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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Gemälde und Zeichnungen Alter und Neuerer Meister bei Bassenge in Berlin

Martialische Schlachten



Jacques Courtois, Reiterschlacht zwischen einem christlichen und einem osmanischem Heer

Jacques Courtois, Reiterschlacht zwischen einem christlichen und einem osmanischem Heer

Nach der Auktion mit Druckgrafik aus dem 15ten bis 19ten Jahrhundert, die mit rund 900 Positionen gut besetzt, fährt Bassenge in Berlin noch einmal über 500 Losnummern aus diesen Epochen auf. Die zweite Versteigerung in der Herbstrunde ist dann den Gemälden und Zeichnungen Alter und Neuerer Meister gewidmet, wobei der künstlerische Schwerpunkt klar auf den grafischen Blättern liegt. Mit einer Reihe von Reiterschlachten kommt die Abteilung der Gemälde Alter Meister gelegentlich recht martialisch daher. Der niederländische Schlachtenmaler Jan van Huchtenburgh präsentiert das Geschehen auf dem Feld gleich in zwei Versionen: Kämpferisch und angriffslustig schildert seine erste Szene ein Reitergefecht aus den Türkenkriegen unter schweren Rauchwolken, die zweite bei heiterem Himmel die Lagebesprechung mehrerer berittener Generäle im Feld. Für die beiden kleinen, ovalen Kabinettstücke, die Huchtenburgh in malerisch-virtuosem Duktus auf die Leinwand gebracht hat und bis zum Ende des 19ten Jahrhunderts in der Sammlung des Duke of Marlborough hingen, sieht Bassenge 9.000 Euro vor.


Gemälde Alter Meister

Francesco Simonini hat das kriegerische Getümmel gar auf drei Tondi festgehalten. Doch erschlägt das Trio den Betrachter nicht. Denn die drei kleinen Bataillen sind fast briefmarkengroßen und haben jeweils einen Durchmesser von nur neun Zentimetern (Taxe 6.000 EUR). Die Liste der Reiterschlachten, die Bassenge am 25. November offeriert, lässt sich mit Jacob Weyers Gefecht bei aufziehendem Sturm 1659 (Taxe 2.400 EUR), Jacques Courtois’ wildem Gemetzel zwischen einem christlichen und einem osmanischem Heer (Taxe 9.000 EUR) und Karel Breydels kleinen Kupferpendants mit ebenso todbringenden Blutbädern fortsetzten (Taxe 3.500 EUR). Guilliam van Deynums Stillleben mit Austern, Trauben und einer geschälten Zitrone (Taxe 18.000 EUR), ein üppiges niederländisches Blumenbouquet in einer Tonvase um 1700 (Taxe 15.000 EUR) sowie zwei Blicke aufs Meer von Simon de Vlieger mit beschaulich dahinschippernden Segelschiffen vor Sonnenuntergang beruhigen dagegen ein wenig (Taxe 12.000 EUR).

Eine ländliche Idylle pflegt zudem Johann Heinrich Roos in seiner pastoralen Landschaft im Süden mit beschaulichem Schafshirten und seinem Vieh (Taxe 7.500 EUR), während es auf dem Stillleben mit erlegten Rebhühnern und Waldschnepfen aus dem Umkreis Jacob van de Kerckhovens ebenfalls ruhig, doch der kämpferische Akt noch zu spüren ist (Taxe 1.800 EUR). Historischem Stoff widmete sich wohl Willem van Herp in einem prächtigen Palastinterieur: Die König von Saba erscheint gerade vor König Salomon und lässt von Sklaven ihre Schätze herbeischleppen. Abschied nehmen heißt es dagegen bei einem Gemälde aus der Werkstatt Francesco Solimenas: Rebecca verlässt gerade ihre Eltern, um sich zu ihrem zukünftigen Gemahl Isaak zu begeben. Auch hier wird alles mögliche Gepränge aufgefahren (Taxen je 12.000 EUR). Naturschilderung und biblische Historie verbindet Anton Faistenberger in Form einer arkadischen Wald-, Bach- und Hügellandschaft mit der Taufe Christi (Taxe 6.000 EUR).

