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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Die zeitgenössische Kunst bescherte dem Wiener Auktionshaus im Kinsky ein Umsatzhoch. Es hätte aber noch besser ausfallen können

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Oswald Oberhuber hielt auf der letzten Versteigerung von Gegenwartskunst im Wiener Auktionshaus im Kinsky eine Überraschung bereit. Der Tiroler Künstler, der heuer sein achtzigstes Lebensjahr vollendet hat, war mit einem unbetitelten Frühwerk aus dem Jahr 1949 vertreten, das in seiner flirrenden Fülle zart kolorierter Strichformen an Arbeiten der Maler Paul Klee oder Wols erinnert. Auf 15.000 bis 30.000 Euro angesetzt, kletterte die fast anderthalb Meter Tafel auf stolze 46.500 Euro – soviel wie nie für ein Oberhuber-Gemälde auf einer Auktion. Bewilligt wurde der Rekordpreis von einem ausländischen Museum übers Telefon. Oberhuber war damit im Wesentlichen die einzige wirkliche Preissteigerung dieser Auktion, die erstmals in der Geschichte des Hauses ausschließlich zeitgenössische Kunst anbot. Von den über dreihundert teils hochkarätigen Stücken wurden gut 47 Prozent weitervermittelt, mit brutto knapp 1,8 Millionen Euro waren die Zeitgenossen nach eigenen Angaben so erfolgreich wie nie im Kinsky.


Etwas enttäuschend war am 27. September aber doch der Rückgang einer ganzen Reihe hochgehandelter Stücke: Adolf Frohners existentialistisch anmutender Totentanz „Die Zeitvertreiber“ von 1987 für 50.000 bis 80.000 Euro, Anton Lehmdens „Geordnete Landschaft“ von 1989/90 für 80.000 bis 120.000 Euro und Otto Muehls postexpressionistische „Parndorfer Heide“ von 1987 für 50.000 bis 80.000 Euro belasteten die Bilanz. Von Ernst Fuchs wurden nur zwei der acht Offerten honoriert, darunter die märchenhaft bunt inszenierte Bibelhistorie „David und Batsheba“ von 1993 für 28.000 Euro (Taxe 25.000 bis 40.000 EUR). „Der brennende Dornbusch“ seines fantastischen Mitstreiters Arik Brauer blieb an 38.000 Euro bereits hängen (Taxe 40.000 bis 80.000 EUR). Er wurde daher von Helmut Leherbs zeichnerischer Schreckensvision „Explosion in Brighton“ aus dem Jahr 1985 bei 40.000 Euro übertroffen (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR).

Wie schon der Verkauf des Oberhuber-Gemäldes zeigte, favorisierten die Bieter abstrakte Künstler. Eine große charakteristische Farbkomposition Wolfgang Holleghas beispielsweise spielte gute 50.000 Euro im Rahmen der Schätzung ein, Franz Grabmayrs explosive „Aktion“ von 1983 kam auf 30.000 Euro (Taxe 25.000 bis 40.000 EUR). Wenig blieb von Hans Staudacher liegen, wenn auch mit bis zu 25.000 Euro die unteren Schätzungen hier nicht übertroffen werden konnten. Dem kürzlich verstorbenen Markus Prachensky erwiesen die Bieter mit 27.000 Euro für die monumentalen Farbbalken „Umbria Cantata“ von 1989 ihre Ehre (Taxe 20.000 bis 40.000 EUR). Josef Mikls ungegenständlicher Farbrhythmus „Drei Figuren“ von 2006 spielte für den Verein „Wiener Tafel“ gute 17.500 Euro ein (Taxe 10.000 bis 20.000 EUR). Zog Kurt Kocherscheidts weizengelbe Abstraktion mit fensterartigen Öffnungen von 1989 bei 13.000 Euro einiges Interesse auf sich, musste sich Turi Werkners wandfüllende Farbspielerei „Nr. 231: hysterischer Anfall Nr. 2“ von 1994 mit 9.000 Euro zufrieden geben (Taxen je 10.000 bis 15.000 EUR).

