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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Das Möbellager wurde bei Koller in Zürich bei weitem nicht geräumt. Dennoch gab es für einige Stücke herausragende Preise

Eine halbe Million leuchtet



François Rémond zugeschrieben, Paar Girandolen, Paris um 1790/95

François Rémond zugeschrieben, Paar Girandolen, Paris um 1790/95

Beschränkung auf das Wesentliche lautete offenbar das Motto der Bieterschar auf Kollers Versteigerung von Möbeln und Einrichtungsgegenständen am 8. Dezember in Zürich: Nur rund 42 Prozent der gut 350 Objekte wurden zugeschlagen, bei der Einlieferung des Zürcher Edelgaleristen Richard Redding lag die Quote sogar nur bei 38 Prozent. Doch gerade im ersten Auktionsteil mit eben jenen Kostbarkeiten des Rokoko, Klassizismus und Empire, die der gelernte Restaurator noch in seinem Laden stehen hatte, folgten die hohen Zuschläge oft zugunsten russischer Bieter teils Schlag auf Schlag. Den Anfang machte mit 320.000 Franken ein Paar Girandolen mit Putto und jungem Mädchen, das gegen Ausgang des 18ten Jahrhunderts wohl von François Rémond und Dominique Daguerre nach Vorlagen von Etienne Maurice Falconet geschaffen wurde. Hier wurde die Schätzung von 180.000 bis 250.000 Franken ebenso übertroffen wie wenig später bei einer großen Pariser Rokoko-Pendule von Antoine Gosselin mit einem Werk von Jean Martin um 1760 für 200.000 Franken: Angesetzt waren für das wegen seiner Schildpattauflagen auffällige Stück 110.000 bis 160.000 Franken.


Vieles hatte Redding selbst erst kürzlich verhältnismäßig günstig in Paris erworben, etwa eine Kaminuhr von Pierre Étienne LeNoir mit tragendem Elefant und abschließendem Amor um 1750, die jetzt 190.000 Franken schaffte (Taxe 130.000 bis 220.000 SFR), oder ein Paar Empire-Girandolen wieder von François Rémond mit Trägern, die eine Mischung zwischen Löwe und Adler darstellen, für nunmehr 140.000 Franken (Taxe 70.000 bis 120.000 SFR). Eine ungefähr zur gleichen Zeit entstandene Skelettuhr, bei der nur die Emailmalereien mit gebotener Vorsicht dem Pariser Meister Jean Coteau zuzuschreiben sind, verließ bei 155.000 Franken das Haus (Taxe 120.000 bis 200.000 SFR). Die nicht sehr zahlreiche Möbel reüssierten nicht ganz so gut: Ein Martin Etienne Lhermitte zugeschriebenes Bureau Plat von circa 1755 blieb bereits an 200.000 Franken hängen (Taxe 220.000 bis 360.000 SFR), ein Paar Konsolen wohl von François Honoré Georges Jacob-Desmalter mit Bronzen von Pierre Philippe Thomire aus der Zeit um 1810 fand trotz edler Provenienz aus dem Schweizer Schloss Wallenried gar keinen Abnehmer (Taxe 150.000 bis 250.000 SFR).

Freilich wurden nicht alle hochkarätigen Angebote Reddings honoriert: Zwei Cartells mit vergoldeten Bronzegehäusen von Jacques Caffiéri und Jean-Joseph de Saint-Germain aus der Zeit um 1740/50 blieben bei jeweils 180.000 bis 280.000 Franken ebenso unveräußert wie eine frühklassizistische Kaminpendule mit einem Werk von Nicolas Sotiau und Emailplaketten von Jean Coteau für 200.000 bis 400.000 Franken. Auch aus dem fortgeschrittenen 19ten Jahrhundert konnte Koller für Redding noch ein paar Stücke losschlagen, darunter einen prächtigen silbernen Tafelaufsatz, der entfernt an Benvenuto Cellinis berühmtes Saliera erinnert. Das Artefakt der Londoner Firma Elkington & Co. von 1906 steigerte sich auf 102.000 Franken (Taxe 65.000 bis 95.000 SFR), und ein Paar neobarocke, sitzende Kinder als Eisengussfiguren vermutlich aus der Fonderie d’Art du Val d’Osne brachte es auf 56.000 Franken (Taxe 50.000 bis 90.000 SFR).