Landschaftliches bietet zudem Friedrich Georg Weitsch mit einem stillen frühromantischen Waldweg im Riesengebirge von 1813, auf welchem Reiter und Wanderer einander begegnen (Taxe 6.000 EUR). Für die Portraitkunst steht Pietro Antonio Rotari, der als Hofmaler Katharinas der Großen in St. Petersburg zwischen 1756 und seinem Tod 1762 ganze Hundertschaften von Charakterköpfen malte. Zwei dieser schönen weichen Bildnisse zur Darstellung der „expressions“ aus dem Nachlass des Grafen Albrecht Sizzo zu Solms-Wildenfels gelangen jetzt für 9.000 Euro und 6.000 Euro zum Aufruf. Aufklärerischen Geist verbreiten die charaktervoll geschilderten Bildnisse einer Dame und eines Herrn aus den 1770er Jahren von Christian Ludwig Seehas, dem berühmten Portraitisten Joseph Haydns (Taxen je 3.000 EUR). Als Terpsichore, die Muse der Musik, gestaltete Johann Heinrich Tischbein d.Ä. 1759 eine schöne junge Frau mit Lorbeerkranz, Harfe und inspiriertem Blick nach oben (Taxe 18.000 EUR). Weitschs berühmter Zeitgenosse Jakob Philipp Hackert ist mit dem Portrait eines schwarzweiß gescheckten Hengstes aus dem Jahr 1785 vertreten, der einst dem englischen Gesandten in Neapel, Sir William Hamilton, gehörte (Taxe 2.800 EUR).

Gemälde Neuerer Meister

Noch der klassizistischen Malerei ist das Bildnis einer jungen Frau in weißem Gewand, rotem Schal und atmosphärischem Sfumato zuzuordnen, das wohl von dem russischen Portraitspezialisten Wladimir Lukitsch Borowikowski stammt (Taxe 12.000 EUR). Zeitlich auf der anderen Seite steht Franz Skarbinas gefällig impressionistische „Briefleserin“ ebenfalls für 12.000 Euro, bei der höchstens die schemenhafte Samurairüstung im Hintergrund für etwas Unwohlsein sorgt. Die nicht weniger reiche Auswahl an Ölgemälden des 19ten Jahrhunderts führen Wilhelm Gails Aufnahme einer gotischen Klosterruine an der Campagna von Valencia von 1838 bei 26.000 Euro und François-Guillaume Ménageots „Bildnis der Emilie im Garten“ bei 24.000 Euro an. Erstes Gemälde war allerdings 2007 bei Karl & Faber an 30.000 bis 35.000 Euro gescheitert, letzteres Gemälde, ein schönes Werk des Biedermeier, erst im vergangenen Mai bei Van Ham in Köln an 25.000 bis 28.000 Euro. Geschichtsträchtige Malerei aus dieser Epoche hat Hippolyte Lecomte mit seinem figurenreichen Gemälde napoleonischer Soldaten in einem Feldlazarett bei einem Gasthaus von 1835 zu bieten, Malerei des kleinen Bürgers Theodor Hosemann mit seinem Genre „Zwist in der Destille“ von 1860 (Taxen je 6.000 EUR).

Die Landschaftsmalerei wird im 19ten Jahrhundert zur wichtigsten Gattung. Heimatliches haben August Christian Geist mit einem dichten Waldinneren an einem Bach (Taxe 4.500 EUR), Otto Gebler mit einer Uferpartie bei Stegen am Ammersee samt zwei ruhenden Schafen (Taxe 3.500 EUR) oder Johannes Hermanus Barend Koekkoek mit seinen Fischern am Strand bei stürmischem Wetter auf die Leinwand gebannt (Taxe 4.500 EUR). Oftmals haben die deutschen Künstler ihren Blick aber auch gen Süden auf das Sehnsuchtsland Italien gerichtet, etwa Richard Dähling in den 1840er Jahren auf den Monte Pellegrino bei Palermo mit dominierender Mariensäule im Vordergrund (Taxe 3.500 EUR), Cäsar Metz um 1852/53 auf eine sommerliche Gegend mit kleinem Bauernhaus auf Capri (Taxe 4.800 EUR) und Hans Thoma 1880 auf die Weite der römischen Campagna an der Via Appia mit einigen antiken Ruinen. Seine Ziegen an einem Wiesenbach hat er wohl wieder in deutschen Gefilden weiden lassen (Taxen je 6.000 EUR).