Nicht anfreunden konnte man sich dagegen mit einer von Alfons Schilling mittels motorbetriebener Rotation dem Zufall überlassenen Malerei in Rot und Schwarz auf Weiß für stolze 80.000 bis 150.000 Euro. Auch Arnulf Rainer wurde seine hochdotierte schwarze Übermalung aus dem Jahr 2000 nicht los (Taxe 50.000 bis 80.000 EUR). Sein Objektkasten „Kistenwalhalla“ von 1984 schnitt mit 15.000 Euro am besten ab (Taxe 13.000 bis 20.000 EUR). Ein rotes Schüttbild Hermann Nitschs mit Malhemd von 1991 musste sich mit 40.000 Euro etwas unterhalb der Erwartungen zufriedengeben. Von den wenigen Werken ausländischer Künstler scheiterten Jean Dubuffets abstrakt-figurale Mischtechnik aus der Serie „Hourloupe“ von 1967, Heinz Macks „Schwarzer Stein-Spiegel“ von 1991/92 und Antoni Tàpies stilllebenartiges „Livre“ an jeweils 40.000 bis 80.000 Euro. Dafür avancierte Hans Hofmanns weitgehend expressiv-informelles „The Bay“ von 1951 nicht ganz selbstverständlich bis 80.000 Euro zum Hauptlos der Auktion (Taxe 50.000 bis 100.000 EUR).

Recht groß war die Ausbeute unter den jüngeren Künstlern. Eine unbetitelte Leinwand Siegfried Anzingers von 1983, die mit ihren übereinandergelagerten Farbschichten an die Abstrakten Bilder Gerhard Richters erinnert, brachte es auf 24.000 Euro (Taxe 20.000 bis 35.000 EUR). Eine weitere Abstraktion, Herbert Brandls unbetitelte Brandung meerblauer Farben auf weißem Grund von 2002, konnte ihren Wert auf 31.000 Euro sogar in etwa verdoppeln. Nicht weniger erfolgreich waren auch die Gegenständler: Xenia Hausners Frauendoppelportrait „Alles Walzer I“ von 1997 spielte 30.000 Euro ein (Taxe 25.000 bis 40.000 EUR), Michael Fuchs’ fast fotorealistisch haptisches, lebensgroßes Rückenbildnis „Sabrina“ im violetten Abendkleid von 2009 schaffte immerhin die untere Grenze von 15.000 bis 30.000 Euro, ebenso wie Anna Meyers 2006 gemaltes, buntes Stadtbild „I want in another world“ von 6.000 Euro, Sevda Chkoutovas 2009 üppig gezeichnetes Jugendbild „Narzisse“ von 3.800 Euro oder Cornelius Koligs rosarot gesättigte Collagemalerei „Nelken“ von 8.000 Euro. Bei den Fotokünstlern brachte Lois Renners Atelierbild von 1998 in einer 10er Auflage von Camera Austria die erwarteten 2.500 Euro ein.

Teuerste Skulptur der Auktion wurde mit Wander Bertonis 1962 in einer Auflage von zwei Exemplaren hergestellte Bronze „Der Lautenspieler“ für 42.000 Euro ein eher klassisches Werk (Taxe 40.000 bis 70.000 EUR). Von Fritz Wotruba wurde nur der günstigere Zement-„Kopf“ von 1949 für 15.000 Euro zur unteren Taxgrenze übernommen. Sein Bronzependant von 1953/54 blieb bei 35.000 bis 50.000 Euro unveräußert, ebenso wie Bertonis 1945 datierte Bronze „Die Kämmende“ für 50.000 bis 90.000 Euro. Von 10.000 bis 20.000 Euro auf 24.000 Euro konnte sich Joannis Avramidis’ 1959 konzipiertes „Modell zu Kopf IV“ in Gips auf einer Aluminiumkonstruktion leicht steigern. Alfred Hrdlickas Bronzestele „Nureyev schmollt“ von 1980 für 18.000 Euro (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR), eines der zehn Exemplare von Kiki Kogelniks bunter Glasskulptur „Kopf“ für 20.000 Euro (Taxe 15.000 bis 25.000 EUR) und Mario Dalpras zersägter und neu zusammengesetzter Akt „Transformation“ von 2008 für 5.000 Euro vervollständigten die insgesamt positive Bilanz bei den bildhauerischen Arbeiten (Taxe 3.500 bis 5.000 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

im Kinsky - Kunst Auktionen GmbH

Freyung 4

AT-1010 Wien

Telefax:+43 (01) 532 42 00-9

Telefon:+43 (01) 532 42 00

E-Mail: office@imkinsky.com



04.10.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander/Ulrich Raphael Firsching

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