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Die Hamburger Deichtorhallen entdecken die französische Hauptstadt als Wiege und Mekka der Fotografie und propagieren das Fotobuch, ein wunderbares, aber oft übersehenes Medium

Paris – Ein Fest fürs Leben



Im Kino kennt die Paris-Begeisterung zur Zeit keine Grenzen. Seit Wochen schon füllt Woody Allens romantische Komödie „Midnight in Paris“ die Kinosäle. Allen schickt seinen männlichen Hauptdarsteller auf eine schier unglaubliche Zeitreise ins Paris der Goldenen Zwanziger. Dort begegnet er so illustren Figuren wie Pablo Picasso oder Ernest Hemingway, der der Stadt mit seinem Erinnerungsbuch „Paris – Ein Fest fürs Leben“ ein literarisches Denkmal gesetzt hat.


Ganz abseits von cineastischen Halluzinationen lässt sich das Paris vergangener Epochen jetzt auch im Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen entdecken. „Eyes on Paris“ heißt eine materialreiche Ausstellung, die ihren Blick auf eine Stadt richtet, die wie kaum eine andere über alle Epochen seit der Erfindung der Fotografie hinweg mit der Kamera festgehalten wurde. Kein Wunder eigentlich, denn erfunden wurde das Medium ebenfalls an der Seine. Vor mehr als 170 Jahren, am 19. August 1839, erklärte Louis Jacques Mandé Daguerre das von ihm erfundene Verfahren für praxisreif. Das Datum gilt als offizieller Geburtstag der Fotografie.

„Paris im Fotobuch 1890 bis heute“, lautet der Untertitel der Schau, die sich vor allem mit dem Phänomen des Fotobuchs beschäftigt. 130 Fotobücher sind von dem Münchner Fotoexperten und Kurator Hans-Michael Koetzle zusammengetragen worden. „Das Medium Fotobuch war noch nie profunder Gegenstand einer Ausstellung“, erklärt Koetzle, der dieses für jedermann zugängliche, demokratische und erschwingliche Medium mit der Ausstellung einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen möchte.

Doch „Eyes on Paris“ präsentiert keineswegs nur Fotokunst zwischen zwei Buchdeckeln. Von der Belle Epoque bis in die Postmoderne versammelt die Schau auch rund 400 gerahmte Fotografien. Die Künstlerliste liest sich wie ein Who is Who der Fotografiegeschichte: Eugène Atget, Brassaï, Robert Doisneau, Candida Höfer, William Klein oder Bettina Rheims, um nur einige der mehr als 50 Künstler zu nennen. Koetzle und sein Co-Kurator Ingo Taubhorn nehmen den Besucher mit auf eine fotografische Zeitreise, die sie in sieben Kapitel gegliedert haben. Da geht es etwa um die Stadt als Kunstwerk, das Paris der Moderne und der Avantgarde oder aber um den Blick der Fremden und Zugereisten, der Immigranten und Langzeit-Besucher.

Der Deutsche Peter Cornelius (1913-1970) bereiste die Seine-Metropole in den 1950er Jahren. Und er tat etwas, was zuvor nur wenige gewagt hatten. Er fotografierte Flohmarkthändler, Café-Besucher und Flaneure auf den Grand Boulevards ganz profan in Farbe. Plötzlich war aus der hehren Kunstfotografie, deren Dogma auf der Neutralität der Schwarz-Weiß-Ästhetik beruhte, eine Fotografie des unmittelbaren Zugangs geworden.

„Eugène Atget markiert den Beginn der fotografischen Moderne und bildet das Missing Link zwischen 19. und 20. Jahrhundert“, so Hans-Michael Koetzle über eine der zentralen Figuren der Schau. Atget, der Chronist des Pariser Straßenlebens, fotografierte Schaufensterauslagen und Straßenmusikanten, Hinterhöfe und Kinderkarussells. Vieles von dem, was er mit der Kamera festhielt, hörte kurze Zeit später auf zu existieren. Atgets Werke inspirierten, angefangen bei den Surrealisten, viele nachfolgende Künstlergenerationen. „Eyes on Paris“ zeigt aber auch Brassaïs regennasse Straßen, die formalen Experimente russischer Konstruktivisten, Bilder von der Befreiung 1945, die verlorene Welt des abgerissenen Hallenviertels und natürlich unzählige Ansichten der in die Stadt eingeschriebenen Architekturgeschichte. Dass der Eiffelturm da nicht fehlen darf, liegt auf der Hand. Michael Koetzle: „Der Eiffelturm ist der Katalysator der fotografischen Moderne“.

Die Ausstellung „Eyes on Paris – Paris im Fotobuch 1890 bis heute“ läuft vom 16. September bis zum 8. Januar 2012. Das Haus der Photographie der Deichtorhallen hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, jeden ersten Donnerstag im Monat zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. An Heiligabend und Silvester bleibt die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er kostenlos. Der 400seitige Katalog aus dem Hirmer Verlag kostet 49,90 Euro.

Kontakt:

Deichtorhallen Hamburg

Deichtorstraße 1-2

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 32 10 30

Telefax:+49 (040) 32 10 32 30

E-Mail: info@deichtorhallen.de



17.09.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


16.09.2011, Eyes on Paris – Paris im Fotobuch 1890 bis heute

Bei:


Deichtorhallen Hamburg

Künstler:

Peter Cornelius










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