedes Restaurant eine Oase der Ruhe und Eleganz mit perfektem Service und edlen Speisen – belgisch eben. Die Champagnerbar lud zum Plausch und zu manch lustvollem Kauf ein. Dass man mittlerweile auch in Brüssel den dicken Geldbeutel einstecken haben sollte, merkte man spätestens bei der Galerie Ludorff aus Düsseldorf. Zum dritten Mal auf der Messe und immer wieder aufs neue begeistert, hat es sich Juniorchef Manuel Ludorff zur Aufgabe gemacht, den Kunden dieser exklusiven belgischen Messe die hohen Künste klassischer Malerei aus Deutschland näher zu bringen. Herzstück seiner edlen Kojenpräsentation waren die drei mystischen Köpfe Alexej von Jawlenskys, die eine geheimnisvolle Aura um sich verbreiten und die Blicke der Betrachter magisch anziehen. Die Preise gingen hier von 890.000 Euro bis 1,3 Millionen Euro. Preiswerter wurde es bei farbleuchtenden Aquarellen Emil Noldes, die zu den sogenannten „ungemalten Aquarellen“ aus der Zeit der verbotenen Malerei zählen. Doch auch hier musste man schon mal 195.000 Euro für den Einkauf einplanen. Von Ernst Ludwig Kirchner konnte der Besucher einige feine Skizzen aus seiner Zeit in Berlin sehen, eine seiner erfolgreichsten Stationen als Maler. 35.000 Euro für eine Kirchner-Rarität ist schon beinahe ein Schnäppchen.

Mit ägyptischen Kleinodien kommt Roswitha Eberwein aus Göttingen seit acht Jahren nach Brüssel. Da ihr Angebot aus Raritäten besteht, sind ihre Kunden Jahr um Jahr neugierig, was sie ihnen mitgebracht hat. Ihre Sammler reisen deswegen extra aus Frankreich, England und den Niederlanden an. Die Kanopen, die sie in diesem Jahr ausstellte, sind krugähnliche tönerne Gefäße, in denen in der vierten und fünften altägyptischen Dynastie von Meresanch III. die Eingeweide der Verstorbenen aufbewahrt wurden. Roswitha Eberwein hat die Gefäße röntgen lassen, um festzustellen, ob sie noch gefüllt sind, was aber nicht mehr der Fall ist. Bei diesen Untersuchungen kam zu Tage, dass einige Deckel jünger sind als der Korpus oder umgekehrt. Recycling kannte man also schon im alten Ägypten. Um die 20.000 Euro ist Sammlern eine solche Kanope wert. Für rund 10.000 Euro präsentierte Frau Eberwein ein überaus ästhetisches Alabastron, worin man Parfum aufbewahrte. Die Eleganz und die Feinsinnigkeit des Materials Alabaster kam durch diese zeitlos elegante Form besonders zur Geltung und überzeugte auch manchen Bewunderer zeitgenössischer Kunst.

Ganz anders aufgestellt ist die Galerie Brenske aus München. Stefan Brenske, der die Galerie und die Liebe zu den Ikonen von seinem Vater übernommen hat, zeigte Raritäten innerhalb dieser schwer zu beurteilenden Materie in einer Preisspanne von 5.000 bis 75.000 Euro. Er macht auch mit dem Vorurteil Schluss, dass Ikonen nur aus Russland stammen müssen. Seine wertvollste Reliquientafel entstand im 16ten Jahrhundert auf der Insel Kreta. Helmut Philipp Riedl mit Gemälden Alter Meister, sein Münchner Kollege Rainer Jungbauer mit Kunstobjekten und Skulpturen vor allem des Barock und Rokoko sowie der Mittelalterspezialist Elmar Robert aus Köln ergänzten die kleine deutsche Riege, die der BRAFA die Treue hält oder hier zum ersten Mal teilnimmt.

Erfolgsverwöhnt ist Ronny van de Velde aus Antwerpen. Seine Galeriepräsentationen sind immer spektakulär. Konsequent verweigert er dem Messebesucher Namen und Werksbezeichnungen seiner Kunstobjekte. Wer mehr wissen will, muss das Gespräch suchen. Diese Methode war auf der BRAFA wieder mehr als erfolgreich. Zum Abschluss der Messe konnte Ronny van de Velde fast ein „sold out“ melden, wobei er die Besucher reihenweise in sein „Musée à l’échelle“ herein zog. Dieses Projekt ist eine erste zeitgenössische Version der klassischen Wunderkammer, eine zweite soll folgen, eine Art mobiles Museum in kleinen Boxen – ein Projekt, von dem man sicherlich noch einiges hören wird. Diese ersten 50 Miniräume vereinten Symbolismus, Surrealismus, Fotografie, Kunst der Gruppe Cobra, Abstract und Minimal Art. Neben Pierre Alechinsky und Karel Appel waren hier Arne Quinze und Koen Vanmechelen oder Kris Martin zugegen, der gerade im Bonner Kunstmuseum eine große Ausstellung hat.

Die Galerie Patric Didier Claes aus Brüssel ist auf Afrikanische Kunst spezialisiert und konnte schon nach den ersten Eröffnungsfeierlichkeiten beinahe den Ausverkauf melden. Claes musste sich von einer großen, imposanten Ekoi-Maske aus Nigeria für 265.000 Euro trennen. Sicherlich nicht schweren Herzens. Bernard de Leye, Silberhändler und Präsident der Messe, war mit seinen klassischen Antiquitäten ebenfalls erfolgreich. Gewinner der diesjährigen BRAFA allerdings waren die Vertreter ausgesuchter Gemälde, und hier lag die Betonung auf Paul Delvaux. Wo immer man Arbeiten des belgischen Surrealisten finden konnte, pappten rote Verkaufspunkte auf den Hinweisschildchen. Harold t’Kint de Roodenbeke aus Brüssel verkaufte einige museumsreife Werke von Delvaux, darüber hinaus eine Gouache von Alexander Calder und den „Sonnenuntergang in Blau und Orange“ des belgischen Symbolisten Léon Spilliaert für rund 60.000 Euro. Für etwa 780.000 Euro konnte die Galerie Taménaga aus Paris ein Werk von Marc Chagall außer Haus geben.

Kamen im vergangenen Jahr schon 40.000 Besucher auf die Kunst- und Antiquitätenmesse, näherte man sich in diesem Jahr der 50.000 Besucher-Marke. So viele Menschen können nicht irren. Bei ihnen scheint die Brüsseler Messe im Terminkalender verankert zu sein, zumal im Frühjahr durch den Wegfall der Düsseldorfer Konkurrenz im Rheinland keine wichtige Alternative mehr beheimatet ist. Die Veranstalter dürfen sich genüsslich zurücklehnen und können beruhigt nach Maastricht schauen. Sie brauchen den Vergleich nicht zu fürchten, im Gegenteil. Deshalb sollte man sich heute schon auf das kommende Jahr freuen. Man trifft sich in Brüssel vom 19. bis 27. Januar 2013 wieder.



06.02.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Marianne Hoffmann

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Ohrring, Ägypten, 1. bis 2. Jahrhundert n. Chr.
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Pierre-Auguste Renoir, Frau mit Turban

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