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Am 22.09.2018 57. Kunstauktion - Bildende Kunst des 16. - 21. Jahrhunderts

© Schmidt Kunstauktionen Dresden

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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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Nature morte au crane / Pablo Picasso

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Unter den gut 550 Stücken an Kunst und Antiquitäten bei Art & Auktionen gibt es wenig Herausragendes

Klippen im Meer des Mittelmaßes



Alexander Kanoldt, Olevano II, 1925

Alexander Kanoldt, Olevano II, 1925

Mit einer Auswahl von gut 550 Stücken startet das Münchner Haus Art & Auktionen am 23. September in seine Herbstsaison. Leicht haben es Martina und Michael Scheublein nicht, sich auf dem umkämpften Markt zu behaupten. So kann der Auktionskatalog nur mit wenigen Objekten aufwarten, die aus dem Meer dekorativer Gebrauchskunst hinausragen. Dass diese nicht unbedingt zu den hochpreisigen gehören, kann für manchen Sammler, der nicht viel Geld zu investieren hat, ein Anlass sein, das Angebot aufmerksam zur Kenntnis zu nehmen. Prunkstück der Auktion ist die siebenbändige „Phytanthoza iconographia“ von Johann Wilhelm Weinmann in der ersten zwischen 1737 und 1745 erschienen Auflage. Das siebenbändige Pflanzenbuch mit seinen 1025 Farbstichtafeln ist marktüblich bewertet und soll dem Käufer mindestens 42.000 Euro wert sein.


Nur wenige Gemälde liegen im Schätzpreis über 4.000 Euro. An dieser Grenze bewegt sich eine stimmungsvolle „Abendliche Flusslandschaft“ des Pariser Impressionismus-Vorläufers Charles-François Daubigny im typischen breiten Format von 20 auf 44 Zentimetern. Ebenso teuer geschätzt ist eine konventionelle Bachuferszene mit Kühen, Ziegen und Schafen des Wieners Edmund Mahlknecht. Otto Pippel ist unter anderem für seine impressionistischen Münchner Szenen bekannt geworden. „Am Chinesischen Turm in München im Frühling“ ist eines dieser Motive. Die respektablen 12.000 Euro sind angesichts der malerischen Perfektion nicht unangemessen. Eine italienische Sommerlandschaft des Künstlers aus Planegg ist dagegen bereits für 1.200 Euro zu haben.

Der 1842 entstandene, unspektakulär-elegische „Blick ins Isartal“ zeigt in der stillen Monumentalität der Szenerie, wie Eduard Schleich d.Ä. mit Licht und Farbe ein einfaches Motiv atmosphärisch aufladen konnte. Mit 18.000 Euro ist das Gemälde eines der hochpreisigen Stücke der Auktion. Schleichs „Isarauen mit trinkenden Kühen“ überzeugen vom Lichtspiel nicht völlig und sind daher auf 1.500 Euro geschätzt. In den Bereich bayerischer Genreszenen fällt „Die Ankunft der Braut“ von Karl Stuhlmüller (Taxe 4.800 Euro), ebenso wie sein „Markttag in Dachau“ (Taxe 2.500 EUR). Fortschrittlicher wirkt dagegen das impressionistische Licht- und Schattenspiel „Auf dem Viktualienmarkt in München“ des in München ansässig gewordenen Westpreußen Charles Vetter: 4.000 Euro scheint eine günstige Schätzung, verglichen mit Vetters „Altheimer Eck“, das Art & Auktionen bei seiner ersten Versteigerung 2008 für satte 12.000 Euro angeboten hatte.

Bei den Gemälden aus dem 16ten bis 18ten Jahrhundert fällt eine „Dorfkirmes“ des Rotterdamers Rutger Verburgh für 7.000 Euro Taxe auf, die eine figurenreiche Szene mit einem Fangspiel auf einem Boot zeigt. Ein ähnliches Motiv des gleichen Malers, etwas kleiner und farblich dunkler, steht für 4.000 Euro im Angebot. Eine „Abendliche Winterlandschaft mit Häusern und Figurenstaffage“ des fränkischen Meisters Peter von Bemmel entfaltet schon romantische Stimmungswerte und sollte ihre 2.200 Euro Taxe wert sein.