Schon dem Impressionismus sind Maximilian Kurzweils Blick in einen italienischen Hof mit der Seitenansicht einer Kirche (Taxe 4.500 EUR) und Julian Klein von Diepolds Sicht auf die Halbinsel im Toblinosee mit dem Castel Toblino westlich von Trient zuzuordnen (Taxe 1.800 EUR). Noch weiter in die Ferne schweifen Bernhard Fiedlers Ölgemälde einer rastenden Karawane an einer Oase in Ägypten (Taxe 1.500 EUR) und Ernst Koerners Blick auf Istanbul mit der Yeni- und der Süleymaniye-Moschee im warmen Abendlicht (Taxe 4.000 EUR). Für den unverklärten Blick des Realismus sorgen dann Carl Röchling mit seiner Aufnahme des teils ruinösen Oberen Schlosses von Talheim bei Heilbronn (Taxe 1.800 EUR) und Rudolf Schuster mit seiner ebenfalls zerfallenen Mühle im Riesengebirge zur Vorfrühlingszeit (Taxe 2.400 EUR). Mit Jozef Israëls und seiner empfindsamen Genredarstellung eine Mutter mit Kind in der Kaminstube ist zudem ein Vertreter dieser Stilrichtung aus den Niederlanden zugegen (Taxe 4.500 EUR).

Weibliche Empfindungen ohne Portraitcharakter schildern um 1880 August Wilhelm Amberg in seiner jungen Frau im weißen Sommerkleid in einem Birkenwäldchen unter dem Titel „Meditation“ und Albert von Keller mit seiner lyrischen Stimmung, die das impressionistische Interieur mit einer Klavierspielerin in Rückenansicht hervorruft (Taxe 3.000 EUR). Matthäus Schiestl d.J. hat ebenfalls von hinten einen kleinen Bauernbub eingefangen, der auf einem Gatter sitzt und über das Feld auf den Wald blickt. Der bodenständige „Zaunkönig“ ist mit 2.500 Euro ausgewiesen. Im günstigen Preissegment gibt es noch einige ansprechende Bildnisse wie Theodor Josef Ethofers Anblick eines jungen Römers im Dreiviertelprofil von 1871 (Taxe 4.000 EUR), Anton von Werners Töchter des Franz Wollner in altdeutscher Tracht von 1874 (Taxe 3.000 EUR) oder Carl Kronbergers fast fotografisch genaue Ablichtung eines pfeiferauchenden knorrigen Tiroler Bergbauern für 1.800 Euro.

Zeichnungen des 15ten bis 17ten Jahrhunderts

Bleibt schließlich noch die wie immer beeindruckende Zeichnungsofferte bei Bassenge. Während vor allem den Gemälden des 19ten Jahrhunderts die deutsche Kunst im Mittelpunkt stand, drängeln sich hier wieder Meisterwerke aller Zeiten und Völker wie Leonaert Bramers schonungslos dargestellte Geißelung Christi (Taxe 1.800 EUR), eine lockere Waldlandschaft mit Ausblick auf eine Stadtanlage und einem Freiluftzeichner aus dem Umkreis Paul Brils (Taxe 4.000 EUR) oder Jan van Goyens Flusslandschaft mit Brücke und Pferdewagen wohl aus dem Jahr 1635 für 7.500 Euro. Wenige Federstriche genügten Giovanni Francesco Barbieri, auch Guercino gerufen, um 1650 bei der Darstellung eines sitzenden Putto beim neckischen Spiel mit einem Rosenzweig (Taxe 4.500 EUR).

