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Er war der Meister des „rechten Augenblicks“. Seine Reportage- und Reisefotografien machten ihn weltberühmt. Jetzt zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg zum ersten Mal in Deutschland eine Zusammenstellung der Landschaftsaufnahmen des französischen Meisterfotografen Henri Cartier-Bresson

Landschaftsbilder von stiller Schönheit



Die Aufnahme mit dem Titel „Paris. Place de l’Europe. Gare Saint Lazare“ von 1932 ist eine Ikone der Fotografiegeschichte. Ein schwarz gekleideter Mann mit Melone eilt über einen regennassen Platz vor dem Pariser Bahnhof. Elegant springt er über eine tiefe Pfütze. Just in diesem Moment war der Fotograf Henri Cartier-Bresson zur Stelle und drückte auf den Auslöser. Er hielt einen eindrucksvollen Moment voller Dynamik und großstädtischer Intensität fest. Bildkomposition, Lichtführung, Schärfe: Hier stimmt alles. Im Hintergrund Lagerhallen, Zäune und Plakate, im Bildvordergrund der „Pfützenspringer“ und sein Schatten, der sich symmetrisch in der riesigen Wasserlache spiegelt.


Ein Bild wie eine Landschaft. Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt jetzt unter dem Titel „Geometrie des Augenblicks“ rund 100 Fotografien und sieben Lithografien von Henri Cartier-Bresson. Der Mitbegründer der berühmten Fotoagentur Magnum hat diese Auswahl von Landschaftsaufnahmen noch kurz vor seinem Tod 2004 für ein Buchprojekt getroffen. Die Berliner Fotokünstlerin Frauke Eigen hat die Schau jetzt in Wolfsburg eingerichtet. Im Titel taucht der Begriff „Landschaft“ zunächst gar nicht auf. Vielmehr geht es um Geometrie, um Strukturen, Linien und Formen, ein kompositorisches Prinzip, das sich durch sein gesamtes fotografisches Schaffen zieht. Das können symmetrisch angelegte Alleen im Herzen Frankreichs sein, aber auch harmonisch durchkomponierte Stadtlandschaften etwa im mittelitalienischen Siena. Der Augenblick spielte im Werk Cartier-Bressons eine entscheidende Rolle. Seine fototheoretische Schrift über den „rechten Augenblick“, also den perfekten Moment des Abdrückens, hat Generationen von Fotografen geprägt.

Henri Cartier-Bresson wurde 1908 in Chanteloup bei Paris geboren. Nach einem Studium der Malerei bereiste er als 23jähriger für ein Jahr die Elfenbeinküste und begann zu fotografieren. Das Reisen wurde für Cartier-Bresson zur Kraftquelle seiner Arbeit. Europa und Mexiko, die USA, später dann Indien, China und Indonesien, Kuba und die Sowjetunion als einer der wenigen Reportagefotografen zur Zeit des Eisernen Vorhangs. Nachdem er 1943 aus der deutschen Kriegsgefangenschaft fliehen konnte, erlebte er die Befreiung von Paris mit der Kamera. Seine Aufnahmen, auch wenn sie im weitesten Sinne Landschaften zeigen, verhehlen nie sein Interesse am Menschen, zumindest an den Spuren, die er hinterlässt.

Henri Cartier-Bresson interessieren Momente der Intensität, aber auch der Beiläufigkeit und der stillen Schönheit. Ein Totenkreuz vor einem Vulkan in Mexiko. Ein einsamer Mann in einer kargen Berglandschaft in Serbien, auf dem Rücken ein übergroßer Kontrabass. Traurigkeit und Melancholie bestimmen sein Werk, aber auch die Sensibilität des behutsamen Beobachters, der sich nicht einmischt, sondern als nahezu unsichtbarer Zeuge fesselnde Bilder schafft.

Für das Kunstmuseum Wolfsburg bilden Henri Cartier-Bressons in sich selbst ruhende Landschaften gewissermaßen den Prolog für die umfangreiche Ausstellung „Die Kunst der Entschleunigung“, die ab Mitte November der Dialektik von Be- und Entschleunigung in der Kunst von Caspar David Friedrich bis Ai Weiwei auf den Grund gehen will.

Die Ausstellung „Henri Cartier-Bresson: Die Geometrie des Augenblicks“ ist bis zum 13. Mai 2011 zu sehen. Das Kunstmuseum Wolfsburg hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, dienstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Es erscheint kein Katalog.

Kontakt:

Kunstmuseum Wolfsburg

Hollerplatz 1

DE-38440 Wolfsburg

Telefon:+49 (05361) 26 690

Telefax:+49 (05361) 26 69 66



12.09.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


03.09.2011, Henri Cartier-Bresson. Die Geometrie des Augenblicks - Landschaften

Bei:


Kunstmuseum Wolfsburg

Bericht:


Humanistischer Blick auf den Menschen

Künstler:

Henri Cartier-Bresson










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