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Am 01.12.2018 Kunstauktion Dezember 2018

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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Moderne und zeitgenössische Kunst sowie Jugendstil im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Gutes aus dem Hause Hoffmann



Alfons Walde erwies sich einmal mehr als zugkräftiger Klassiker in der Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst am 21. Juni im Wiener Auktionshaus im Kinsky. Mit 130.000 Euro führte sein pastoses Ölbild auf Karton „Sommer in Tirol“ die Ergebnisliste bei den Modernen an, nachdem es bei 80.000 bis 150.000 Euro bereits auf der Schätzpreisliste an erster Position gestanden hatte. Erst mit großem Abstand folgte dann bei 60.000 Euro Alexej von Jawlenskys flott gemaltes „Stillleben mit Katze und Pinseltopf“ aus der Zeit um 1915, angeboten für 35.000 bis 70.000 Euro. Waren diese Ergebnisse kaum überraschend, so sorgte Viktor Hammers dekorativ-gefühlvolle Terrakottafigur einer stehenden Frau, vielleicht als Flora aufzufassen, für ein wenig Aufregung: Von 10.000 bis 20.000 Euro kletterte die lebensgroße Darstellung aus dem Atelier dieses wenig bekannten Österreichers, der 1968 in New York starb, auf 45.000 Euro.


Klassische Moderne

Nicht alle der mitunter originellen Angebote auf dieser letzten Kinsky-Auktion vor der Sommerpause konnten unter die Leute gebracht werden. Isaac Israëls’ impressionistische „Konversation“ eines Herrn und zweier Damen der eleganteren Gesellschaft musste bei 35.000 bis 70.000 Euro die Heimreise ebenso antreten wie Otto Dix’ „Steinbruch in den Vogesen“ aus dem Jahr für 50.000 bis 80.000 Euro. Von den drei stilisierten Tierbildern Norbertine Bresslern-Roths blieben zwei vor der Ziellinie hängen, lediglich die „Werbung“ bunter Paradiesvögel kam mit 26.000 Euro knapp darüber hinaus (Taxe 25.000 bis 50.000 EUR). Die spätexpressionistische verschwommene Ölmalerei „Arbeiter“ von Richard Jakopic aus den Jahren um 1930 brachte es ebenfalls auf 26.000 Euro im oberen Rahmen der Schätzung. Symbolistisch aufgefasst war Alexander Rothaugs nun 11.000 Euro teuere „Schwanenjungfrau“ an einem Seerosenteich von 1932 (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR), der auch seine Zeichnungen bis zu 2.400 Euro an den Sammler bringen konnte. Vlastimil Hofmans stilisierte „Madonna“ in einer Landschaft zwischen zwei engelhaften Jünglingen aus dem Jahr 1911 übertraf mit 27.500 Euro knapp die untere Taxe, Ernst Nepos schematisiertes Ölgemälde „Madonna mit Kind“ traf sie mit 10.000 Euro genau.

Von Demeter Koko wurde das impressionistische Bild mit Fischer und ihren beiden Booten in seichtem Gewässer bei 8.000 Euro übernommen (Taxe 5.000 bis 10.000 EUR), zu eben diesem Preis auch Albert Birkles erotische Kohlezeichnung eines sitzenden Mädchens mit Strümpfen (Taxe 4.000 bis 8.000 EUR) oder Anton Lutz’ in hellem Sommerlicht sitzender Akt von 1963 (Taxe 7.000 bis 12.000 EUR). August Wilhelm Dressler reüssierte mit einer „Zopfflechtenden“ in einem perspektivisch verzogenen, kargen Zimmer von 1921 bei 7.500 Euro (Taxe 6.000 bis 10.000 EUR), und Gerhild Diesner mit ihren beiden Stillleben, darunter eines mit Krug überwiegend in blau-grünen Farben für 22.000 Euro (Taxe 18.000 bis 40.000 EUR). Großen Anteil an der losbezogenen Zuschlagsquote von rund 57 Prozent für die gesamte Auktion hatte der komplette Abgang eines Konvoluts von fast achtzig Zeichnungen überwiegend von Alfred Kubin, die der österreichische Rechtsanwalt Otto Paulick im Lauf von Jahrzehnten zusammengetragen und zuletzt im „Kubin Kabinett Leogang“ auch öffentlich ausgestellt hatte. Auch Josef Hegenbarth profitierte von dieser Provenienz. Sein derbes Ölbild eines Mannes, der den Hühnern die Kehle durchschneidet, erzielte mit 8.000 Euro das Vierfache der oberen Schätzung.

Zeitgenössische Kunst

Die wichtigste Offerte der Zeitgenossen war Fritz Wotrubas zweieinhalb Meter breite, kubistische Bronze „Große Liegende“ von 1951, die mit einem Ergebnis von 140.000 Euro schließlich noch vor Alfons Walde die Zuschlagsliste anführt (Taxe 100.000 bis 180.000 EUR). Unveräußert blieben dagegen einer seiner sieben 1959/60 hergestellten „Maskenköpfe“ (Taxe 20.000 bis 40.000 EUR) und sein vierteiliges Ensemble „Antigone“, 1960/61 als Modell für das Bühnenbild der Inszenierung des Sophokles-Stückes im Wiener Burgtheater erstellt (Taxe 40.000 bis 80.000 EUR). Selektives Käuferverhalten prägte auch die Malerei. Von den großen Arbeiten Hans Staudachers etwa fand nur ein besonders harmonisches Bild von 1961 bei 33.000 Euro einen Abnehmer (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR). Von Arik Brauer wechselte das farbige Breitformat „Der letzte Zigeuner“ von 1964 bei 44.000 Euro den Besitzer, die ebenfalls für 40.000 bis 80.000 Euro angebotene Tafel amöbenartiger „Fallschirmspringer“ aus demselben Jahr schaffte dagegen nicht den Absprung.