Recht umfangreich und aussagekräftig ist diesmal die Abteilung „Gemälde und Graphik der Moderne“ besetzt. Unter den Bildern rangiert etwa eine skizzenhafte Stadtansicht mit dem Titel „Forio II“ in südländisch hellen Farben der 1960er Jahre von Eduard Bargheer bei 4.000 Euro, ein Rosenstrauß von Maria Caspar-Filser bei gleichem Schätzpreis, ein ob seiner Skizzenhaftigkeit und seiner Koloristik attraktives Hafenbild von Jean Dufy bei 8.000 Euro und als preislicher Spitzenreiter für 25.000 Euro „Olevano II“ von Alexander Kanoldt, datiert auf 1925. Auch wenn Otto Geigenberger schon 1910 seine Vedute von Harburg an der Wörnitz ähnlich kühn und kantig staffelt, so muss man hier nur mit 400 Euro rechnen. Als weiteres Werk der Neuen Sachlichkeit tut sich Max von Pooschs Bildnis eines jungen Mannes im Freien von 1944 kund (Taxe 2.200 EUR).

Für die Liebhaber von Max Peiffer Watenphul haben Art & Auktionen gleich sechs Werke im Angebot, von „Ischia“ in Öl und Tempera auf Papier für 10.000 Euro bis zu der flüchtigen Bleistiftskizze „Landschaft bei Cortina d’Ampezzo“ für gerade 200 Euro. Auch Alfred Kubin steuert mehrere Blätter bei, darunter die Federzeichnung „Pferd und Stier im Stall“ als Entwurf für ein Kalenderblatt in „Kunst und Leben“ von 1930 (Taxe 1.200 EUR). Auch bei den unbekannteren Künstlern gibt es einige schöne Beispiele ihres Schaffens. In bester expressionistischer Manier hat Fritz Skell 1928 zwei Südsee-Insulanerinnen auf die Leinwand gebannt (Taxe 500 EUR). Fritz Scherer hat sich für ein zwischen Impressionismus und Expressionismus angesiedeltes, bewegtes Meer vor dem Leuchtturm von Pirano entschieden, während Erwin von Kreibig 1925 sein Jahrmarktstreiben als farbenfrohes Aquarell in naivem Gestus gestaltet (Taxen je 200 EUR). Beeinflusst von Franz Marc zeigt sich Maria Uhdens lustiger Holzschnitt „Tiere und Menschen“ von 1917 (Taxe 300 EUR). Und als Vertreter der Satirekunst treten Olaf Gulbransson mit dem Kopf eines bärtigen Mannes für 100 Euro und Eduard Thöny mit einem müden Mann unter dem Titel „Reiseeindrücke“ für 1.200 Euro auf.

Ein Blick auf die Offerten der klassischen Grafik zeigt viele Werke bekannter Namen, etwa Lucas Cranachs d.Ä. Holzschnitt „Die Predigt Johannes des Täufers“ (Taxe 500 EUR), Albrecht Dürers Bildnisstich „Willibald Pirckheimer“ (Taxe 800 EUR) oder der Holzschnitt „Christus am Kreuz“ aus der „Großen Passion“ (Taxe 1.200 EUR), Giovanni Domenico Tiepolos leider arg beschnittene Radierung „Heilige Familie mit Bettler seinem Sohn“ (Taxe 200 EUR), aber auch eine filigrane Federzeichnung der „Geburt Christi“ aus unbekannter Hand des 17ten Jahrhunderts für 600 Euro. Für zwei typische Enten-Bilder von Alexander Koester will das Auktionshaus 3.000 Euro und 1.500 Euro sehen, und eine Watzmann-Darstellung von Domenico Quaglio d.J. in lavierter Tusche soll dem Käufer 400 Euro wert sein, ebenso viel wie eine zart aquarellierte Bleistiftzeichnung eines venezianischen Kanals von Friedrich Nerly.