Wie schon bei den Gemälden Alter Meister findet sich auch bei den Zeichnungen das Schlachtenthema wieder. Behandelt wird es von Joseph Parrocel in einer Szene mit attackierenden Infanteristen (Taxe 900 EUR) oder Josua de Grave mit der Federzeichnung eines Feldlagers mit Soldaten bei ihren militärischen Übungen (Taxe 1.800 EUR). Auch weniger bekannte Künstler sind mit schönen Arbeiten vertreten, so der aus Konstanz stammende, später in Wien lebende Tobias Pock, der laut Datierung 1668 den Brudermord Kains an Abel verbildlichte (Taxe 3.000 EUR), oder Gillis Neyts mit einer duftigen Landschaft mit Wasserburg in Aquarell für 6.000 Euro. Ebenfalls zum zweiten Mal tritt mit reduzierter Schätzung Joanneir Carterons detailliertes und präzises Blatt einer Küstenstadt mit ankernden Schiffen an (Taxe 3.500 EUR). Der Hamburger Matthias Scheits stellt eine Straßenszene mit einem Vagabunden und seinem jungen Gefährten für 900 Euro zur Verfügung, der Züricher Conrad Meyer eine fein ausgearbeitete Rötelzeichnung mit dem Torso des Laokoon (Taxe 3.500 EUR).

Einige Arbeiten widmen sich Dekorentwürfen für Innenausstattungen oder Ziergegenstände, so die beiden Federzeichnungen Cherubino Albertis, in denen der Römer Wandfriese mit Grotesken für den Palazzo Rospigliosi in der Ewigen Stadt vorbereitete (Taxe 6.000 EUR), Marco Marchettis Entwurf für eine Wandkonsole, ebenfalls ein Groteskenornament mit Chimäre (Taxe 1.800 EUR), das Francesco Capriani zugeschriebene Ornamentblatt mit Akanthusranken (Taxe 3.000 EUR) oder das Konzept einer Silberschale mit Bacchus auf einem Seeungeheuer. Die mit Violett lavierte Federzeichnung haben die Experten in Augsburg um 1600 verortet (Taxe 2.400 EUR). Namentlich nicht überliefert ist der Schöpfer einer Zeichnung in Aquarell und Deckfarben, die um 1600 den Hof Kaiser Rudolfs II. in Prag aufs Korn nimmt. Sichtlich sind hier Anleihen an der drastischen Bildwelt Hieronymus Boschs genommen (Taxe 3.000 EUR).

Zeichnungen des 18ten Jahrhunderts

Das 18te Jahrhundert gibt sich zahmer mit Daniel Nikolaus Chodowieckis selbstbewusstem Profilbildnis seines Sohnes Heinrich Isaak (Taxe 3.000 EUR) und Johann Baptist Seeles Gouache einer Schar französischer Offiziere beim Umtrunk am Waldrand von 1794 (Taxe 6.500 EUR). Besonderer Beliebtheit dürften sich wieder einige Naturstudien erfreuen, so August Johann Rösel von Rosenhofs Gouache eines Eisvogels (Taxe 3.000 EUR) oder Caroline Friederike Friedrichs fein gezeichneter und ebenfalls gouachierter Zweig mit Apfelblüten für 2.400 Euro. Auf insgesamt 278 Federzeichnungen in zwei Bänden breitete wohl der brasilianische Botaniker José Mariano da Conceição Veloso mit zwei Gesellen 1790 seine Kenntnisse in der Pflanzenkunde detailreich aus. Eine Generation später wurden die Blätter lithografiert (Taxe 8.000 EUR).

Auch von Johann Michael Mettenleiter hält der Katalog ein Zeichnungskonvolut von 1823/25 für eine Stichvorlage bereit. Es sind die Darstellungen aus der germanischen Vorzeit und dem deutschen Mittelalter für Alois Schreibers Werk „Teutschalnd und die Teutschen“ von 1826 (Taxe 7.500 EUR). Das Heroische an einer Landschaft arbeitet Alphonse-Nicolas-Michel Mandevare in seiner hügeligen Gegend mit Festungsanlage und Viadukt heraus (Taxe 1.500 EUR), das Stimmungsvolle Christoph Ludwig Agricola in seiner Nacht einer Burgruine bei Mondschein (Taxe 2.400 EUR). Technische Meisterschaft allererster Güte bezeugt eine Federzeichnung mit der Erziehung Mariens im Stil des Rokoko. Leider ist der Schöpfer des auf 2.400 Euro angesetzten, süddeutschen Blattes unbekannt. Als einzelnes Bauwerk verewigte Friedrich Reclam den ruinösen römischen Bogen in Orange als rote Kreidezeichnung (Taxe 1.800 EUR).