Unter den Wilden der 1960er und 1970er Jahre ging Arnulf Rainers mumienartig bemalte Gipsbüste des italienischen Frührenaissancearchitekten Filippo Brunelleschi aus dem Jahr 1977 bei 45.000 Euro weg, damit allerdings mindestens 5.000 Euro unterhalb der Schätzung. Seine etwas dekorative Hand- und Fingermalerei „Pfau“ aus dem Jahr 1988 scheiterte an 40.000 bis 80.000 Euro. Weil 1.000 Euro fehlten, wurde Hermann Nitschs violettes Schüttbild „Kreuzwegstation“ mit Malhemd und Messgewand von 1989 nur unter Vorbehalt zugeschlagen. Als eine der älteren Künstlerinnen machte sich Anna-Eva Bergman, die Ehefrau Hans Hartungs, mit einem abstrakten „Glacier“ von 1970 bei 20.000 Euro bemerkbar (Taxe 20.000 bis 40.000 EUR), als einer der jüngeren Eduard Angeli mit seiner fata morgana-artigen Impression „Venedig Tag 1“ von 2004 bei 30.000 Euro (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR).

Während Joan Hernández Pijuans kleine schwarze Wolke auf rosafarbenem Grund von 1992 mit 16.000 Euro etwa die Mitte des Schätzrahmens erreichte, stockten die Gebote bei Martha Jungwirths gestischer Malerei „Nitzsche im Sommer“ von 1992 schon an dessen unterer Grenze von 10.000 Euro. Auch Hubert Schmalix’ serielle Häuserreihung „Cypress Park“ von 1991 kam mit 12.000 Euro nicht darüber hinaus. Besser hatte es da seine aus Farbflächen aufgebaute Gestalt „Alphaomega II“ von 1993 mit 17.000 Euro (Taxe 15.000 bis 25.000 EUR). Othmar Zechyrs filigran getuschtes „Höllental“ fand bei guten 7.000 Euro Gefallen (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR), Sevda Chkoutovas comicartige Zeichnung „Teddy 07“ von 2010 bei 3.500 Euro (Taxe 3.500 bis 5.000 EUR), Gottfried Helnweins schaurige Mutter-Kind-Szene „Gretel-Pastetel“ von 1970 bei 14.000 Euro (Taxe 10.000 bis 20.000 EUR) und Reimo Wukounigs neofigurative, gleichaltrige Malerei „Unter der elektrischen Dusche (Versuchsobjekt Mann)“ bei 6.500 Euro (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR).

Kunsthandwerk

Die Jugendstil-Offerte des Kinskys glänzte einmal mehr mit Hochkarätigem aus der Hand Josef Hoffmanns. Mit 25.000 Euro für ein silbernes Körbchen mit Elfenbeingriff von 1909 (Taxe 12.000 bis 20.000 EUR), 33.000 Euro für eine ornamental verzierte Tischuhr von 1910 (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR) und 18.000 Euro für einen mit stilisiertem Efeu geschmückten Aufsatz samt Henkel um 1907 reüssierten die Arbeiten dieses Architekten und Designers auch besonders gut (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Lediglich 50.000 bis 100.000 Euro wollte niemand für eine Hängelampe des Meisters aus dem Jahr 1906 hinblättern. Weitaus weniger dicht war die Zuschlagsquote bei den Gasprodukten von Lötz Witwe. Wenigstens zwei Wandlampen Koloman Mosers in Glockenform von 1901 kriegten hier bei guten 22.000 Euro die Kurve (Taxe 12.000 bis 20.000 EUR). 18.000 Euro ebenfalls etwas über der Schätzung gab es für einen Wandspiegel Karl Hagenauers mit den für ihn charakteristischen stilisierten Menschen- und Tierdarstellungen. Bei der Keramik konnten sich einige Produkte aus ihren niederen Schätzungen befreien. So kletterten zwei schwarze Deckeldosen Dagobert Peches mit floralem Dekor auf bis zu 5.300 Euro (Taxe je 1.000 bis 2.000 EUR) und eine Mokkatasse samt Untertasse von Peter Behrens mit klarem geometrischem Ornament auf 5.200 Euro (Taxe 1.800 bis 2.500 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

im Kinsky - Kunst Auktionen GmbH

Freyung 4

AT-1010 Wien

Telefax:+43 (01) 532 42 00-9

Telefon:+43 (01) 532 42 00

E-Mail: office@imkinsky.com



06.07.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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21.06.2011, Klassische Moderne - Zeitgenössische Kunst - Jugendstil

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Die Nachhut

Kunstwerk:

Demeter
 Koko, Fischer, wohl 1922
Demeter Koko, Fischer, wohl 1922







Demeter Koko, Fischer, wohl 1922

Demeter Koko, Fischer, wohl 1922

Taxe: 5.000 - 10.000 EURO

Zuschlag: 8.000,- EURO

Losnummer: 195




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