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Ästhetischer Nachhilfeunterricht für eingefleischte Anhänger beigefarbener No-Name-Computer: Eine Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe verortet die Produktgestaltung des Computerriesen Apple im Kontext historischer Designikonen

Mister Apple im Designolymp



in der Ausstellung „Stylectrical – Von Elektrodesign, das Geschichte schreibt“

in der Ausstellung „Stylectrical – Von Elektrodesign, das Geschichte schreibt“

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Dass sich diese altbekannte deutsche Redensart durchaus auch auf die Produkte des kalifornischen Computergiganten Apple anwenden lässt, beweist eine groß angelegte Design-Schau im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe (MKG): „Stylectrical – Von Elektrodesign, das Geschichte schreibt“. So lautet der etwas umständliche Titel einer Ausstellung, die erstmals weltweit nach den designhistorischen Wurzeln der vielfach für ihre gute Form ausgezeichneten High-Tech-Produkte aus dem kalifornischen Cupertino fragt.


Eine Apple-Ausstellung mehr also? Hatte doch das Frankfurter Museum für Angewandte Kunst noch im Frühjahr dieses Jahres „Macht, Mythos und Magie“ der Marke Apple in der Schau „Der i-Kosmos“ auf den Prüfstand gestellt – und war damit bei Kritik und Publikum ziemlich auf die Nase gefallen. Allzu trocken und steril kamen die in Vitrinen verbannten Must-Haves der Computeravantgarde daher. „Popkultur hinter Glas geht nicht“, mäkelte damals die Süddeutsche Zeitung.

Auf derartige Musealisierungen verzichtet man klugerweise in Hamburg. Die meisten Ausstellungsstücke stehen ganz einfach auf Podesten, etliche dürfen sogar berührt werden. Der junge Hamburger Designer René Hellmann hat zudem in Anlehnung an die Oberfläche einer Computerplatine ein innovatives Wegeleitsystem entworfen, das, je nach Besucherinteresse, verschiedene Annäherungen ermöglicht. „Wir wollten keine auratischen Exponate in Vitrinen ausstellen, sondern die Gebrauchsgegenstände so zeigen, wie sie auch im Alltag benutzt werden“, so Ina Grätz, die neue Design-Kuratorin am MKG. Die multimediale Schau versucht die Besucher zu aktivieren, indem sie Verbindungen aufzeigt, Zusammenhänge herstellt und auch Ausblicke wagt.

Die Entwürfe des 1967 geborenen Briten Jonathan Ive, der seit 1997 Chefdesigner von Apple ist, bilden das Rückgrat der Ausstellung. Ive war es, der das Styling der Marke emotionalisierte. Von ihm stammen die abgerundeten Kanten, aber auch die bonbonbunten iMacs der 1990er Jahre mit ihren transparenten Gehäusen, die den allgegenwärtigen beigefarbenen No-Name-Computern zumindest ästhetisch Paroli boten. Und er steht auch hinter dem cool-minimalistischen Alu-Look heutiger Apple-Produkte. Ives benutzerfreundlichen Stilikonen sind die älteren Macintosh-Entwürfe des deutschen Apple-Designers Hartmut Esslinger vorangestellt. Exkurse in die Welt der Mode, des Möbeldesigns oder der Pop- und Alltagskultur rund um 30 Jahre Apple verorten die Exponate im Fluss der zeitgenössischen Trends und Designströmungen.

Dennoch: „Das soll hier keine Jubelveranstaltung für Apple werden“, betont Pressesprecherin Michaela Hille die Unabhängigkeit von dem Computerriesen. Die harten Arbeitsbedingungen in den asiatischen Apple-Fabriken werden ebenso thematisiert wie die Umweltproblematik gerade beim Recycling. Im Zentrum von „Stylectrical“ stehen zwar die Produkte der Firma Apple. Doch 300 der 400 Exponate sind ganz anderer Herkunft. Zum Beispiel vom legendären Elektronikhersteller Braun und dessen Chefdesigner Dieter Rams. Rams’ zeitlos schlichte Entwürfe besitzen bis heute Kultcharakter – auch für Jonathan Ive. Ina Grätz zeigt frappante Verwandtschaften auf. Kombiniert mit einer aktuellen Apple-Tastatur, wirkt der formal an einen modernen Flat-Screen erinnernde Braun-Lautsprecher LE1 aus dem Jahre 1959 plötzlich so, als hätte er für den iMac Pate gestanden. Das Braun-Transistorradio T3 von 1958 wiederum mit seiner schnörkellosen Drehscheibe zum Einstellen der Frequenzen mutet an wie ein Urahn des iPods.

Wohin der aktuelle Hype um iPhone, iPod, iPad und Konsorten auch führen kann, zeigt die Schau am Ende des Parcours. Das dort versammelte Kabinett der Schrecklichkeiten reicht vom gehäkelten High-Tech-Futteral über Aufkleber zum „Personalisieren“ bis hin zum harmlosen Gag-Eierbecher namens Ei-Pott. Dessen Vertrieb hatte die zur Zeit teuerste, sicher aber nicht humorvollste Marke der Welt 2010 gerichtlich verbieten lassen.

Die Ausstellung „Stylectrical – Von Elektrodesign, das Geschichte schreibt“ ist bis zum 15. Januar 2012 zu sehen. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Geschlossen bleibt an Heiligabend und Silvester. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre ist er frei. Der Katalog „Apple-Design“ aus dem Verlag Hatje Cantz kostet im Museum 29 Euro, im Buchhandel 39,80 Euro.

Kontakt:

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Steintorplatz

DE-20099 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428134 880

Telefax:+49 (040) 428134 999

E-Mail: service@mkg-hamburg

www.stylectrical.de



17.11.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


26.08.2011, Stylectrical. Von Elektrodesign, das Geschichte schreibt

Bei:


Museum für Kunst und Gewerbe

Bericht:


Vom Sockel geholt

Bericht:


Kühle Eleganz

Variabilder:

Macintosh Classic, Apple, 1990
Macintosh Classic, Apple, 1990

Variabilder:

Plattenspieler PS1000, Braun, 1956
Plattenspieler PS1000, Braun, 1956

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iPhone 4,
 Apple, 2010
iPhone 4, Apple, 2010

Variabilder:

iMac Bondi
 Blue, Apple, 1998
iMac Bondi Blue, Apple, 1998

Variabilder:

Transistorradio T3, Braun, 1958
Transistorradio T3, Braun, 1958







Macintosh Classic, Apple, 1990

Macintosh Classic, Apple, 1990

Plattenspieler PS1000, Braun, 1956

Plattenspieler PS1000, Braun, 1956

iPhone 4, Apple, 2010

iPhone 4, Apple, 2010

iMac Bondi Blue, Apple, 1998

iMac Bondi Blue, Apple, 1998

Transistorradio T3, Braun, 1958

Transistorradio T3, Braun, 1958

iPod, Apple, 2001

iPod, Apple, 2001

Fernsehgerät HF 1, Braun, 1958

Fernsehgerät HF 1, Braun, 1958

in der Ausstellung „Stylectrical – Von Elektrodesign, das Geschichte schreibt“

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