Den höchsten Preis gab es aber doch in der allgemeinen Auktion: Erst bei 515.000 Franken schlug der Hammer bei einem Paar Genuser Deckenleuchter um 1750 mit schier überbordendem Glas- und Kristallbehang aufs Pult. Allerdings hatte Koller die Erwartungen mit 480.000 bis 680.000 Franken bereits sehr hoch fixiert. 190.000 Franken spielte ein nicht minder überreicher Bibliotheksschrank ein, den Nicolas Sageot im späten Louis XIV im damals modernen Look mit Boulle-Marketerie gestaltete (Taxe 200.000 bis 300.000 SFR). Unerwartet große Aufmerksamkeit zog eine originelle Uhr in Form eines von der Decke hängenden Vogelkäfigs auf sich, die die unbekannten Hersteller aus dem Umkreis von Pierre Jaquet-Droz und Henri Maillardet in La Chaux-de-Fonds um 1800 auch gleich mit dem entsprechenden Singvogel ausstatteten: Hier konnte der Schätzpreis mit einem Zuschlag von 146.000 Franken mehr als verdoppelt werden. 110.000 Franken erzielte ein großes achtteiliges Ameublement des Louis XVI um 1775/80 wohl von Jean-Baptiste Claude Sené (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR).

Ansonsten kamen im preislichen Mittelfeld einige schöne Zuschläge zustande wie für Christophe Wolffs Paar chinoise Lackkommoden von circa 1760 mit 33.000 Franken (Taxe 24.000 bis 36.000 SFR) und Roger Vandercruses trotz großer Schlichtheit außerordentlich elegante Transition-Kommode um 1775 für 34.000 Franken (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR). Ein großes Empire-Bett, in dem auch ein Napoleon sicher gut geschlafen hätte und dessen Bronzen Thomire beisteuerte, landete bei 48.000 Franken (Taxe 50.000 bis 90.000 SFR). Unter den Rückgängen ist insbesondere derjenige eines Paars klassizistischer Konsolen nach Vorlagen des Wiener Architekten Leopoldo Pollack auffällig, da das um 1800 in Genua entstandene Duo bereits zum vierten Mal scheiterte, diesmal an 100.000 bis 150.000 Franken. Teuerstes Historismusobjekt wurde ein Bureau Plat von Hippolyte Edmé Pretot um 1845/50 wiederum mit Boulle-Marketerie für 55.000 Franken (Taxe 58.000 bis 88.000 SFR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Koller Auktionen

Hardturmstrasse 102

CH-8031 Zürich

Telefon:+41 (044) 445 63 63

Telefax:+41 (044) 273 19 66

E-Mail: office@kollerauktionen.ch



23.01.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


06.12.2011, Kunst, Antiquitäten, Schmuck und Uhren - The Richard Redding Collection

Bei:


Koller Auktionen AG

Bericht:


Das perfekte Duo

Kunstwerk:

François Rémond zugeschrieben, Paar Girandolen, Paris um 1790/95
François Rémond zugeschrieben, Paar Girandolen, Paris um 1790/95

Kunstwerk:

Hippolyte Edmé Pretot, Bureau-Plat mit Boulle-Marketerie, Paris um
 1845/50
Hippolyte Edmé Pretot, Bureau-Plat mit Boulle-Marketerie, Paris um 1845/50

Kunstwerk:

Pierre Jaquet-Droz und Henri Maillardet Umkreis, Vogelkäfiguhr mit Musikautomat, La Chaux-de-Fonds um 1800
Pierre Jaquet-Droz und Henri Maillardet Umkreis, Vogelkäfiguhr mit Musikautomat, La Chaux-de-Fonds um 1800

Kunstwerk:

Roger Vandercruse, Kommode, Paris um 1775
Roger Vandercruse, Kommode, Paris um 1775

Kunstwerk:

Christophe Wolff, Paar Eckschränkchen, Paris um 1760
Christophe Wolff, Paar Eckschränkchen, Paris um 1760

Kunstwerk:

