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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Vor allem die Außenskulpturen fanden bei Ketterers „kleiner“ Auktion mit zeitgenössischer Kunst in München reisenden Absatz

Abstrakte ausverkauft



Der Aufwand hat sich gelohnt: Von den 32 Gartenskulpturen, für die das Münchner Auktionshaus Ketterer zur Versteigerung zeitgenössischer Kunst einen eigenen Katalog aufgelegt hat, blieb nur ein Los unveräußert. Ansonsten aber wurden alle aus verschiedenen, überwiegend süddeutschen Privatsammlungen eingelieferten Skulpturen übernommen, und zwar oft erheblich über ihren Schätzungen. Dazu zählte auch das Hauptlos der Auktion, Fritz Koenigs rund zweieinhalb Meter hohe Bronze „Mona II“ von 1971, die sich von 40.000 bis 50.000 Euro zum neune Auktionsrekord von 80.000 Euro erhob. Das zweite Hauptlos, Pablo Atchugarrys weiße Marmorfaltung „Senza titolo“ von 2006, brachte es immerhin noch auf 32.000 Euro (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Gut beboten wurden auch Gianpietro Carlessos kantige Raumverschlingung „Decostruzione XXIV“ aus weißem Marmor von 1994 mit 28.000 Euro (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR), Michael Croissants zu einer Kubusform abstrahierter „Kopf“ aus geschweißter Bronze von 1989 mit 25.000 Euro (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR), Hans Nagels Vier-Säulen-Gruppe „ER 28“ in allansichtiger Kreuzform von 1970/72 mit 10.000 Euro (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR), László Szabós knorpelige Bronze „Quellkönigin“, ein Entwurf für einen Brunnen von 1971, mit 14.000 Euro (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR) und Josef Staubs loopingartig gedrehter Chromstahl „Apollo“ von 1994 mit 24.000 Euro (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Einschließlich der Aufgelder konnte Ketterer mit den Werken der überwiegend weniger bekannten oder jüngeren Bildhauer fast eine halbe Million Euro umsetzen.


Bei der regulären Gegenwartskunstauktion am 7. Mai mit 375 Losnummern waren die Reihen der Verkäufe schon deutlich lichter. Dennoch lag die Zuschlagsquote mit 58 Prozent noch im grünen Bereich. Für Ketterer nichts ungewöhnliches, zogen besonders die Werke der abstrakten Malerei deutscher Künstler große Aufmerksamkeit auf sich. Attraktive Schätzungen reizten hier mitunter zu hitzigen Bietgefechten. Eines der heftigsten entbrannte um Fred Thielers 1956 gemaltes Informel „Monadisch spektral“, das noch im Jahr seiner Entstehung in der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst München ausgestellt wurde. Für die großformatige energische Leinwand bewilligte ein süddeutscher Kunsthändler 56.000 Euro und machte sie damit zur teuersten in Ranking Thielers (Taxe 14.000 bis 18.000 EUR). Übertroffen wurde dieser Wert noch von Fritz Winters „Blau-Rot-Vertikal“ aus dem Jahr 1967, mit 15.000 bis 20.000 Euro ebenfalls zu günstig taxiert und schließlich für 60.000 Euro an eine österreichische Sammlung abgegeben. Gute 18.000 Euro erzielte dann noch Winters „Roter Bogen“ auf einem überwiegend blauen Fond von 1970 (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR).

Schon gleich zu Beginn der Auktion war Josef Albers’ zwölf Farblithografien umfassende Mappe „SP (Homage to the Square)“ aus dem Jahr 1967 für hervorragende 31.000 Euro zugeschlagen worden (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR). Doch auch kleinere Arbeiten oder Werke weniger bekannter Künstler profitierten vom Sturm auf die Abstrakten. Eine unbetitelte, fast reliefartig dick aufgetragene Mischtechnik Bram Bogarts in Blau und Rot von 1962 für 8.000 Euro (Taxe 2.500 bis 3.500 EUR), Emil Schumachers charakteristisches Spätwerk „GB-9/1991“ mit breiten schwarzen Furchen für 14.000 Euro (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR), zwei kraftvolle informelle Kompositionen Rolf Cavaels von 1955 und 1964 für bis zu 8.500 Euro und Georg Karl Pfahlers fast strenges Flächenbild „Floridella Nr. IX“, eine lustvolle Persiflage auf Piet Mondrian von 1990, für 12.500 Euro sind hier zu nennen (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR). Auch die 6.000 Euro für Helmut Sturms ungestüme bunte Farbkomposition von 1980 belegen die Bedeutung der ungegenständlichen Kunst bei Ketterer (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR).