Zeichnungen des 19ten Jahrhunderts

Mit der Abteilung „Architekturzeichnungen“, in der etwa Josef Kirnbergs aquarellierter Entwurf für eine barocke Kirchenfassade um 1760 (Taxe 1.800 EUR), ein Studienblatt mit zwei Brunnen von Giuseppe Galli Bibiena (Taxe 3.500 EUR), Maurizio Pedettis Aufriss für den Neubau der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt in Berching in der Oberpfalz aus den 1750er Jahren (Taxe 2.400 EUR) oder die beiden Ansichten für die Jugendstilvilla „J. Musch“ von Gustav Birkenstaedt herausragen (Taxe 450 EUR), geht es ins 19te Jahrhundert über. Einige nazarenische Arbeiten wie Julius Schnorr von Carolsfelds Studienblatt mit Landsleuten aus der römischen Campagna von 1819 (Taxe 4.800 EUR) oder Johannes Riepenhausens anrührende Szene „Der Tod Raffaels“ von circa 1833 stehen für die Neigung nach Italien in dieser Zeit (Taxe 2.500 EUR). Sie werden ergänzt durch günstige Bleistiftskizzen der dortigen Landschaft, etwa Domenico Quaglios d.J. Ansicht von Fiesole bei Florenz (Taxe 250 EUR), Josef Rebells Blick von Ischia auf Procida um 1813/15 (Taxe 600 EUR) oder Jakob Friedrich Peipers’ detaillierte Schilderung der am Hang gelegenen Häuser von Casamicciola auf Ischia von 1834 (Taxe 1.200 EUR).

Bei seinen Wanderungen durch den Apennin fand Georg Heinrich Busse das Motiv für seine Wäscherinnen an einem Fluss in Gubbio. Die präzise ausgeführte Studie von 1837 soll 4.000 Euro einspielen. Heimatliche Sujets in Aquarelltechnik pflegen Carl Georg Anton Graeb 1870 mit einer Feldsteinkirche in einer märkischen Herbstlandschaft, Eugène Isabey mit dem Blick auf Castle Cornet bei Guernsey mit gestrandetem Fischerboot und Johann Baptist Marzohl mit der romantischen Ansicht von Luzern (Taxen je 1.500 EUR). Der Rubrik der Naturstudien sind Aloys Zötls zwei Flussaale in einem Deckfarbenaquarell von 1857 (Taxe 6.500 EUR) und vor allem die Darstellung eines Quetzals, eines auffälligen lateinamerikanischen Vogels, zuzurechnen, an der immerhin Alexander von Humboldt beteiligt gewesen sein soll (Taxe 4.500 EUR). Wahrhaft monumental schließlich ist die Art und Weise, wie Jan Toorop das Antlitz eines alten Bauern vor den Reliefs einer Kathedrale posieren lässt. Mit diesem in Kohle und farbigen Kreiden gezeichneten Blatt sind wir indes bereits im Jahr 1904 und stehen also auf der Schwelle der Moderne, die auch der Niederländer Toorop bald überschreiten sollte (Taxe 12.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 25. November um 10 Uhr. Die Vorbesichtigung ist bis zum 22. November täglich von 10 bis 18 Uhr, am 23. November für auswärtige Besucher von 10 bis 17 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Grafiken unter www.bassenge.com.

Kontakt:

Galerie Bassenge

Erdener Straße 5a

DE-14193 Berlin

Telefon:+49 (030) 893 80 290

Telefax:+49 (030) 891 80 25

E-Mail: info@bassenge.com



21.11.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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25.11.2011, Gemälde und Zeichnungen des 15. bis 19. Jahrhunderts

Bei:


Galerie Bassenge

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Teurer Toorop

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