Figurenpaar „Aux Enfants“,
 Fonderie d’Art du Val d’Osne zugeschrieben, Paris um 1860/80
Figurenpaar „Aux Enfants“, Fonderie d’Art du Val d’Osne zugeschrieben, Paris um 1860/80







Tafelaufsatz, Elkington & Co., London 1906

Tafelaufsatz, Elkington & Co., London 1906

Taxe: 65.000 - 95.000 SFR

Zuschlag: 102.000,- SFR

Losnummer: 1126

Figurenpaar „Aux Enfants“, Fonderie d’Art du Val d’Osne zugeschrieben, Paris um 1860/80

Figurenpaar „Aux Enfants“, Fonderie d’Art du Val d’Osne zugeschrieben, Paris um 1860/80

Taxe: 50.000 - 90.000 SFR

Zuschlag: 56.000,- SFR

Losnummer: 1140

Paar Deckenleuchter, Genua, um 1750

Paar Deckenleuchter, Genua, um 1750

Taxe: 480.000 - 680.000 SFR

Zuschlag: 515.000,- SFR

Losnummer: 1235

Antoine Gosselin oder Adrien Antoine Gosselin, Pendule mit Sockel, Paris um 1760

Antoine Gosselin oder Adrien Antoine Gosselin, Pendule mit Sockel, Paris um 1760

Taxe: 110.000 - 160.000 SFR

Zuschlag: 200.000,- SFR

Losnummer: 1042

Roger Vandercruse, Kommode, Paris um 1775

Roger Vandercruse, Kommode, Paris um 1775

Taxe: 20.000 - 30.000 SFR

Zuschlag: 34.000,- SFR

Losnummer: 1279

Hippolyte Edmé Pretot, Bureau-Plat mit Boulle-Marketerie, Paris um 1845/50

Hippolyte Edmé Pretot, Bureau-Plat mit Boulle-Marketerie, Paris um 1845/50

Taxe: 58.000 - 88.000 SFR

Zuschlag: 55.000,- SFR

Losnummer: 1380

Jean Coteau zugeschrieben, Pendule mit Skelettwerk, Kalender und Mondphase, Paris um 1795

Jean Coteau zugeschrieben, Pendule mit Skelettwerk, Kalender und Mondphase, Paris um 1795

Taxe: 120.000 - 200.000 SFR

Zuschlag: 155.000,- SFR

Losnummer: 1072

Martin Etienne Lhermitte zugeschrieben, Bureau Plat, Paris um 1755

Martin Etienne Lhermitte zugeschrieben, Bureau Plat, Paris um 1755

Taxe: 220.000 - 360.000 SFR

Zuschlag: 200.000,- SFR

Losnummer: 1053

Nicolas Sageot, Schrank, Paris um 1715/20

Nicolas Sageot, Schrank, Paris um 1715/20

Taxe: 200.000 - 300.000 SFR

Zuschlag: 190.000,- SFR

Losnummer: 1239

Christophe Wolff, Paar Eckschränkchen, Paris um 1760

Christophe Wolff, Paar Eckschränkchen, Paris um 1760

Taxe: 24.000 - 36.000 SFR

Zuschlag: 33.000,- SFR

Losnummer: 1275

Jean-Baptiste Claude Sené zugeschrieben, Ameublement, Paris um 1775/80

Jean-Baptiste Claude Sené zugeschrieben, Ameublement, Paris um 1775/80

Taxe: 120.000 - 200.000 SFR

Zuschlag: 110.000,- SFR

Losnummer: 1303

Georges Jacob II und François Honoré Georges Jacob-Desmalter, Bett, Paris um 1800/03

Georges Jacob II und François Honoré Georges Jacob-Desmalter, Bett, Paris um 1800/03

Taxe: 50.000 - 90.000 SFR

Zuschlag: 48.000,- SFR

Losnummer: 1327

François Rémond, Paar Girandolen „Aux Griffons“, Paris Ende 18. oder Anfang 19. Jahrhundert

François Rémond, Paar Girandolen „Aux Griffons“, Paris Ende 18. oder Anfang 19. Jahrhundert

Taxe: 70.000 - 120.000 SFR

Zuschlag: 140.000,- SFR

Losnummer: 1067




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