Um die gegenständliche Malerei wurde weniger heftig gerungen. Zwei kleinere Arbeiten Karel Appels, ein 1976 gemaltes „Portrait of a Farmer“ und eine „Walking cat“ von 1981, wurden rasch für 19.500 Euro und 18.000 Euro im Bereich der unteren Schätzungen zugeschlagen, Bernd Zimmers in dräuende Landschaft versetzter Vogel „Auf der Suche nach dem Ausgang“ von 1984 kam sogar über den Aufrufpreis von 8.000 Euro nicht hinaus (Taxe 9.000 bis 12.000 EUR). Etwas länger dauerte der Wettkampf nur um Norbert Tadeusz’ weiblichen Akt in einem Interieur von 1993: Als das einen Meter hohe Ölbild bei 18.000 Euro endlich zugeschlagen werden konnte, hatte sich die obere Schätzung inzwischen schon verdreifacht. Auch bei Horst Antes’ Aquarell „Figur mit schwarzer Kappe auf Ocker“ waren sich die Käufer nicht so schnell einig. Sie spendierten letztlich 12.000 Euro für den Kopffüßler von etwa 1967 (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR). Bei Jean Tinguely war es die witzige Farbserigrafie „Hommage à Yves Klein: Le monstre dans la forêt“, die die Bieter begeisterte. Aus den 2.800 bis 3.400 Euro für das mit Aquarell, Kugelschreiber und Collage übergangene Blatt von 1969 wurden 5.200 Euro.

Anklang fand zudem die Pop Art: Eines der 25 Exemplare von Alex Katz’ mittelgroßer Farblithografie „Blue Umbrella“ aus den Jahren 1979/80 kletterte trotz etwas bleicher Farben von 2.800 Euro auf 9.300 Euro, für C.O. Paeffgens in Acryl über Farbsiebdruck erstelltes Bildnis des Künstlers Joseph Beuys aus dem Jahr 1976 wurden 14.000 Euro bereitgestellt (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR), und von Andy Warhol wurde unter anderem ein Exemplar von seinen „Campbell’s Soup II“-Lithografien aus dem Jahr 1969 für 13.000 Euro übernommen (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR). Bei Tom Wesselmann gab es schließlich 6.300 Euro für die Farblithografie mit der verführerisch-kalten „Lulu“ von 1982 (Taxe 3.500 bis 4.500 EUR).

Als recht gefragt erwiesen sich einige eher ungewöhnlichen Offerten. Dazu gehörte nicht zuletzt Martin Kippenbergers vierzehnteilige Fotografiefolge „Von Weiß zu Schwarz – von scharf zu unscharf“ aus dem Jahr 1979. Als Motiv für diese mehr absurde als wirklich experimentelle Bildserie wählte Kippenberger sich einen menschlichen Hinterkopf mit mittellangem Haar. Von 4.000 bis 5.000 Euro wurde sie auf 19.500 Euro gehoben. Unter den dreidimensionalen Arbeiten machte eine kinetische Skulptur des 1928 geborenen Chinesen Wen-Ying Tsai aus den 1960er oder 1970er Jahren auf sich aufmerksam. Das zweiteilige Werk mit vibrierenden Stahlstäben, Schalthebeln, Lampe und Lautsprecher, das auf den Brotberuf des Künstlers als Ingenieur verweist, wurde für 14.000 Euro weitervermittelt (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Jüngste Arbeit der Auktion war übrigens Ruben Talbergs „Abraxas“ von 2010, eine Leinwand, die der Künstler freilich von hinten mit allerlei Farbmaterialien und Collagegegenständen beklebt und beschmiert hat. Mit 11.000 Euro konnte die untere Schätzung fast verzehnfacht werden.

Alle Preise verstehen sich Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Ketterer Kunst

Joseph-Wild-Straße 18

DE-81829 München

Telefon:+49 (089) 552 440

Telefax:+49 (089) 552 441 66

E-Mail: infomuenchen@kettererkunst.de



05.07.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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07.05.2011, Nach 1945. Zeitgenössische Kunst

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