Im Angebot an Silber fallen drei Nürnberger Becher aus dem 17ten Jahrhundert auf, darunter ein mit Blumen verziertes Stück von Reinhold Riel für 1.200 Euro oder auf Kugelfüßen stehend von Zacharias Holhagen für 900 Euro. Beim Porzellan fallen sechs Empire-Tassen der Nymphenburger Manufaktur mit Ansichten bayrischer Orte aus dem zweiten Viertel des 19ten Jahrhunderts auf (Taxe 2.200 EUR). Für Liebhaber der bayerischen Monarchie empfiehlt sich eine stattliche Büste von Prinzregent Luitpold, geschaffen 1878 von Christoph Roth als Galvanoplastik, für 1.800 Euro.

Die Auktion beginnt am 23. September um 15 Uhr. Die Vorbesichtigung ist vom 16. bis 21. September täglich von 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 15 Uhr möglich.

Kontakt:

Art & Auktionen - Scheublein KG

Waltherstraße 23

DE-80337 München

Telefon:+49 (089) 23 88 68 90

Telefax:+49 (089) 23 88 58 911



13.09.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Werner Häußner

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23.09.2011, 14. Kunstauktion

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Art & Auktionen

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Alexander Kanoldt, Olevano II, 1925
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Charles Vetter, Auf dem Viktualienmarkt in München
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Karl Stuhlmüller, Die Ankunft der Braut
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Eduard Schleich d.Ä., Blick ins Isartal, 1842
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Charles-François Daubigny, Abendliche Flusslandschaft
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Eduard Schleich d.Ä., Blick ins Isartal, 1842

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Taxe: 18.000,- EURO

Losnummer: 509

 Porzellanmanufaktur Nymphenburg, Sechs Tassen mit Untertassen, Nymphenburg, 2. Viertel 19. Jahrhundert

Porzellanmanufaktur Nymphenburg, Sechs Tassen mit Untertassen, Nymphenburg, 2. Viertel 19. Jahrhundert

Taxe: 2.200,- EURO

Losnummer: 68

Charles Vetter, Auf dem Viktualienmarkt in München

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Taxe: 4.000,- EURO

Losnummer: 547

Friedrich Nerly, Venezianischer Kanal, 1848

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Taxe: 400,- EURO

Losnummer: 295

Geburt Christi, 17. Jahrhundert

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Taxe: 600,- EURO

Losnummer: 250

Peter von Bemmel, Abendliche Winterlandschaft mit Häusern und Figurenstaffage

Peter von Bemmel, Abendliche Winterlandschaft mit Häusern und Figurenstaffage

Taxe: 2.200,- EURO

Losnummer: 411

Alexander Koester, Enten in blauem Wasser

Alexander Koester, Enten in blauem Wasser

Taxe: 3.000,- EURO

Losnummer: 282

Domenico Quaglio d.J., Landschaft mit Blick auf den Watzmann und den Untersberg

Domenico Quaglio d.J., Landschaft mit Blick auf den Watzmann und den Untersberg

Taxe: 400,- EURO

Losnummer: 296

Fritz Scherer, Leuchtturm von Pirano II

Fritz Scherer, Leuchtturm von Pirano II

Taxe: 200,- EURO

Losnummer: 390

Charles-François Daubigny, Abendliche Flusslandschaft

Charles-François Daubigny, Abendliche Flusslandschaft

Taxe: 4.000,- EURO

Losnummer: 442

Christoph Roth, Prinzregent Luitpold von Bayern, 1878

Christoph Roth, Prinzregent Luitpold von Bayern, 1878

Taxe: 1.800,- EURO

Losnummer: 161

Rutger Verburgh, Dorfkirmes

Rutger Verburgh, Dorfkirmes

Taxe: 7.000,- EURO

Losnummer: 427

Maria Uhden, Tiere und Menschen, 1917

Maria Uhden, Tiere und Menschen, 1917

Taxe: 300,- EURO

Losnummer: 402




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